Urlaubstagebuch #6: Die Tür

Urlaubstagebuch #6: Die Tür

So sehr es mich auch reizt, das Rätsel der leuchtenden Wand zu ergründen und so sehr ich mir vorstellen kann absolut sicher bin, dass dahinter grässliche Gule und weitere entsetzliche Kreaturen lauern – es gibt Geheimnisse, die andere ergründen müssen. Vornehmlich Leute, die keine Physiklehrer, sondern ausgebildete Marineinfanteristen sind. Oder Batman. Für jene Mutigen, die nach mir anreisen, habe ich Hammer, Axt und Drahtschlinge in der Truhe zurückgelassen.  Familienväter wie ich lösen eher andere Rätsel – familienfreundliche. Dinge wie „wer hat den letzten Doppelkeks gegessen?“ oder „wessen schmutzige Socken liegen hier mitten auf dem Fußboden?“ (beides ich)

An unserem letzten Tag sind wir bei unseren Streifzügen durch Südfrankreich an einen letzten, wunderbaren Ort gelangt: Die Tür.

Viel zu selten gehe ich mit offenen Augen durchs Leben aber manchmal, ganz manchmal, bemerke ich einen. Die Tür – und was dahinter ist – beschäftigt mich noch immer und wird es noch lang. (Für Amy war klar, was dahinter ist: Ein wilder Ozean und ein großes Piratenschiff mit einem gruseligen Piratenkapitän, der am liebsten Popel-Brote isst und anstelle eines Holzbeins eine Poolnudel hat – ich liebe Kinder! Lange noch haben wir während der Rückfahrt über die rote Tür gesprochen. Die entscheidende Frage ist: Was sollte denn am besten dahinter sein?)

Von all den wunderbaren Momenten in diesem Urlaub, den großartigen und den gruseligen, den wunderbaren und ärgerlichen – nehme ich diese Tür – und was dahinter liegt – mit in meinen Alltag. Ich kann es kaum erwarten.

One Reply to “Urlaubstagebuch #6: Die Tür”

  1. Wir werden wohl nicht erfahren, was hinter der Tür ist…
    aber auf jeden Fall ein toller Anlass zum Träumen und Philosophieren.

    Sehr schönes Foto!

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