Liebes Ministerium,

OneNote class notebooks

Microsoft hat sich in letzter Zeit bemüht, Schulen kostengünstiger mit Office auszustatten und in diesem Zusammenhang endlich OneNote die Bedeutung verliehen, die es verdient:

Mit “OneNote Class Notebook” kann man ein zentrales Klassenbuch erstellen, das in drei Bereiche unterteilt ist: Schüler-Notizbücher, eine klassengemeinsame Inhaltsbibliothek und ein Bereich für Zusammenarbeit kleinerer Schülergruppen. Das sind weit mehr Möglichkeiten, als ich sie mit meiner simplen Lehrer-zu-Lehrer-Kooperation nutze. Kostet aber auch weit mehr. So hübsch Microsofts Werbe-Video mit glücklichen Lehrern und begeisterten Kindern auch anmutet – weder haben meine Schüler genug Geld für Surface 3-Tablets, noch ich selbst.

Der Grundgedanke dahinter ist jener, der auch 4teachers.de antreibt: Zusammenarbeit.

Es braucht keine teuren Windows Tablets und auch keine Microsoft Office-Umgebung. Schulen müssten nicht mit der neuesten Hard- und Software ausgestattet sein, um die Lehrqualität entscheidend nach oben zu treiben:

Liebes Ministerium: Baut uns Lehrern doch einen Supermarkt. Einen bundesweiten Supermarkt der Ideen und Arbeitsblätter. Gerne auch einen leeren – wir füllen ihn dann selbst. Das kostet nicht viel, spart langfristig Milliarden (!) und macht uns zu glücklicheren, besseren Angestellten des Landes.

Wie wärs?

kooperativer Unterricht mit OneNote

Ein wesentlicher Grundpfeiler dieses Blogs war ist das OneNote-Projekt. Darin beschrieb ich die Möglichkeit, Kollegen den Zugriff auf das eigene Unterrichtsmaterial zu bieten und umgekehrt auf das Material von Kollegen zuzugreifen (bildlich gesprochen: die dürfen in meinen LEITZ-Ordnern stöbern und ich in ihren).
Mittlerweile ist die technische Umsetzung dieses Projekts viel, viel einfacher geworden und weil ich immer noch E-Mails bekomme mit Anfragen zur Unterrichtsvorbereitung mit OneNote möchte ich auf diesen Aspekt (“teilen und kooperieren”) nochmal genauer eingehen.

imageOneNote ist eigentlich die 1:1-Umsetzung  von klassischen Leitz-Ordnern in den Computer (hier habe ich in einem Video detaillierter erklärt, wie ich mit OneNote arbeite). Seit einigen Jahren arbeite ich mit dem Programm und es ist und bleibt für mich die eierlegende WoOllmilchsau unter den Officeprogrammen.

Der Aufbau ist klar strukturiert:

Links sind meine Notizbücher (bei mir: Arbeitsblätter, Dokumente, Unterricht), oben in der Leiste die Abschnitte innerhalb eines Ordners (Mathematik, Physik, etc.) und rechts dann die Seiten innerhalb eines Abschnitts.

Seit einiger Zeit bietet OneNote an, Notizbücher nicht nur auf dem heimischen PC zu führen, sondern auch “in der Cloud”, d.h. online. Ein solches Notizbuch kann ich auf verschiedenen Computern (oder Smartphones) öffnen und bearbeiten – es wird immer und überall auf dem gleichen Stand gehalten.

Diese Notizbücher kann man auch anderen Menschen zugänglich machen. Das Problem dabei ist nur, dass andere Menschen unser Material vielleicht durcheinanderbringen oder verändern. Doch das lässt sich mit OneNote und einer “nur lesen”-Beschränkung verhindern.

Am einfachsten funktioniert das mit OneNote 2013.
Ein Web-Notizbuch kann man über Datei – Freigeben – Personen einladen ziemlich einfach anderen Usern zugänglich machen. Ganz besonders (!) wichtig ist der kleine Auswahlkasten rechts: Hier bestimmt man, ob der Gast auch Schreibrechte, oder nur Leserechte bekommt. Letzteres ist hier angebracht.

