Heisenberg-Kompensatoren (Filmphysik)

imageMit meiner 12 kämpfe ich mich gerade durch die Quantenphysik. Für die Schüler ist das Thema – nachvollziehbar – extrem abstrakt und herausfordernd. Ab einem gewissen Level ist “Physik” ein Synonym für “Mathematik mit Fremdworten”.
Um den Fotoeffekt zu demonstrieren, werden Schwämme und alte Socken gegen Wände geworfen und theatralisch durch den Raum schweben gelassen. So richtige Physik versteht halt niemand.

Vergangene Woche habe ich mit Star Wars zu punkten versucht – nun ist Star Trek dran.

In einer Film-Sequenz aus der Folge “Todesangst beim Beamen” aus dem Jahr 1992 werden sogenannte “Heisenberg-Kompensatoren” erwähnt, die offensichtlich ein essentieller Bestandteil des Transporters sind. In einer freiwilligen, kurzen Recherche/Facharbeit sollen die Schüler zunächst herausfinden, wozu der Heisenberg-Kompensator dient (eine Antwort, die gar nicht besonders spekulativ ist und jedem Physiker leicht von der Hand geht).

Anschließend sollen sie eine zweite Recherche durchführen, sich über die sog. „Einstein-Podolsky-Rosen-Paare“ informieren und erklären, warum der „Heisenberg-Kompensator“ heute nicht mehr nötig wäre.

Auch hier ist die Antwort – in einfachen Worten – nicht so schwierig zu ermitteln.

Ich bin noch unsicher, ob diese Version der Motivation irgendwen motiviert, sich intensiver mit Quantenphysik auseinanderzusetzen – zwar haben sich alle Schüler die Aufgaben notiert, ich rechne aber nicht mit mehr als zwei oder drei abgegebenen Zetteln. Mal sehen.

Um den Schülern die Arbeit nicht allzu leicht zu machen, möchte ich bitten, keine konkreten Antworten von Physikern hier als Kommentar zu posten. Zumindest in den nächsten Tagen Winking smile! Meinungen darüber, ob die Aufgabe sinnvoll oder nerdig-bescheuert ist, nehme ich aber gerne entgegen.

#Filmlerntheke

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9 Responses to Heisenberg-Kompensatoren (Filmphysik)

  1. riepichiep says:

    Ich finds (als Nichtlehrer) eigentlich ganz gut.
    Auch, weil es Heisenberg (genauso wie Schrödinger und seine Katze) in die Popkultur geschafft haben!

  2. Johannes says:

    nicht nerdig bescheuert, sondert nerdig gut.

  3. Achim Leonhardt says:

    Wie funktioniert der Heisenberg-Kompensator?
    Die Frage der Fragen. Und die Antwort ist erstaunlich kurz und einleuchtend. Stell sie deinem Kurs.

  4. Jessica says:

    Die Frage, wie der Heisenberg-Kompensator funktioniert, hat Michael Okuda (wissenschaftlicher Berater und künstlerischer Leiter bei Star Trek) schon 1994 umfassend beantwortet.

    Er sagte: Hervorragend, danke der Nachfrage!

  5. Pingback: Lichtgeschwindigkeit aus der Mikrowelle

  6. 'ne mama says:

    Witzig, dass ausgerechnet der (schöngeistig betrachtet) „Schund“ so viel für die Naturwissenschaften abwirft. Hier wurden die Weihnachtsvorbereitungen gerade durch die Frage unterbrochen ob man tatsächlich, wie im aktuell gelesenen Donald-Duck-Comic suggeriert, mit Hilfe von 3000 Pingpongbällen ein gesunkenes Schiff heben kann. Küche nass, Badezimmer nass, Kind sauber, Frage gelöst – aber das Ergebnis ist echt desillusionierend.

  7. 'ne mama says:

    Suchauftrag im Bücherei-Comicstape läuft noch – sieht aus, als wäre das ein alter Comic, an dem noch eine ganz andere Geschichte hängt: https://www.iurastudent.de/blogeintrag/die-versunkene-jacht-donald-duck-und-der-gewerbliche-rechtsschutz

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