NETucated: Die digitale Schultasche.

Vor einigen Wochen bin ich von Stefan Malter eingeladen worden, an einer Fernsehsendung zum Thema “Digitale Bildung” teilzunehmen. Ich hatte damals schon ausführlicher über den Drehtag geschrieben, der mir sehr viel Spaß gemacht hat.

Ich durfte ein bisschen was über meine papierlose Schultasche erzählen, über die Arbeit mit Lerntheken und darüber, ob meine Kollegen mich als Nerd betrachten. Offiziell startet die Reihe NETucated erst nächste Woche, aber auf der Homepage des Senders ist mein Beitrag schon heute zu sehen. Mit freundlicher Genehmigung des Senders darf ich die Sendung hier einbetten:

Die weiteren Sendetermine sind im Kalender der Homepage zu finden (ab 2. August).

Anschauen lohnt sich Smile.

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  1. Ich studiere Lehramt für die Fächer Mathe und Deutsch und kann dir was den Unterricht in Mathe angeht nur zustimmen: Digitale Technik ist ein echter Gewinn, wenn man weiß, wie sie zu nutzen ist. In Deutsch wird das dann schon schwieriger, meiner Meinung nach gibt es da fachlich leider noch viel Aufholbedarf. Meine Praktikumsschule war technisch ziemlich gut ausgestattet, mit Whiteboards in jedem Zimmer Usw. die von den Kollegen auch immer lieber genutzt werden, da es einfach sehr praktisch ist, Anschieben zu speichern, hochzuladen. Schönes Wochenende, Nina

  2. Pingback: Digitalisierung in der Schule – Halbtagsblog…

  3. Lieber Jan, habe mir das Interview und auch das von Daniel Jung angesehen. Ihr beide sagt viel Richtiges. Besonders gut hat mir die Reduktion auf das Wesentliche gefallen.

    Mir fällt jedoch Folgendes dabei auf:
    Es gibt hunderttausende Videos zu Matheproblemen, habe mich da schon mal versucht durchzuklicken und Brauchbares und Schrott gefunden, so ist das nun mal. Ich kann mir gut vorstellen, dass manch frustrierter Schüler lieber ein You-tube-Video anschaut von einem, der besser erklärt, als sein ebenfalls frustrierter Mathelehrer, der nicht erklären kann – großes Problem! Du macht deine Lerntheken auch für Physik und ich verstehe dein Anliegen der Leistungsdifferenzierung. Ich kann mir beides (Lerntheken und Videos) sehr gut auch für spezielle Grammatikprobleme in den Frendsprachen vorstellen – sprich überall dort, wo es ein Problem und eine Lösung gibt.
    Ich sehe in meinen Fächern aber ganz klare Grenzen. Eine Gedicht- oder Literaturinterpretation ist tendentiell offen, eine Textanalyse ebenfalls, wie auch eine Argumentation sich eben nicht auf eine A5-Lernkarte bringen lässt. Auch Geschichte ist zuallererst eine narrative Wissenschaft. Das heißt nicht, dass ich frontal vorne stehe und den Schülern erzähle, was ich weiß. Ich kann eine Bild- oder Textanalyse aber auch nicht auf 5-Minuten-Einheiten herunterbrechen und sagen, dass ist es, was ihr wissen müsst. Schüler müssen hier eher das Bewerten von Auffindbarem lernen, das ist ein ganzheitlicher Prozess, bei dem es mehrer Lösungswege und Lösungen geben kann. Die Quelle ist für alle gleich, der Erkenntnisgewinn je nach Leistungstärke unterschiedlich. Vieles geschieht in meinem Unterricht in individueller Einzelarbeit oder Partnerarbeit, aber ein Lehrer-Schüler-Gespräch über möglich Erkenntnisse halte ich dann doch für unabdingbar. So können Schüler merken, was man noch entdecken konnte und in welche Richtungen man noch hätte denken können. Vor allem eine hohe sprachliche Kompetenz, diese Erkenntnisse dann in nachvollziehbare Zusammenhänge zu bringen, ist dann das Ziel. Jeder schreibt aber individuell. Selbst wenn alle die gleichen „Fakten“ vorliegen hätten, wären die Erklärungszusammenhänge unterschiedlich gut und müssen ganz individuell, oft für den Lehrer arbeitsreich durchdacht und bewertet werden und mit Tipps versehen. Dafür sehe ich noch keine You-tube-Videos und keine Lernthekenkarten. Es mag Wissenvidoes für Deutsch und Geschichte und sicher auch für andere gesellschaftswissenschaftliche Themengebiete geben, aber keine, wie ich selbst zu solchen Erkenntnissen komme. Das soll deinem Ansatz nicht widersprechen, aber ich denke, wir müssen akzeptieren, dass nicht alles gleich beigebracht werden kann.
    Liebe Grüße von Lilo

    • Völlige Zustimmung.
      In Mathematik klappt das vor allem deshalb so gut, weil die echte Übungszeit so hoch angesetzt ist. Gerade in den sprachlichen Fächern wüsste ich keinen Weg, dass so krass umzusetzen.