Berufsanforderungen (aus Sicht meiner Schüler)

Ein (komplexes) Schaubild aus aktuellem Anlass – jeder möge sich seine eigene Geschichte1 dazu denken. :-)

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“Ach Herr Klinge… das brauche ich später nie. Ich will doch nur xyz werden.”

1: Der “Maurer” ist völlig willkürlich gewählt und die Berufsbeschreibung von mir als Laien mit Sicherheit unvollständig. Sie sollte aber ihren Zweck erfüllen.

[Schule im Schaubild]

Vera & Graphen gehen

IMAG0217Die Vera 8-Prüfung liegt hinter meiner achten Klasse und ich bin mit dem Abschneiden zufrieden. Die diesjährige Mathematik-Vergleichsarbeit war gut zu bewältigen und hatte eigentlich keine blöden Aufgaben. Obwohl man über die Aussage solcher Diagnose-Tests streiten kann, empfinde ich sie als positiv: Die Schüler, die über ein breites Fachwissen verfügen und über die Jahre gelernt haben, selbstständig Probleme zu lösen und zu denken, kamen ziemlich gut klar. Jene, die eher der Strategie des Bulimie-Lernens folgen (vor der Arbeit alles in sich hineinstopfen und dann auskotzen) hatten größere Schwierigkeiten. Letztlich bestätigt das Ergebnis aber die Beobachtung, die ich im Schulalltag mache. Unter den Schülern herrscht weitgehend Zufriedenheit – die überwiegende Mehrheit hatte den Eindruck, gut klargekommen zu sein.

IMAG0218Die Doppelstunde heute morgen (mit dem gleichen Kurs) habe ich mit der Einführung in die linearen Funktionen verbracht. Dazu wurden zwei Mannschaften gebildet. Einer zog eine Karte (s.Bild) mit einem abgebildeten Graphen und musste diesen ablaufen. Der Rest der Klasse musste dann herausfinden, wie der passende Graph aussieht.
Das verläuft eigentlich immer lustig und am Ende gab es ein Unentschieden zwischen den AtomAmeisen (abgekürzt AA) und den Piesel-Piranha (abgekürzt Pipi). Schöne Aspekte sind der Transfer von Alltagsbeobachtungen in die mathematische Sprache und überhaupt, dass man sich mal bewegt. (Sinnvolles) Spielen im Unterricht ist sowieso immer gut.

Die Karten zum Spiel “Graphen gehen” gibt es übrigens hier zum Download.

DFB-Abenteuer Teil 2

ColorTouchVor knapp drei Jahren habe ich mich mit meiner 7. Klasse beim DFB als EM-Nachwuchsreporter beworben. Eigentlich sollte das Schreiben nur eine “Strafarbeit” für das ständige Fußball-Gequatsche der Schüler sein – am Ende nahm der DFB die Bewerbung jedoch an und so mussten meine Schüler Woche um Woche Berichte über die kommenden Gegner der Nationalmannschaft schreiben.

Später besuchte uns das offizielle DFB-Maskottchen und  an einem aufregenden Nachmittag wurde sogar ein Film über die Aktion gedreht, den man sich immer noch ansehen kann.

Heute, drei Jahre später, stehen die gleichen Schüler kurz vor ihrem Schulabschluss. Einige werden in die Oberstufe gehen, andere streben eine Ausbildung an.

In jedem Fall werden sich unsere Wege trennen.

Ein letztes großes Abenteuer werden wir aber noch gemeinsam erleben: Im Juni fahren wir zusammen nach Köln zu einem Länderspiel der Deutschen Nationalmannschaft. Für die Schüler (und für mich) wird das sicher eine aufregende Sache und ein würdiger Abschluss (werden die meisten wohl auch in zehn Jahren meinen Namen vergessen haben – solche Aktionen bleiben im Gedächtnis).

Der lustigste Punkt aber ist: Wenn man schon mit 30 Mann ins Stadion fährt, dann sollte man die Chance ergreifen und ordentlich auf sich aufmerksam machen. Also: Welches Spruchband sollen wir hochhalten? Welche Buchstaben auf die Stirn malen? In welcher Verkleidung auf den Rängen tanzen?

Uns ist jedes Mittel recht, um einen bunten Abend zu genießen :-D

Ich bitte um Vorschläge :-)