Das Kartoffelfest – oder – Väter sind doof

Heute Abend war Kartoffelfest. Vom Kindergarten. Für die Eltern Kinder.

Ich möchte nicht falsch verstanden werden: Ich habe echten Respekt für KindergärtnerInnen und ihre Geduld mit verzogenen Kindern und bescheuerten Eltern umzugehen.

Eltern wie mir zum Beispiel.

Ich gehöre zu jener Gattung Väter, die allen Oster-Frühstückstreffen, Nikolaus-Backnachmittagen oder eben Kartoffel-Festabenden tunlichst aus dem Weg gehen. Ich stehe bei solchen Events dämlich in der Ecke herum und IMAG0009 bemühe mich den “Ich will hier weg”-Ausdruck auf meinem Gesicht möglichst deutlich zu zeigen, um bloß nicht in ein Gespräch verwickelt zu werden. Ich schaue mürrisch, gebe kurze Antworten und sowie es die Etikette erlaubt, mache ich mich aus dem Staub.

Ich finde es toll, dass die Mitarbeiter sich so engagieren. Ich finde es toll, dass sie ihre Freizeit opfern, um uns Eltern die Chance zu geben, sich gegenseitig kennenzulernen. Und ich freue mich für die Mütter Eltern, die solche Gelegenheiten begeistert wahrnehmen.

Aber ich finde das bin doof.

Ich sehe in die strahlenden Gesichter der Kinder, die sich freuen und Spaß haben und schäme mich. Vater zu sein, dass heißt, in vielen Dingen doof zu sein.

Also: ein ehrliches Danke für das wirklich tolle Kartoffelfest, dass vielen Spaß gemacht hat. Aber… nächstes mal schicke ich meine Frau.

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  1. Hallo Jan,

    warum geht ihr nicht zusammen hin? Dann ist es für dich vielleicht auch nicht mehr doof. Fitti muss auch immer mit, hihi. Das hat man davon, wenn man nachmittags frei ist.