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Mein Unterricht wird nun einigen Kollegen zugänglich gemacht und sie können auf mein Material zugreifen. Umgekehrt hab ich die Möglichkeit, um Unterricht meiner Kollegen zu stöbern und mir gute Ideen rauszusuchen. Exemplarisch hier zu sehen:

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Wenn man mit den Office-Programmen nicht zurecht kommt (oder sie nicht hat), funktioniert die Freigabe auch über das Web-Interface von Office Online.

Zunächst www.onenote.com und das entsprechende Notizbuch erstellen/öffnen. Anschließend auf Datei und Teilen klicken:

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Auch hier: Nicht das blaue Feld “Recipients can edit” (Teilehmer können bearbeiten) übersehen! Nichts ist ärgerlicher, als wenn die Kollegen “kopieren” und “ausschneiden” verwechseln.

Es besteht sogar die Möglichkeit, sein Notizbuch komplett öffentlich zu führen. Nun bin ich noch nicht so eingebildet, dass ich meinen Unterricht für weltöffentlich wert erachte – aber es mag sein, dass ich irgendwann einem Kurs von Ferne Zugriff darauf erlauben möchte und das geht.

Ist das eingerichtet, kann man sich wunderbar gegenseitig in die Karten schauen.

Wozu soll das gut sein?

An vielen Schulen wird z.B. das Fach “NW” unterrichtet. Weil aber niemand “NW” studiert hat, sondern Bio/Chemie/Physik wird in der Praxis dann oft – je nach Lehrer – auch nur Bio/Chemie/Physik unterrichtet. Gerade projektorientierter Unterricht lädt aber zum kreativen Austausch ein. Im Fach NW habe ich weit mehr Freiheiten als in Mathematik. In Technik mehr als in Englisch.
Mir zumindest macht es Spaß, mich mit Kollegen auszutauschen – die wissen nämlich meist mehr als ich… Zwinkerndes Smiley

OneNote (vs. Evernote) (mobile)

Nach wie vor verwalte ich meine Unterrichtsvorbereitung mit OneNote. Es ist und bleibt die eierlegende Wollmilchsau unter den Computerprogrammen und weder Evernote noch (beliebige Alternative einfügen) vermag mich davon abbringen.

Die Synchronisation ausgewählter Notizbücher mit meinem Tablet verläuft problemlos, obwohl die mobile App von OneNote mit dem Wort “rudimentär” allenfalls höflich beschrieben ist.
Seit kurzem bin ich in der Beta-Tester-Gruppe für die Android-App von OneNote und darf zukünftige Features schon jetzt ausprobieren. Und tatsächlich gibt es neues:

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Lehrerfortbildung zu OneNote

Am Samstag hatte ich die Ehre (und das Vergnügen) eine Fortbildung zum Thema “Unterrichtsorganisation mit Microsoft OneNote” leiten zu dürfen. Angefragt wurde ich vom Studienkolleg der Stiftung der Deutschen Wirtschaft. Diese Stiftung vergibt u.a. Stipendien an Lehramtsstudenten, um diese besonders zu fördern.
Ich bin jemand, der sich recht mühsam durchs Studium gequält hat und so weit weg von einem Stipendium, wie Schalke 04 von der Deutschen Meisterschaft – ein ewiger Traum, auch “mal dazu zu gehören”.

Zwei unterschiedlichen Gruppen durfte ich berichten, wie ich meine Unterrichtsaufzeichnungen und mein Material so strukturiere, um möglichst viel Zeit zu sparen. Denn ein großer Teil der Vorbereitung von Unterricht besteht aus dem Zusammensuchen von “gutem Stoff”.
Als skurril empfand ich die Beobachtung, dass kaum einer der Lehramtsstudenten, Referendare und Lehrer sein Smartphone in der Hand hatte. Weder beim Frühstück, noch beim Vortrag oder dem Mittagessen. Und das lag nicht etwa daran, dass sie keine gehabt hätten – sie schienen allesamt einfach fokussiert auf die Fortbildung zu sein.
Fand ich sehr beeindruckend.

Spaß hat es gemacht und womöglich hat der ein oder andere eine Anregung gefunden, zukünftig unübersichtliche “Unsortiertes”-Ordner auf der Festplatte zu vermeiden.

OneNote gratis (& für Mac)

multiplatformAn verschiedenen Stellen habe ich in diesem Blog über OneNote gesprochen – die eierlegende Wollmilchsau unter den Computerprogrammen schlechthin – und für Lehrer meines Erachtens ideal geeignet. (Wer es nicht kennt: Ich habe hier und hier eine Einführung dazu geschrieben und auch mal ein Video dazu erstellt (s. Ende des Artikels).

