Jesus für President (4/4)

Großartige Bücher wollen ausführlich besprochen werden, nicht wahr? Denn letzten Endes sollen sie ja auch mehr, als bloß gelesen werden. Sie sollen in unser Leben hineinsprechen, uns verändern und unseren Horizont erweitern.

Mein Fazit?cover-lo1[1]

19,95 € sind ziemlich viel für ein Buch. Aber jede Seite ist farbig und individuell gestaltet. Das Design der Seiten entspricht stets dem Inhalt und macht einiges her.

Das Buch ist natürlich viel politischer, als Claibornes erstes – und damit verbunden auch etwas unpersönlicher. Während er in “Ich muss verrückt sein, so zu leben” noch mein Leben hinterfragt hat, verschiebt sich der Fokus hier von mir hin auf die -  etwas abstrakten – Konstrukte Staat & Politik.

Trotzdem wird eine Verbindung zu mir, meinem Leben, meinem Umfeld schaffen. Claiborne ruft nicht dazu auf, unpolitisch zu sein, sondern eine andere Form von Politik zu praktizieren. Eine, die sich an den Menschen orientiert und nicht an der Wirtschaft. Er ruft zu Gewaltverzicht und bedingungsloser Nächstenliebe auf. Dabei stellt er sich selbst nicht als großes Vorbild, sondern als “Autor, Aktivist und Sünder auf dem Weg der Besserung” dar. Vieles lädt zum Umdenken ein, man darf sich aber nicht von der, in erster Linie auf Amerika bezogenen, kritischen Auseinandersetzung mit dem Gebilde “Kirche” abschrecken lassen.

Insgesamt empfinde ich das Buch als großartig. Aber mit den Schlussworten von Christina Brudereck auf die Frage, was sie an Claiborne und Haw (den Autoren) nervt:

“Sie nerven, weil sie recht haben. Die Wahrheit ist nicht kompliziert oder schwer zu erkennen, sondern sie ist nur unbequem.”

 

Fazit: Was nimmst du aus diesem Buch mit?

Claiborne lebt und praktiziert den christlichen Glauben, wie nur wenig andere (der Öffentlichkeit bekannte Personen). Er nervt, hinterfragt und inspiriert mich. Ohne ein christlicher Superstar mit frommen Sprüchen zu sein, ist er wahrhaft authentisch.

Würdest du dir das Buch wieder kaufen?

Ja.

Obwohl es so teuer ist?

Ja.

Würdest du es weiterempfehlen?

Ja (aber mit der gleichen Einschränkung, mit der ich Filme empfehle…).

Stimmt es, dass du Claiborne mal getroffen hast?

Jaaaa – bei Facebook gibts sogar ein Foto davon 😀

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