Fett wie ein Turnschuh

Ich muss mehr Sport machen.
Dezember_93 027Diese Erkenntnis ist nicht neu – aber wie alle guten Ideen brauchte auch diese einige Zeit Jahre, um zu reifen und schlußendlich ausgesprochen zu werden. Gerne würde ich wieder Fußball im Verein spielen – meine vielen Jahre beim SV Hörn als Libero sind mir in guter Erinnerung geblieben; zumindest besser, als mein eines Jahr beim belgischen RUA Plombière, wo ich auf Grund der Sprachprobleme nur mühsam verstand, welche Position ich überhaupt spielen soll…
Aber sehen wir den Tatsachen ins Auge: Trotz brasilianischen Bluts in der Familie bin ich einfach zu schlecht.

Für ein Fitnessstudio reicht meine Motivation nicht. Ganz abgesehen davon, dass mir die Zeit für Besuche dort fehlen, sehe ich gar nicht ein, mit Hin- und Rückfahrt und pipapo jedesmal zwei Stunden opfern zu müssen. Vom vielen Geld ganz zu schweigen. Bleiben noch Fitness-Apps oder Sein-lassen.

Fußballturnier (mit Glasknochen)

Harlem Shake in unserer Schule.

Ein wirklich, wirklich langer Tag ist für mich zu Ende.

Meine (geliebte) Co-Klassenlehrerin Tamara geht in Mutterschutz und lässt mich im Stich mit meiner Klasse allein. Dadurch fehlt sie nicht nur als Person, sondern es müssen für Deutsch und Englisch sinnvolle Lösungen gefunden werden. Verabschiedet wurde sie mit einem Überraschungs-Harlem-Shake meiner Klasse. (ich sprang mit Blumen aus dem Klassenschrank, just in der Sekunde, da sie vor Wut über das Chaos explodieren wollte… :-D ) und einem Frühstück in den ersten zwei Stunden.
Ich selbst bleibe mit Bauchschmerzen zurück. Ich bin gerade ein paar Monate Lehrer und soll allein eine Klasse führen? Und dann eine Inklusionsklasse? Gefühlt hat Tamara alles Wichtige erledigt und immer den Überblick über alles gehabt. Ich fühle mich wie ein Scharlatan.

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Das Eselspiel

Man kann Menschen ja in zwei Gruppen einteilen: Solche, die gerne Gesellschaftsspiele spielen und solche, die das nicht nur nicht tun, sondern die solche Spiele hassen. Ich gehöre zu letzteren. Monopoly oder Risiko sind für mich eine Qual. Auch wenn meine Tochter mit mir spielen will, tue ich das nur äußerst ungern.

Trotzdem halte ich meine Augen stets offen, weil es eine besondere Kategorie Spiele gibt, für die ich mich – sozusagen berufsbedingt – interessiere: Spiele, die man auf Klassenfahrten spielen kann. Und ein solches habe ich gefunden!

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“Lerntheke spielen”

Wann immer ich etwas zur Ruhe komme, wird mein Geist kreativ. Ich suche mir Projekte, auf die ich mich stürzen und in denen ich mich austoben kann. Früher sind das Hörspiele gewesen, die ich mit Freunden zusammen produziert habe. Inzwischen liegt der Fokus mehr auf Schule und Unterricht. Aber ich will am Anfang beginnen.

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Mathe-Quartett zum Download

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Ein weiterer Beitrag zu Spielen im Unterricht. Heute ein Mathematik-Quartett zum Download. Dabei werden die “4 Gesichter einer Zahl” eingeübt und wiederholt. 12 verschiedene Brüche à 4 Darstellungsformen. Verbesserungswürdig ist evtl. die Möglichkeit, dass nicht immer der gekürzte Bruch angegeben wurde – aber meine Schüler spielen das sehr gerne. Mit dabei sind die “Rückseiten” der Karten, damit sie nicht durchscheinen. Ich habe sie ausgedruckt, ausgeschnitten und dann laminiert – funktioniert wunderbar.

Die klassischen Quartettregeln findet man hier.

2012-08-10 19.35.59Mathematik-Quartett als PDF (klick) oder editierbare PowerPoint 2010-Datei (Klick) in der Version 1.0 zum Download.

Computerspiele betrügen

Als ich noch ein Kind war, also bevor wir dieses Internetz oder auch nur Festnetz hatten (wir hatten Telefon! Es gab kein Festnetz.) und Computerspiele noch auf vielen Disketten mit .arj gepackt wurden, da stand für meine Freunde und mich das Spielen am Computer nicht so sehr im Vordergrund. Wir haben größeren Spaß daran gehabt, die Programme zu modifizieren und neue, ungeplante Wege zu erforschen. Zu unserer Zeit ging das noch mit einem HEX-Editor, indem wir Wert für Wert unserer Savegames variiert und auf Veränderung im Spiel überprüft haben.  Ausrüstungsgegenstände ändern, Wände verschwinden lassen, Geschlecht ändern oder Monster ersetzen – nichts war unmöglich. Erinnert sich jemand an die Szene aus dem Film Matrix, indem die Leute sich den Code direkt angucken und darin eine schicke Blonde, Brünette oder Rothaarige sahen?