Bisher fristete OneNote ein Schattendasein im Office-Paket. Dort wurde es wenig bis gar nicht wahrgenommen – aber das hat sich ab heute geändert:

OneNote ist gratis.

Ich kann nur jedem empfehlen, sich OneNote anzusehen. In dem Video unten reiße ich kurz an, wie ich meinen Unterricht strukturiere und vorbereite. Und ehrlich: Ich habe kein Blatt Papier mehr hier rumliegen. :-)

 

Nachteile?

Ja.

Denn es gibt einen Unterschied zwischen dem (Premium) Office OneNote und dem Freemium Gratis OneNote: Die kostenlose Version verzichtet zunächst auf SharePoint-Unterstützung, Versionsgeschichte und die Outlook-Integration. Nichts davon ist für den Normaluser relevant.
Ärgerlicher ist, dass das Gratis-OneNote wohl nur mit WebNotizbüchern funktioniert – die Daten liegen also in jedem Fall auf den Microsoft-Servern. Abgesehen von Fragen des Datenschutzs ist das auch ab bestimmten Dateigrößen quatsch. Ich zumindest habe eine Menge MP3s, Bilder, Filme und Dokumentationen in OneNote abgelegt – solche Datenmengen funktionieren nur offline.

OneNote für Android

Seit einigen Tagen ist OneNote auch in einer Variante für Android herausgekommen.

Damit bin ich (endlich) MobileNoter los, das nur eine sehr rudimentäre Übersetzung von OneNote auf der Android-Ebene war (read only, viele Fehler & Abbrüche).

Die offizielle App hat auch einige Mankos: Sie funktioniert nur mit Notizbüchern, die man via Windows Live Synchronisiert. Meine riesigen Unterrichtsnotizbücher sind damit ausgeschlossen. Bleiben kleinere Notizbücher. Organisatorisches (bspw. Schülerlisten: Wer hat schon für den Ausflug bezahlt?), AGs und Ideen für Vertretungsstunden. Hin und wieder schiebe ich mir auch die Stunden für den nächsten Tag da rein. Viel mehr als meinen Tablet brauche ich nicht. Nichts großes, aber ganz gut, es immer dabei zu haben.

Schade: Der Stift vom Flyer wird bisher nicht unterstützt. Da aber inzwischen auch Samsung einige Geräte mit Stift ausliefert, hoffe ich, dass das noch nachgerüstet wird.

Auf den Bildern (Fotoexperimente mit Schülern) der Vergleich zwischen dem mobilen OneNote (oben) und dem echten (unten). Die Synchronisation klappt ganz wunderbar.
Und mit der Zeit… wer weiß. :-)

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37°–Immer mit Herzblut. Auch fachfremd.

Ein bisschen überrascht bin ich schon von dem Trailer für die Lehrer-Dokumentation heute abend im ZDF.

In wenigen, dramatischen Schnitten werden genervte Lehrer und prügelnde Schüler gezeigt und das Bild völligen eines Chaos präsentiert. Irre ich mich, oder ändert sich das Lehrerbild gerade in der Öffentlichkeit? Aber kann es sein, dass man bei der öffentlichen Betrachtung gerade “auf der anderen Seite vom Sattel fällt”? Von Gerhard Schröders “faulen Säcken” wandelt sich das Bild nun zu einem völlig überforderten Sozialarbeiter, der sich mit Mühe durch 41 türkische, 16 russische Schüler und nur einem einzigen deutschen Schüler in auch nur einer einzigen Klasse kämpft. Aber klar: der ganz normale Lehreralltag in einer durchschnittlichen Schule ist bei weitem nicht so aufregend, als dass man im Fernsehen darüber berichten wollte.

Der Trailer hat mich – ehrlich – erschrocken. Vorausgesetzt, er verfälscht nicht, dann darf ich freimütig behaupten, dass an meiner (Real-)Schule nicht mal im Ansatz solche Verhältnisse wie in besagtem Hamburger Gymnasium herrschen. Vielleicht sollten die Menschen in Hamburg am Ende doch dankbar sein, dass sich die Gymnasialeltern abschotten Zwinkerndes Smiley. Ich kenne auch von meinen Kollegen im Umfeld keine Schule, in der solche Verhältnisse vorherrschen.

