Zu guter Unterricht.

Zu guter Unterricht.

Diese Woche gab es die erste kleinere Verletzung eines unserer Glasknochen-Mädels im Unterricht.
Aber nicht – weil irgendwelche Raufbolde unachtsam waren. Auch nicht, weil bei 120 Fünftklässlern im Gang schnell mal Gedränge entstehen kann. Sondern, weil die Schülerin sich so sehr über das erfolgreiche Rechnen einer Mathematik-Aufgabe gefreut hat, dass sie in spontanen Jubel ausgebrochen ist und versehentlich mit dem Fuß gegen den Tisch trat. Zum Glück war nichts gebrochen – nur eine kleine Schwellung.

Bemerkenswert war für uns jedoch die Reaktion des Mädchens. Obwohl sie leichte Schmerzen verspürte, verbat sie sich ausdrücklich einen Anruf bei den Eltern und wollte unbedingt in der Schule bleiben. Und das, obwohl sie an dem Tag ohne ihre Schwester im Unterricht war. Sie fuhr lieber mit hochgelegtem Fuß in die Mensa, als sich entspannt zu Hause auszuruhen.  Und das sagt einiges darüber aus, wie wohl sie sich in der Klasse fühlt. Wie gut die Atmosphäre innerhalb der Klasse ist.
Klar gibt es Anpassungsschwierigkeiten. Aber wenn Kinder gerne in die Schule gehen, dann ist erst mal ein ganz großer Schritt geschafft.

Für uns als Lehrer heißt die Konsequenz jedoch ab sofort: Unser Unterricht darf nicht zu gut sein! Erfolgserlebnisse, die zu ausgelassener Freude führen, sind unbedingt zu vermeiden. Smiley

Kommentar verfassen

%d Bloggern gefällt das: