Abmahnkultur

Auf de.dawanda.com können Menschen selbst gebastelte Gegenstände verkaufen – Begeisterte zuweilen sogar Ware bestellen.

Ein dort handelnder Outdoor-Ausrüster kennzeichnete seine Produkte mit einem Pfotenabdruck, welcher entfernt an das Jack Wolfskin Logo erinnert. Grund genug für die Anwälte der letztgenannten Firma, mit einer großen Klagewelle auf Händler und Kunden loszugehen.

Laut winfuture.de beziffern sich die Streitwerte auf etwa 20.000 Euro, was Anwaltsgebühren von rund 1000 Euro nach sich zieht. 1000 Euro, die per se erst einmal jeder zu zahlen aufgefordert wird, der ein solches Schreiben erhält.

Aber, und jetzt kommt die erfreuliche Nachricht: Das Internet wehrt sich. Zahlreiche Blogs berichten empört über dieses rabiate Vorgehen (und falls ich mich ebenfalls wütend anhöre, dann liegt das daran, dass ich es bin). Ich hoffe und wünsche, dass der Druck dieser negativen Publicity dazu beiträgt, dass sich Firmen ihren Umgang mit potentiellen Kunden zukünftig genau überlegen. Ich respektiere das Bedürfnis nach Schutz der eigenen Marke – aber diese Welle von Abmahnungen und Klagen ist eine Krankheit, die es schleunigst zu kurieren gilt.

Und ich, für meinen Teil, weiß genau, welchen Outdoor-Ausstatter ich zukünftig meiden werde.

Weitere Informationen gibt es hier.

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