Was mir aber (ganz unbescheiden) aufgefallen ist: Im SPIEGEL-Artikel über die Dokumentation wird berichtet, dass ein Lehrer, obwohl er selbst in der 10. Klasse Französisch abgewählt hat, eben jenes Fach nun fachfremd unterrichten muss.
Mit aller nötigen Demut darf ich an dieser Stelle auf mein OneNote-Projekt hinweisen: Durch den (kostenlosen (!), aufwandfreien (!!)) Austausch mit meinen Kollegen sammeln sich auf meinem Rechner gerade – wohlsortiert und ausgearbeitet – die Stunden in den Fächern Technik, Biologie, Chemie, Sozialwissenschaften, Englisch, Deutsch, Religion, Mathe, Physik. Wie gesagt: Ohne Aufwand. Ohne sortieren. Zwei von den aktuell neun Fächern unterrichte ich selbst – für den Rest bekomme ich Tag für Tag, Woche für Woche neue ausgearbeitete Stunden.

Fachfremd unterrichten? Ganz ehrlich – ich freu mich drauf! Smiley mit geöffnetem Mund

Die Fernseh-Dokumentation "Immer mit Herzblut. Lehrer: Mehr als ein Job" ist am Dienstag, 11. Januar, um 22.15 Uhr im ZDF zu sehen.

OneNote Projekt 2.0 abgeschlossen

Ich habe die vergangenen Tage genutzt, um mein OneNote-Projekt auf den neuesten Stand zu bringen. Im Rahmen der Wave4 der Windows Live Essentials wurde ja der Synchronisationsdienst Live Sync durch Live Mesh ersetzt, damit einher ist eine Überarbeitung des Papers vonnöten gewesen.

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Nun also die neue Version des OneNote Projekts zum download hier – bedingt durch das Update auf Live Mesh ist nun ein PC mit Windows Vista oder 7 Voraussetzung, XP wird nicht mehr unterstützt.
Ich habe mich bemüht, alte Fehler auszumerzen und alles auf den aktuellen Stand zu bringen.

Fehler, Anmerkungen und Kritik sind jederzeit willkommen.

OneNote & Live Mesh – Update!

Ein bisschen stolz bin ich ja schon: Über 1000 Downloads meines Papers in den vergangenen Monaten. Nimmt man frühere Versionen dazu, sogar weit über 1000. Und obwohl mein Blog deutschsprachig ist, immerhin 100 Downloads der englischen Übersetzung. Dafür, dass das ein absolutes Nischenprodukt ist, mit spezieller Anwendung in sehr eingeschränktem Rahmen und dafür, dass ich nur ein unbedeutender Referendar unter knapp 800.000 Lehrern in Deutschland bin… Smiley mit geöffnetem Mund

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Abgesehen davon gibt es Updates: Ich berichtete bereits über die aufkommenden Schwierigkeiten bzgl. Windows Live Mesh und dem OneNote Projekt.

Mittlerweile habe ich eine Lösung gefunden – es wird aber noch ein paar Wochen dauern, bis ich mein Paper aktualisiert und mit Screenshots versehen habe.
Wer solange nicht warten will, dem sei hier kurz skizziert die Lösung präsentiert:

Um das Schreibrechts-Problem zu umgehen müssen die Notizbücher zunächst als eine Art Backup an eine dritte Stelle automatisch kopiert werden – statt direkt auf unsere Notizbücher hat Live Mesh dann auf diese “dritte Stelle” Zugriff. Kerngedanke ist, dass der automatische Kopiervorgang nur in eine Richtung läuft: Von unseren Notizbüchern auf den 3rd Place und dann ins Mesh an die Kollegen.
Realisieren möchte ich das mit der Freeware PureSync.

Wem das zu schnell ging: Keine Sorge – bis März läuft Windows Live Sync und zwischen den Jahren werde ich hier eine bebilderte, Schritt-für-Schritt-Anleitung veröffentlichen.

LiveSync & LiveMesh

Alle Nutzer von Windows LiveSync haben vor einigen Tagen eine informative E-Mail von Microsoft erhalten, dass der Windows Live Sync-Dienst zum 31.März 2011 abgeschaltet und durch den neuen LiveMesh-Dienst ersetzt wird.

