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Radios im AT-Unterricht

Vergangenes Jahr habe ich mit meinem Wahlpflichtkurs Technik eine lange Reihe zur Elektrotechnik gestartet. Um ihnen (und mir) das Lernen und Lehren zu vereinfachen, habe ich ein Workbook zu dem Thema erstellt, mit dem die Schülerinnen und Schüler die Grundlagen der Elektrizitätslehre erlernt haben.

Nach vielen Experimenten und noch mehr Theorie habe ich gemeinsam mit einem Referendar Ende des Schuljahres ein größeres Projekt begonnen: Der komplette Bau eines Radios.

Grundlage des Ganzen ist ein OPITEC Bausatz. Jeder Schüler durfte auf Basis dieses Modells sein erworbenes Wissen nutzen, um das Radio zu erweitern. Am Ende gibt es bei 24 Schülern tatsächlich 24 unterschiedliche Radios. Viele wurden mit einer LED Beleuchtung versehen (“Wie setzt man die LED-Schaltung so an, dass sie nur leuchtet, wenn das Radio an ist?”), eines mit einer Standby-Lampe (“Wie …, dass sie nur leuchtet, wenn das Radio aus ist?”). Eine Schülerin ersetzte den An-Aus-Schalter durch selbstgebaute Touch-Keys (Eine Kombination aus bistabiler Kippschaltung und zwei Sensorschaltungen aus hintereinander geschalteten Transistoren mit eigenem Stromkreis), andere erweiterten die vorgegebene Platine um ein oder zwei weitere Lautsprecher. Zwei Radios bieten inzwischen die Möglichkeit, das eigene Handy anzuschließen (aux-in) und darüber Musik zu hören, ein weiteres lässt den Anschluss eines Kopfhörers (aux-out) zu. Die meisten Radios haben einzelne Holzelemente durch Acrylglas ersetzt (“Wie verarbeitet man das eigentlich?”), bei einem eine manuelle Senderanzeige konstruiert. Alle Erweiterungen sind selbst gebaut und selbst verlötet – nichts davon ist ein fertiges Bauteil, das man nur anstecken muss. An ganz vielen Stellen musste man ausprobieren und neu versuchen, bspw. weil die Beleuchtung dem Radio den Strom geklaut hat.

In der Abschlussbesprechung haben alle Schüler ihr Werkstück den anderen vorgestellt und “verteidigt”.

An dieser Stelle bin ich wirklich beeindruckt von den Leistungen der Schüler, die – hoffe ich zumindest – eine Menge aus dieser sehr langen Reihe mitgenommen haben. Spaß hat es allen gemacht. Mir auf jeden Fall.

Zu guter Letzt – ein paar visuelle Eindrücke:

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Saustark!
Ich habe OPITEC angeschrieben und um Erlaubnis gebeten, das Workbook hier veröffentlichen zu dürfen. Mal sehen, ob die sich melden. Smiley

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3 Gedanken zu „Radios im AT-Unterricht“

  1. Pingback: AT: Handy-Mikroskope – Halbtagsblog…

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