Ministermemory

Ministermemory

von Eva Tellmann

Normalerweise gehen meine Unterrichtsvorbereitungen so: Ich weiß, was die Kinder lernen/ können sollen, und dann suche ich die passende Methode dazu.

Heute sollte meine Klasse die BundesmnisterInnen kennenlernen. Der Name, die Partei und das Ressort reichen. Ob man sich diese dann langfristig merken sollte/ kann, ist fraglich, aber ich halte es für wichtig, dass Schüler zumindest schon mal von Sigmar Gabriel oder Wolfgang Schäuble gehört haben. Ich habe mich entschieden, das Ganze spielerisch anzugehen… mit einer Memoryvariante.

Also: Frau Merkel und ihre Minister sind zusammen 16. Auf die eine Karte kommt das Foto mit Namen und Partei und auf die andere Karte das Ressort… macht 32 Karten. Das ist für ein Memory recht wenig. Also habe ich drei Karten gemacht: eine mit Bild, eine mit Namen und Partei und eine mit Ressort, macht 48. Es spielen immer drei Schüler in einer Gruppe, damit sie auch oft drankommen. Weil keiner weiß, dass Heiko Maas Justizminister ist, braucht jede Gruppe einen Kontrollbogen.

Spielregeln:
Jede Gruppe (2-4 Leute) legen die 48 Karten verdeckt auf den Tisch, wobei immer drei zusammengehören. Jeder darf im Uhrzeigersinn drei Karten aufdecken. Wenn zwei passende aufgedeckt liegen, bleiben sie offen am Tisch und der Schüler bekommt zwei Punkte. Wird die dritte, passende Karte umgedreht, bekommt der Schüler drei Punkte und nimmt alle drei Karten an sich. Der Nächste ist an der Reihe. Wer auf dem Kontrollbogen nachschauen muss, welche Name zu welchem Bild und Ressort gehört, bekommt einen Minuspunkt. Man kann und muss seine Mitspieler kontrollieren: Wenn jemand Angela Merkel als Verteidigungsministerin einkassieren will, kann man auch auf dem Kontrollbogen nachschauen. Hat mein Mitspieler einen Fehler gemacht, gibt das 1 Minuspunkt für ihn, ich bekommen dann für das Nachschauen keinen.
Das Spiel dauert etwa 35-45 Minuten. Es ist geeignet für Schüler ab der Mittelstufe. Schwierige Schüler haben dafür weder Geduld noch Frustrationstoleranz.

Was es bringt: Die Schüler lernen spielerisch die Minister kennen….zumindest von Hörensagen.
Was es nicht bringt: Was ein Kanzleramtsminister macht, lernt auf diese Weise niemand.
Wann man es einsetzen kann: In Vertretungsstunden, an Gelenkstellen, vor den Ferien.
Was meine Schüler sagen: Nur zwei Karten hätten gereicht. Unter Umständen hätte ich die Namen mit Ressort und Partei als Hausaufgabe geben sollen. Das Spiel wäre dann quasi die Lernkontrolle.
Die Variationen: Memory kann man immer einsetzen, wenn man langweilige Fakten nett verpackt an den Schüler bringen will.

Wegen der Rechte an den Politikerbildern steht das Memory leider nur im Internen Downloadbereich zur Verfügung (nachher verklagt uns noch die „Wer-betrügt-fliegt“-CSU 😉 ). Interessierte Kollegen schreiben einfach eine Mail 🙂

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