Wie an anderer Stelle erwähnt ist LiveMesh nicht für das OneNote-Projekt geeignet. Ich arbeite aber gerade an einer Modifikation des Projekts, um die dahinterstehende Idee auch im nächsten Jahr fortzuführen – schließlich muss ich meine Ehrung des “Lehrer des Monats” verteidigen Zwinkerndes Smiley.

Ich hoffe, zwischen den Jahren eine neue Version meines Papers zu veröffentlichen und werde dann auch im Einzelnen vorstellen, wie man weiterhin Unterrichtsinhalte und Materialien zwischen verschiedenen PCs synchronisieren kann.

OneNote-Projekt & Windows Live Mesh

Seit einigen Tagen sind die Windows Live Essentials in einer neuen Version erhältlich. Windows Live Mail, Messenger, Photo Gallery, Movie Maker und auch Live Sync haben Updates erfahren.

Leider nicht nur Gutes.
Denn für das OneNote Projekt bedeuten die aktuellen Updates de fakto das Ende.

Aber der Reihe nach: Wer sich auf der “Live Sync”-Homepage einloggen möchte, findet einen Hinweis, dass man bis Anfang 2011 bitte zum erneuerten “Live Mesh” wechseln möge, der alte Dienst würde dann abgeschaltet.

Die Installation und EInrichtung verläuft weitgehend problemlos.

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Das Programm sieht ansprechend aus und lässt sich ebenso leicht oder kompliziert wie LiveSync einrichten. Einige Sachen sind wirklich cool: Zum Beispiel kann man nun mit seinem SkyDrive-Ordner synchronisieren. Das ist sozusagen eine Online-Festplatte, die Microsoft einem zur Verfügung stellt. Bis zu 5 Gigabyte kann man so bequem im Netz backupen. Der Teufel steckt jedoch im Detail:

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Wenn man Ordner mit anderen Leuten teilt, kann man diesen keine “Nur-Lesen”-Rechte zuweisen. Im Rahmen des OneNote-Projekts liegt meine ganze Unterrichtsvorbereitung in einem Ordner – ich möchte aber nicht, dass er von anderen Kollegen (un-)wissentlich verändert oder zerstört wird.
So ist der Austausch keine Option mehr. Und damit ist das OneNote-Projekt (vorerst) am Ende.

Ich werde mich mit dem Essentials-Team in Kontakt setzen und weiter berichten.

Fortbildung

Ich wurde vom Amt für Lehrerbildung für heute eingeladen, im Rahmen einer Fortbildung der „Lernwelt Saar“ ein Seminar zum Thema “OneNote” zu gestalten. Vor einer Gruppe Lehrerinnen und Lehrer soll ich die Software vorstellen, Zeit zum ausprobieren geben und auch den Nutzen von OneNote im Lehreralltag skizzieren.

Was für eine Ehre!

Ich freue mich sehr darauf.
Gerade weil Prof. Spannagel im Studium meinen Horizont im Bezug auf Web 2.0 und digitale Medien in der Schule unglaublich erweitert hat und ich meine Staatsarbeit über einen digitalen Physikkurs schreiben möchte, bin ich sehr motiviert, anderen Kollegen die Möglichkeiten und Perspektiven von guter Software aufzuzeigen.

Nach einem halben Jahr als Lehrer habe ich immer noch keinen einzigen Ordner im Arbeitszimmer stehen, keinen Papierstapel und keine Hefte. Alles ist digitalisiert. Wenn ich an die Erziehung meiner Tochter, den Schullalltag und meine Renovierungsversuche im Wohnzimmer denke, dann sieht es so aus, als habe ich (ausnahmsweise) mal etwas zu erzählen, was wirklich funktioniert. Smiley

http://lernweltsaar.helliwood.de/Seiten/default.aspx

OneNote-Projekt: Windows Live Sync – Wave 4

Seit wenigen Stunden gibt es einen Einblick in die Updates des “Windows Live”-Systems – unter anderem auch in Windows Live Sync, was zumindest für die OneNote-Nutzer sehr interessant sein dürfte.

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Und der absolute Knaller ist: LiveSync wird wohl mit Windows Skydrive syncen können.

