Liebe. Sonntag.

Meine Frau erwähnte neulich in einer Predigt die Geschichte eines achtjährigen Jungen, dessen jüngere Schwester Leukämie hatte. Man sagte ihm, dass seine Schwester ohne eine Bluttransfusion sterben würde und seine Eltern fragten ihn, ob sie sein Blut testen dürften, um zu sehen, ob es mit ihrem Blut kompatibel sei.

Er willigte ein.

Sie ließen sein Blut testen und es passte. Dann fragten sie ihn, ob er seiner Schwester sein Blut spenden würde, da dies die einzige Überlebenschance für sie wäre. Er sagte, dass er darüber über Nacht nachdenken würde.

Am nächsten Tag sagte er seinen Eltern, dass er bereit wäre, sein Blut zu spenden. Sie brachten ihn ins Krankenhaus und legten ihn auf eine Bahre neben seine kleine Schwester. Beide wurden an den Tropf gehängt. Eine Krankenschwester nahm dem Jungen einen halben Liter Blut ab.
Der Junge lag schweigend da, als das Blut, das seine Schwester retten sollte, vom Tropf herunterrann. Schließlich kam der Arzt vorbei und fragte, wie es ihm denn ging.

Da öffnete der Junge die Augen und fragte: “Wann werde ich denn sterben?”


aus: J.Ortberg: “Die Liebe, nach der du dich sehnst

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