Im Tempel mit der 360° Kamera

Unter der Woche war ein Kollege von mir im Westfalenstadion in Dortmund und hat sich das Spiel gegen Real Madrid angeschaut. Freundlicherweise hat er meine 360° Kamera mitgenommen und vor dem Spiel von der Südtribüne aus fotografiert

und auch gefilmt. (Anmerkung: Dies ist nur im Webbrowser zu sehen, nicht im RSSFeed)

Innerhalb des Fotos und des Videos kann man mit der Maus die Perspektive verändern und sich beliebig umschauen. Sieht man sich die Filmaufnahme in einer VR-Brille an, ist es, als würde man mit auf der Süd stehen – atemberaubend!

Die Kamera ist eine “Elecam 360”. Sie besteht aus zwei rückseitig aneinandermontierten Kameras, die jeweils ein 220° weites Foto schießen, dass im Inneren zu einem Vollsphärenbild zusammengerechnet wird. Die Bedienung ist intuitiv über drei Knöpfe am Gehäuse steuerbar – noch besser geht es aber per Handy-App. Dazu baut die Kamera ein kleines WLAN auf, um sich mit einem Smartphone verbinden zu können. Damit lässt sie sich dann auch von Ferne bedienen. Gespeichert werden Fotos und Filme auf einer MicroSD-Karte.

Leider ist der Schritt von der Speicherkarte zum fertigen Sphären-Bild etwas umständlich:

Bereitstellen auf Youtube

Das Umwandeln einer Videoaufnahme geht ganz leicht, dazu braucht man allerdings den Elecam-Konverter (ein Programm, das die Firma anbietet, um die Fotos & Videos sinnvoll umzuwandeln):

  1. Film auf die Festplatte kopieren.
  2. Konverter starten und auf “Add” (engl. “hinzufügen”) klicken.
  3. die Aufnahme auswählen
  4. Qualität unten auswählen (low/medium/high)
  5. Speicherort festlegen
  6. “Play” drücken (der blaue Knopf rechts unten)

Je nach Computer dauert das einige Minuten. Anschließend das ausgegebene Video auf Youtube hochladen – fertig. Youtube erkennt selbstständig, dass es sich um ein 360°-Video handelt.

Fotos umwandeln

Bilder werden ganz ähnlich umgewandelt:

    1. Foto auf die Festplatte kopieren
    2. Konverter starten und auf “Add” (engl. “hinzufügen”) klicken.
    3. die Bilder auswählen
    4. Qualität unten auswählen (low/medium/high)
    5. Speicherort festlegen
    6. “Play” drücken (der blaue Knopf rechts unten)

Die Bilder werden zügig umgewandelt. Leider ist man jetzt noch nicht fertig.
Unter Windows mit rechts auf die Bilder klicken und Eigenschaften auswählen, anschließend den Reiter Details. Dort muss man den Kamerahersteller ändern in RICOH und das Kameramodell in RICOH THETA S. Fertig.

Lädt man ein solches Bild bspw. bei Facebook hoch, wird es als Sphärenbild erkannt. Alternativ kann man mit dem Panorama Viewer die Bilder direkt im Browser betrachten. Es gibt sicher (auch für Smartphones) Dutzende weiterer Alternativen – einfach nach “360 Picture viewer” googlen.

Nächste Woche fliege ich nach Island – ich freue mich auf ein paar spektakuläre 360° Aufnahmen. Smile

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7 Responses to Im Tempel mit der 360° Kamera

  1. m. says:

    Die Stadionnachbarn werden sich freuen, jetzt ungefragt bei youtube zu sein…
    Aber ansonsten netter Werbeartikel!

    • Bei Sportveranstaltungen etc.
      Siehe „https://www.rechtambild.de/2012/04/fotorecht-in-der-praxis-sportveranstaltungen-und-vereine/“
      Wenn sich jemand meldet, lege ich natürlich gerne einen Filter über einzelne Personen 🙂

      (Ich möchte den Begriff „Werbeartikel“ übrigens zurückweisen. Ich weiß nichtmal, wer hinter „elecam“ steckt und ich bekomme auch weder Provisionen noch irgendwelche Vergünstigungen durch das Erwähnen. Angesichts der Bildqualität möchte ich die Kamera auch eher nicht empfehlen..)

  2. Sebastian says:

    Ein Hoch auf Spielzeug! 🙂
    Ich habe mal Stationenlernen gemacht, bei dem eine Station eine GearVR-Kamera war – ein riesen Highlight für die Schüler.

    • Uhh!
      Welches Fach? Und wie eingebunden?

      • Sebastian says:

        Im Prinzip kannst du so eine VR-Brille in jedem Fach einsetzen. Es gibt dafür auch eine Minecraft-Ausgabe, die dann entsprechend in Technik, Physik, Informatik, Soziologie usw…etwas bringen kann.

        Selber habe ich die Brille als Station im Stationenlernen benutzt. Die SuS brauchten zwar eine kleine Einweisung und ich musste hin und wieder technische Unterstützung bieten, aber die Station lief sehr gut. Natürlich musste ich dann aber eine grobe Reihenfolge festlegen, weil sich sonst 30 Leute auf diese Brille gestürzt hätten 🙂

        Konkret genutzt habe ich es bei folgenden Themen:

        Praktische Philosophie Weltreligionen: Die SuS konnten Mekka besuchen und die Stationen der Hadsch aus der Egoperspektive erleben.

        Gesellschaftslehre altes Ägypten: Besuch eines nicht geplünderten Pyramidengrabes mit entsprechenden Infos über…öh… Nofretete glaube ich.

        Deutsch Beschreibung von Tieren: Das war dann eine Belohnung für eine/n einzelnen SuS. Wir haben vorher einen Beschreibungs-Wettbewerb gemacht und der/die beste hatte die Belohnung und Herausforderung Live eine ausgestorbene Tierart in 3D zu sehen und zu beschreiben.

        Wie du siehst habe ich bisher also nur 3D-Videos genutzt und schöpfe das Potenzial sicher nicht aus.

  3. Sebastian says:

    *GearVR-Brille

  4. Miriam Gronert says:

    Kann es sein, dass es an YouTube liegt, wenn ein Video nicht als 360° erkannt wird? Gestern morgen ging es nicht (auch nicht bei meinen Mann, der an ganz anderer Stelle ein ganz anderes Viedeo hochgeladen hat) und heute funktioniert alles einwandfrei… [stirnrunzel]

    Und dann ist mir noch was seltsames passiert:
    Manchmal wandelt der EleCam Converter meine JPGs in MP4 um, dann geht gar nichts… aber ich hab doch gar keine Einstellungsmöglichkeiten am Konverter. Zum Glück spuckt er meistens auch JPGs aus.
    Ist das bei jemand anderem auch schon mal passiert?

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