Vereinfacht ausgedrückt: Jeder Besitzer einer Windows LiveID (also jeder, der LiveSync oder MSN nutzt oder eine Hotmail-Adresse hat) verfügt auch über einen Online-Speicher von 25GB. Und diese Online-Festplatte wird demnächst per LiveSync angesteuert werden können.

Die Möglichkeiten sind grandios: Ich kann meine Notizbücher direkt in Skydrive hineinkopieren und dann von jedem beliebigen Rechner auf die Daten zugreifen. Und da im Sommer ein Web-Interface für OneNote veröffentlicht wird, sind wir dann tatsächlich in der Lage, stets auf alles zugreifen zu können.

Langsam, ganz langsam wird das richtig, richtig cool!

OneNote 2010 & 64bit & Drucker

Die meisten Leser werden schon bei der Überschrift abgesprungen – und die Übrigen sind auch genau meine Adressaten.image

Wer ein 64bit Betriebssystem pflegt, muss unter OneNote 2007 auf den Drucker-Treiber verzichten. Es existiert eine alternativ-Lösung, in dem man über Umwege (XLS) druckt – das ist ätzend, aber zur Not besser als nichts.

Office 2010 verspricht da zum Teil Abhilfe. Ich hatte die Gelegenheit, die Kombination von Office 2007 und der final Office 2010 zu testen und möchte an dieser Stelle kurz informieren, was geht und was nicht, Basis ist immer ein 64bit Betriebssystem.

Zunächst das positive: OneNote 2010 installiert einen Druckertreiber, so dass man aus jeder Applikation in OneNote2010 drucken kann.

Aber: Wie man anhand des ersten Screenshots sehen kann, gibt es Probleme! Aus vielen Programmen heraus hat man keine Möglichkeit, das gedruckte Format frei zu ändern. Das heißt, man muss in A4, B4, B5 etc. drucken, kann aber nicht frei wählen.
Das betrifft z.B. Scans von Abby: Habe ich gescannte Seiten, die 12,5 mal 17,8 groß sind, kann ich sie als A4 in OneNote 2010 drucken (und viel weiße Fläche genießen) oder aber verzichten.
imageGleiches gilt für pdf-Dokumente oder Word 2007.  In ON2007 gar nicht, in ON2010 nur in standardisierten Formaten. Ziemlich ätzend, wenn man ein Format hat, was nicht der Norm entspricht.

Die einzige Ausnahme – soweit ich sie gefunden habe – bildet Word 2010. Wie man auf dem zweiten Screenshot leicht erkennt, kann ich hier die Maße frei wählen.

Wer also regelmäßig Fotos oder nicht-DIN-Formate scannt und in OneNote drucken will, der ist mit einem 32bit-System und OneNote 2007 deutlich (!) besser bedient. Ich werde fürs Drucken wohl regelmäßig auf meinen alten Acer ausweichen müssen.

Google Such-Begriffe: OneNote 2007; OneNote 2010, Windows 64bit; x64, Drucker Treiber, printer driver, Format, Größe, Seite, verändern, einstellen, drucken in, drucken von,

OneNote-Projekt – ein Zwischenfazit

Vor einigen Jahren haben ein paar Studienfreunde mit mir ein Projekt gegründet, das uns erlauben sollte, unsere vorbereiteten Unterrichtsmaterialien untereinander auszutauschen. Im Idealfall sollte das ohne jeden Aufwand geschehen (kein Einsortieren etc.) und in einer Art und Weise strukturiert sein, dass wir keine Zeit mit dem Suchen und Verstehen von fremdem Material vergeuden müssten.

Mehr über die Hintergründe findest du hier, eine Anleitung, wie man das Projekt realisiert hier.

Grau ist alle Theorie, sagt man. Seit Anfang Februar muss sich das System also im täglichen Einsatz bewähren und ich möchte kurz berichten, wie das aussieht, wo Schwierigkeiten liegen und was ganz wunderbar klappt.

Fangen wir mit dem Negativen an:

Etwa drei Viertel der Leute, die mit dem System im Laufe des Studiums begonnen haben, sind abgesprungen. Über die Gründe kann ich nur mutmaßen. Die größten Hürden stellen sicher die technische Umsetzung dar (“OneNote..? Nie gehört.”) verbunden mit dem Zwang, am Computer arbeiten zu müssen.

