Liebes Ministerium,

OneNote class notebooks

Microsoft hat sich in letzter Zeit bemüht, Schulen kostengünstiger mit Office auszustatten und in diesem Zusammenhang endlich OneNote die Bedeutung verliehen, die es verdient:

Mit “OneNote Class Notebook” kann man ein zentrales Klassenbuch erstellen, das in drei Bereiche unterteilt ist: Schüler-Notizbücher, eine klassengemeinsame Inhaltsbibliothek und ein Bereich für Zusammenarbeit kleinerer Schülergruppen. Das sind weit mehr Möglichkeiten, als ich sie mit meiner simplen Lehrer-zu-Lehrer-Kooperation nutze. Kostet aber auch weit mehr. So hübsch Microsofts Werbe-Video mit glücklichen Lehrern und begeisterten Kindern auch anmutet – weder haben meine Schüler genug Geld für Surface 3-Tablets, noch ich selbst.

Der Grundgedanke dahinter ist jener, der auch 4teachers.de antreibt: Zusammenarbeit.

Es braucht keine teuren Windows Tablets und auch keine Microsoft Office-Umgebung. Schulen müssten nicht mit der neuesten Hard- und Software ausgestattet sein, um die Lehrqualität entscheidend nach oben zu treiben:

Liebes Ministerium: Baut uns Lehrern doch einen Supermarkt. Einen bundesweiten Supermarkt der Ideen und Arbeitsblätter. Gerne auch einen leeren – wir füllen ihn dann selbst. Das kostet nicht viel, spart langfristig Milliarden (!) und macht uns zu glücklicheren, besseren Angestellten des Landes.

Wie wärs?

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7 Responses to Liebes Ministerium,

  1. Sebastian says:

    So etwas gibt es in den USA bereits seit längerem:
    http://www.teacherspayteachers.com
    Ich habe das eine oder andere Arbeitsblatt gekauft und für meinen Englischunterricht im BG angepasst.

  2. Max says:

    Seit kurzer Zeit gibt es in Deutschland die Webseite http://www.meinunterricht.de dort sind zahlreiche Arbeitsblatter zu finden von namenhaften Shulbuchverlagen.

  3. Tobias Schoel says:

    Ich raff nicht, was du hier für eine Forderung aufstellst. Einen Supermarkt für Ideen und Arbeitsblätter? Was soll denn der Schmarrn? Das Geld für die Software und Wartung des Bezahlsystems sollte wohl bitte mal in die Entwicklung von Materialien zum Füllen gesteckt werden. Der Staat hat nicht durch das Verkaufen von Arbeitsblättern an Lehrer zu verdienen, er hat sie ihnen frei zur Verfügung zu stellen.

    Alles andere als die Forderung, endlich mal konsistente, modulare, frei zugängliche und portable digitale Lernmaterialien samt Nutzungssoftware zu erstellen, gehört ins letzte Jahrhundert.

  4. WolfGang says:

    Bitte reiche deinen Vorschlag einmal ein im Schulministerium,
    Referat 222
    Schulverwaltung, Schulpflicht,
    Schulverhältnis, Ausbildungs-
    und Prüfungsordnungen und
    Rechts- und Verwaltungsangele-
    genheiten der Gymnasien,
    Berufskollegs und besonderen
    Einrichtungen, Datenschutz,
    Bundes- und Landesgesetze
    MR Minten. Ich wäre sehr an der Antwort interessiert.

    • Ach.. die sind ja nicht doof und können selber rechnen.
      Einen OpenSource-Supermarkt-Selbstbedienungsladen könnte man für wenige hunderttausend Euro auf die Beine stellen und administrieren. In den letzten zwanzig Jahren wurden deutschlandweit rund 5 Milliarden Euro für Schulbücher ausgegeben – wer bin ich, mich mit den Verlagen anzulegen, die hier richtig Geld verdienen?

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