Physik fürs Leben

2013-03-22 12.21.22Zwischen den Jahren rief mich meine Frau auf dem Handy an. Sie wäre irgendwo in der Wallachai über einen Nagel gefahren und stünde jetzt mit einem Platten auf einem Parkplatz. Ich solle mir bitte etwas einfallen lassen.

Von solchen Situationen ist man bin ich im ersten Moment überfordert. Ja, was macht man denn nun? Den ADAC rufen? Die Polizei? Meine Schwiegermutter?
Letzten Endes habe ich einen Sommerreifen eingepackt und mich auf den Weg gemacht. Auf dem Parkplatz den Reifen gewechselt und dann in die Werkstatt gefahren. Eigentlich gar nicht so schwer.

Aber wie alles im Leben, muss man es mal gemacht haben, um darüber Bescheid zu wissen. Also

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Geklaute Bilder?

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Vergangene Woche wiesen mich mehrere Schüler unabhängig voneinander darauf hin, dass einige Bilder meines Blogs auf anderen Webseiten auftauchten. Genauer: meine “Schule im Schaubild”-Grafiken.

Interessant finde ich, dass die Schüler durchaus ein Bewusstsein für Copyright haben. Ihnen ist aufgefallen, dass die Bilder eigentlich mir “gehören” und sie wiesen mich darauf hin. Danke! Gerne. Immer!

Ich sprach mit einem Kurs über die mir nun offenstehenden Möglichkeiten und erklärte den Hintergrund der Creative Common Lizenz. Alle meine erstellen Inhalte dürfen unter bestimmten Bedingungen weitergegeben werden.

Den ganzen Nachmittag habe ich (weiterlesen …)

Aktionstag: Saubere Schule

IMAG0827_ZOE014Wie an (fast) allen öffentlichen Einrichtungen ist auch bei uns der Zustand der Toiletten “suboptimal”. Bei knapp tausend Schülern hat man einfach immer ein paar Sonderfälle Idioten, denen es eine Freude ist, sich dort auszutoben.
Heute war an unserer Schule zu diesem Zweck ein Aktionstag. Und mit meiner Klasse habe ich etwas besonderes entworfen.

Die “Siegener Zeitung” war da.

2013-03-12 08.43.16Heute war eine Redakteurin der Siegener Zeitung in meiner Inklusions-Klasse. Die Redakteurin stellte sich zunächst den vielen Fragen der Kinder und beantwortete sie geduldig. Bei “Wie viel Papier verbrauchen Sie pro Tag?” fiel mir spontan eine Fermi-Aufgabe dazu ein, die Frage “Lügt Ihre Zeitung auch manchmal?” wurde geschickt mit einer Anekdote umschifft und bis schließlich die Kinder interviewt wurden war schon die halbe Stunde vergangen.

Ob es etwas besonderes an dieser Klasse gäbe. Wie die Kinder das empfunden hätten, in einer Inklusionsklasse zu sein. Was der Schule noch fehle, um der Inklusion noch mehr gerecht zu werden. Auch ich wurde ein bisschen ausgefragt und musste mich zurückhalten, um nicht Quatsch zu erzählen. “Ja, seit das Wetter besser sei, würde ich die Schüler auch weniger schlagen.”

Der tatsächliche Hintergrund ist jedoch ein ernster. Von der Stadt aus haben meine Zwillinge nur die Erlaubnis, die Klassen 5 & 6 an unserer Schule zu besuchen. Wie es danach weitergeht… keine Ahnung. Ohne Aufzug kommen sie nicht in die Fachräume und oberen Etagen der Schule und die Stadt ist von den notwendigen Investitionen wenig begeistert. Die beiden nach zwei Jahren an eine andere Schule zu schicken, ist aber sicher auch nicht so elegant.

“Papa, was ist ein Negerkönig?”

Aus aktuellem Anlass.

Neulich sahen Carolina und ich ihrem großen Vorbild Pippi Langstrumpf bei allerhand Unsinn zu. Pippi vereinigt alle Eigenschaften in sich, die sich Kinder wünschen. So hat sie ein eigenes Pferd, das sie auch hochheben kann, da sie das stärkste Mädchen der Welt ist. Sie lebt ohne Eltern in der Villa Kunterbunt und kann tun und lassen, was sie möchte. Und sie hat einen Vater, Ephraim Langstrumpf, den König von Taka-Tuka-Land.