Damit das System läuft, muss jeder seine Stunden ordentlich und bestimmten Auflagen folgend in den Computer schreiben. Ich vermute, dass dies die größte Schwierigkeit darstellt. Gerade am Anfang ist das für viele sicher eine Umstellung, durch die man sich durchbeißen muss. Viele Kollegen schreiben ihre Verlaufspläne lieber in Word (weil sie das kennen) als in OneNote – wenn überhaupt. Mein erstes Fazit lautet also: Das OneNote-Projekt erfordert Disziplin und den Willen, sich mit Neuem zu befassen.

Nächste Schwierigkeit: Je nach Anzahl der synchronisierenden Kollegen und der Fülle an digitalisiertem Material schwillt das Ganze ordentlich an. Nur meine Notizbücher sind schon knapp 15 GB groß – dazu kommen Sicherungen und der OneNote-Cache (zum Durchsuchen von gescannten Bildern). Für aktuelle Festplatten sicher kein Problem – für ältere Notebooks mit bescheidenen Kapazitäten aber durchaus ein Hindernis. Fazit: Man braucht Speicherplatz. Und zwar nicht zu knapp.

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Nun aber endlich zu den positiven Dingen :-).

Dadurch, dass ich alle meine Stundenverläufe, die Arbeitsblätter und Überlegungen in OneNote verfasse, ist mein eigener Unterricht sehr strukturiert. Ich möchte nicht von mir behaupten, ein guter Lehrer zu sein – aber durch die erzwungene Strukturierung bin ich sicher ein besserer Lehrer, als wenn ich mich mit einer Zettelwirtschaft herumschlagen würde. Das ist sicher eine persönliche Vorliebe, die Kollegen mit Leitz-Ordnern genauso erreichen können. Jede meiner Stunden lässt sich – auch im Nachhinein – minutiös rekonstruieren. Ich weiß genau, was ich wann warum gemacht und welches Material ich dafür genutzt habe. Ohne einen einzigen Zettel. Wenn ich diese Einheit also wieder unterrichte, habe ich eine ordentliche Stunde, auf deren Basis ich dann Dinge verändern oder übernehmen kann. Nächstes (persönliches) Fazit: Mein Unterricht wird besser, wenn ich ihn (gezwungenermaßen) in OneNote strukturiere.

Heute bin ich über OneNote mit mehr Lehrern verbunden, als je zuvor. Viele meiner Kollegen haben das Potenzial des Systems erkannt. Tag für Tag bekomme ich von ihnen komplett ausgearbeitete Unterrichtsstunden in Biologie, Chemie, Physik, Technik, SoWi, Englisch, Mathematik, … Nichts davon muss von mir einsortiert werden und abgesehen vom LiveSync-Bug bemerke ich nichts von der Synchronisation. Inzwischen beinhaltet mein OneNote deutlich mehr Stunden von Kollegen, als von mir selbst erstellte.

Ein konkretes Beispiel ist im Screenshot zu sehen: Die Methode “Differenziert mit dem Buch üben” (als Unterseite im Screenshot auf der rechten Seite) habe ich in der aktuellen Einheit zweimal genutzt und mir vom Kollegen Dinkel geklaut. Damit auch andere  (und ich selbst in ein paar Jahren) verstehen, worum es geht, habe ich die Erklärung einfach als Seite angefügt.

Ich freue mich jetzt schon darauf, später fachfremd zu unterrichten und auszuprobieren, was ich da jetzt lese. Letztes Fazit: Das OneNote-Projekt erlaubt mir, blitzschnell im Unterricht meiner Kollegen nach Ideen zu stöbern.

Nach drei Jahren eher theoretischem und nun drei Monaten praktischem Gebrauch bin ich von dem Projekt mehr begeistert denn je. Ich bin ein Mensch, der Struktur und Ordnung liebt und würde meinen Unterricht auch dann über OneNote organisieren, wenn ich ihn nicht mit anderen austauschen würde. Ich habe KollegInnen, die sich, nachdem sie das ganze zwei Wochen probiert haben, sehr begeistert zeigen. Da wächst was zusammen! Zusammengefasst:

Es klappt!

Nach wie vor kann ich also vor allem Referendaren und Lehramtsanwärtern dieses System nur empfehlen. Man braucht Disziplin und muss sich einmal durchbeißen, aber wenn es läuft ist es nur noch… wow! :-)