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Luxation der Finger (Forts.)

Immer wieder stoßen geplagte Leidensgenossen über die Google-Suche auf meinen Blog: Eine Luxation (Auskugeln) der Finger (insb. der Fingermittelgelenke) ist eine seltene Verletzung, die in meinem Fall nicht völlig verheilt ist. Ich berichtete darüber.

Nun, über ein Jahr später, ein paar aktualisierte Bilder:

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Wie man sieht, sind die Fingergelenke immer noch geschwollen.

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Weiter kann ich die beiden Finger nicht knicken. Ab 90° schmerzt es.

Ich schätze, meine Nebentätigkeit als Herzchirurg und Konzertpianist werde ich aufgeben müssen. (Aber das macht nichts – die Kuscheltiere werden ab jetzt von Carolina selbst operiert und das Klavier funktioniert, seit die Batterien leer sind, sowieso nicht mehr…)

Doof nur, dass ich damit als zukünftiger Volleyballspieler unseres traditionellen Schüler-gegen-Lehrer-Spiels ausfallen werden.

Luxation der Finger

Finger unmittelbar nach der LuxationVor einigen Monaten habe ich mir die Fingermittelgelenke (Articulationes interphalangeales proximales, PIP) des dritten und vierten Fingers ausgekugelt.

Ich habe damals – vermutlich typisch für ‘digital natives’ – im Internet nach Erfahrungsberichten gegooglet. Wie lange dauert das? Gibt es Folgeschäden?

Aber: Nichts. Meine Physiotherapeutin bestätigte mir die Seltenheit dieser Verletzung.

Hier nun eine Diagnose nach fünf Monaten:

Die Gelenke sind immer noch geschwollen, IMAG0010der Ehering wird wohl noch eine Weile herumliegen. Vielleicht sollte ich ihn zu Briefgold schicken? *g*

Die Finger kann ich jeweils im rechten Winkel einknicken – mehr ist nicht drin. Mal schauen, ob und wie lange ich noch daran zu knabbern haben. Nervt ganz schön :-/

Notebook-Webcam im Unterricht nutzen

Immer wieder bin ich versucht, mir eine (sündhaft teure) Kamera zu kaufen, um im Unterricht bspw. kleine Versuche über den Beamer an die Wand zu werfen. Letztlich stehen Kosten und Nutzen in keinerlei Verhältnis zueinander, so dass ich mehr als einmal schon nach einer eleganten Möglichkeit gesucht habe, die WebCam meines Notebooks auf unkomplizierte Art und Weise zu missbrauchen nutzen.

Der Zufall half mir auf die Sprünge: Mit dem MediaPlayer Classic kann man die eigene WebCam augenblicklich anzeigen lassen und auch die Größe des Bildes beliebig skalieren. Das ist prima, denn dieses Programm nutze ich sowieso, um allerlei Videos abspielen zu lassen.

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Wie viele Stunden meines Lebens habe ich mit dem Googeln und Ausprobieren von irgendwelchen Shareware-Versionen verbracht? Immer auf der Suche nach einer Möglichkeit, mir einfach mein eigenes Bild anzeigen zu lassen. Und nun.. Einfach STRG+V drücken. Fertig.

[Meine Kollegin würde jetzt wieer sagen: Warum schreibst du so ein völlig uninteressantes Zeug? Wen juckt das? => Nun, zum Beispiel die zig hundert Leute, die immer noch auf der Suche nach einer Möglichkeit sind, einen TouchScreen abzuschalten oder einen Toner nachzufüllen oder wissen wollen, wie lange die Luxation zweier Finger dauert oder ihren Tablet für mehrere Benutzer einzurichten. Ich meine, genau dafür ist das Internet doch da, damit Menschen (im Unterschied zu einem SocialMedia-Account) dauerhaft Antworten finden..]

Der Physiker & die Wahrsagerin

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Vergangenes Wochenende gab es hier in der Nähe ein großes Mittelalterfest. Mit Rittern und Burgfräuleins, Minnesang und Schwertkampf und für zwei €uro Silberstücke konnte man sich sogar zum Ritter schlagen lassen. Und natürlich mit Kartenlegern und Handlesern. Sozusagen die mittelalterliche Entsprechung der Aktienanalysten heute. Und als Physiker, Naturwissenschaftler, Lehrer oder einfach nur als aufgeklärter Mensch wollte ich es wissen. Wirklich wissen!

Ist da was dran?

“Bist du… einer von denen?”

IMAG0005Vor einigen Tagen fand das traditionelle Lehrer-Schüler-Volleyball-Spiel unserer Schule statt. Eine 9er und eine 10er Klasse hatten sich formiert, um gegen die geballte Kraft unseres Kollegiums anzutreten.

Auf Grund der Luxation meiner Finger konnte ich nicht teilnehmen, aber um die Kollegen zu unterstützen, wollte ich sie zumindest anfeuern.
Und weil ich gerade eher wenig Zeit für meine Tochter finde, habe ich sie früher vom Kindergarten abgeholt und sie mitgebracht.

“Die Lehrer sind die Guten”, instruiere ich sie auf der Hinfahrt. Diese Unterteilung kennt sie vom Fußball – bei der WM sind die Weißen (bezogen auf das Trikot, nicht auf die Hautfarbe ;-) ) immer die Guten. “Die müssen wir anfeuern!”, fahre ich fort. “Lehrer! Lehrer!”

Carolina nickt.

Die Regeln beim Volleyball sind noch etwas zu kompliziert für sie, aber sofort sieht sie den Unterschied zwischen Lehrern und Schülern.

“Papa, warum sind wir nicht für die Kinder?”, fragt sie.

Ich grinse. “Weil sie die Bösen sind. Ich bin ein Lehrer. Also müssen wir die Lehrer anfeuern!”

Einen Moment legt sie die Stirn in Falten. “Bist du… einer von denen?”, fragt sie und zeigt auf die Lehrermannschaft. Klingt da Entsetzen in ihrer Stimme mit?

Ich nicke. Gespannt, was da jetzt kommt.

“Ich nicht”, erwidert sie entschieden und geht ein paar Schritte von mir weg. “Ich bin ein Kind. Also bin ich für die Kinder.”

“Carolina”, rufe ich und versuche drohend zu klingen, um meine väterliche Autorität ins Spiel zu bringen. “Die Lehrer sind die Guten und die müssen wir anfeuern!”

Sie sieht mich, inzwischen gut 10 Meter entfernt auf der anderen Seite des Spielfeldes, mitleidig an, dann dreht sie sich den Spielern zu. “Kinder vor, noch ein Tor!”