“Papa, was ist ein Negerkönig?”, fragt mich meine Tochter.

Was soll man darauf antworten?

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Amoklauf.

Eine kleine Geschichte:

imageVor einigen Jahren drang Charles Roberts in eine Schule der Amish ein, schickte die Jungen und die Lehrerin raus und bedrohte die Mädchen mit einer Pistole. Den Schülerinnen gelang es, ihn in ein Gespräch zu verwickeln und der Mann erzählte, er sei wütend auf Gott und verbittert. Sein erstes Kind sei kurz nach der Geburt gestorben und er könne das nicht verwinden. Er konnte nicht vergeben.
Die älteste Schülerin der Klasse bot dem Mann an, stellvertretend für die anderen zu sterben. Er solle die anderen gehen lassen und sie töten.
Aber er lehnte ab. (weiterlesen …)

Halloween & Mathematik

Heute ist Halloween. Mal wieder. Zeit einen alten Artikel rauszukramen.

Soeben wurde mein Bruder von einem Tiger, einem Piraten, einem Räuber und einigen noch seltsameren Figuren überfallen. Als unsere Tür klingelte und ich irre kichernd und mit einem gekreischten “WAS WOLLT IIIIIHR” selbige aufriss, um kleine Kinder zu erschrecken – stand Schwiegermutter mit sehr, sehr grimmigem Blick vor mir. Auch eine Form von Halloween.

Vor einigen Jahren verbreitete sich unter besorgten Müttern die Legende, dass immer wieder Irre die Süßigkeiten mit Glassplittern versehen, um die Kinder zu verletzen. (weiterlesen …)

Klassenfahrt mit Hindernissen 2

Mein Handy vibriert unangenehm laut in der Stille meines Zimmers. Tamara will wissen, wie meine Nacht war. Und, ich schreibe es den unergründlichen Wundern des Katholizismus zu, in dem 1,60m langen Bett habe ich ganz wunderprächtig geschlafen.
Die 5er haben sich ebenfalls tadellos verhalten, berichtet sie. Ab 21 Uhr hatten wir sie in die Zimmer verbannt – ab 22 Uhr galt Nachtruhe. Und ausnahmslos wurde sich daran gehalten. Perfekt.

Auf dem Weg zu meiner Klasse begegne ich gutgelaunt Schwester Maria. Mit unergründlichem Blick starrt sie zuerst mein Nerd-T-Shirt an (darauf ist heute e in ‘Adrenalin’-Molekül), dann mich. Himmel, denke ich, die Morgenandacht…
“Ich hoffe, Sie haben gut geschlafen”, sagt sie. Eingeschüchtert nicke ich wortlos. “Das Frauenzimmer, welches Sie heute morgen angerufen hat…”, fährt sie fort und mein Herz setzt aus. Ich erwarte Ärger, doch Schwester Maria deutet mit dem Finger auf mein T-Shirt: “Da hätte ich auch Adrenalin im Blut…”
Sie grinst verschmitzt und ich mache, dass ich davon komme.

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Einkaufen mit mir.

Meine Frau und ich gehen einkaufen.
”Schau mal”, ruft sie entzückt und zieht eine Weste aus einem Kleiderständer voller Hemden und Pullover.
“In hundert Millionen Jahren ziehe ich die nicht an!” gebe ich augenblicklich zurück und mustere das fiese Ding.
”Los!”, drängt mich meine Frau.
Ich schaue auf eine imaginäre Uhr. ”Die hundert Millionen Jahre sind noch nicht vorbei”
”Los!”,
drängt mich meine Frau.
Ächzend, als würde ich eine große Last schultern, nehme ich die Weste und schlurfe zum nächstgelegenen Spiegel.
”Und?”, fragt die liebreizendste Ehefrau von allen.

“Wir nehmen sie.”
Noch immer sehe ich ihr Augenrollen, als ich stolz wie ein Pfau mit meiner Weste später zum Elternabend losfahre.

Der statistische Hintergrund des EU-Vorschlags zur TÜV

Datei:Dampfkesselexplosion 1881.jpg2000 Menschen sterben auf Europas Straßen pro Jahr wegen technischer Mängel, schätzt die EU-Kommission. Deshalb sollen Autos und Motorräder jedes Jahr zum TÜV – wenn sie älter als sieben Jahre sind. Hinter solchen Vorschlägen steckt eine ganze Menge (morbide) Mathematik, und ich möchte versuchen, da einen Einblick zu geben.

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