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Windows 8 Design fürs Android Tablet

In der großartigen TV-Serie “Big Bang Theory” gibt es diese Szene, in der die vier Hauptdarsteller (Nerds Physiker) über ihr Notebook gebeugt im Wohnzimmer sitzen und via Internet das Licht im Zimmer ein- und ausschalten. Von dieser technischen Meisterleistung begeistert demonstrieren sie das der Nachbarin Penny, die jedoch kein Verständnis dafür aufbringt. “Wow, gerade schaltet jemand aus Peking unser Licht ein!”

Spieltrieb halt.

Im Grunde bin ich ein Spielkind. Obwohl mir Handy & Co natürlich viel Arbeit abnehmen, sind sie im Grunde nur die logische Fortsetzung der Lego-Kisten von früher: Ich spiele gerne. Probiere gerne neue Sachen aus und erfreue mich kurz daran.

Seit längerem nutze ich den Launcher7 um meinem Handy das elegante Kacheldesign der Windows Phones zu verleihen. Seit einigen Tagen ist das nun auch für Tablets mit deutlich höherer Auflösung möglich: Die App “MetroUI HD” wirft jede Menge dieser ‘Tiles’ auf den Desktop und bringt etwas Struktur in die Oberfläche.

Flyer 1

Obwohl ich eigentlich ein Fan der HTC Sense-Oberfläche bin, nervt sie mich auf dem Flyer ganz extrem. Eine enorme Platzverschwendung sorgt dafür, dass man nur wenige Apps auf dem Bildschirm ablegen kann, verbunden mit dem langsamen Wechsel der Seiten ist das ziemlich nervig.
Nun also MetroUI HD. Auf 10”-Geräten sicher noch eindrucksvoller, aber zum ersten Mal bin ich nicht ganz so genervt vom User Interface. Das gefällt. Kachelgröße und Art kann man frei bestimmen. Animierte Live-Tiles gibt es (bisher) noch nicht – aber zumindest Facebook gibt direkt Nachricht, wenn es was neues gibt.

Flyer 2

Sehr unschön und darum für den Dauergebrauch nicht so richtig zu empfehlen: Jede Kachel wird als Widget auf dem Bildschirm abgelegt – und das zieht Strom. Und zwar massig. Mein Flyer hält normalerweise drei bis vier Tage durch – mit MetroUI nur noch einen. Auf dem Screenshot zu erkennen: 15:51 Uhr und außer Mails abgerufen und zwanzig Minuten gelesen habe ich nichts gemacht – trotzdem nur noch 54% Akku. Das ist zu wenig. Und Handy und Tablet jeden Abend zu laden, ist mir dann doch etwas viel. Nachdem ich das Gerät komplett neu aufgesetzt habe, hat sich das Problem mit dem Stromverbrauch gelegt.
Außerdem merkt man, dass die App erst ein paar Tage alt ist: Warum zeigt das Kalender-Tile z.B. nur das Datum an, aber nicht den nächsten Termin? Warum kann ich keine bestimmten Fotoalben auswählen (der zeigt so haufenweise Plattencover an)? Warum gibt es keinen Kontakte-Tile? Warum keinen Mail-Tile mit Anzeige der neuen Nachrichten? etc.

Vielleicht ändert sich da was in den nächsten Wochen. So kann ich das bisher jedoch leider nicht empfehlen nur WP7-Fans empfehlen.

Vorlagen für Tiles (Kacheln) gibt es hier und hier zuhauf gratis, ich habe mir irgendwann Icon7 gekauft.

 

Tags: WP7, Android, Tiles, Tablet, Windows Phone 7,

Vertretungsstunden

Ich habe die Möglichkeit, in verschiedenen Klassen Vertretungsstunden zu geben. Je nach Klasse und Fach bemühe ich mich meistens, die Zeit sinnvoll, d.h. arbeitsintensiv zu nutzen.

Je nach Klasse verläuft das unterschiedlich: Einige Klassen kämpfen in erster Linie mit der Disziplin – lockere Spiele wie sie jeder aus der eigenen Schulvergangenheit kennt sind hier schlichtweg nicht möglich. Andere Klassen hängen dem Schulstoff hinterher und müssen dürfen arbeiten. Und gerade wir Lehramtsanwärter haben oft mit Disziplin zu kämpfen – insbesondere die Rabauken wollen natürlich austesten, was sie bei uns dürfen und was nicht. Ich lasse also grundsätzlich arbeiten – im äußersten Fall dürfen die Schüler in Stillarbeit ihre Hausaufgaben machen. Mehr ist bei mir nicht drin. Meistens.

Vor knapp vier Wochen habe ich nun eine 6. Klasse regulär in Mathematik übernehmen dürfen und richtig hart mit denen gearbeitet. Und ich meine richtig hart! In knapp drei Wochen haben wir zwei “schriftliche Übungen” (oder “Tests”) geschrieben, die einige sogar freiwillig (!) Freitags in der 7. Stunde wiederholt haben, um sich zu verbessern. Eine Menge Hausaufgaben und viele Übungen, dazu neue Methoden und ein neuer Lehrer. Ich bin wirklich stolz auf sie! Nun hatte ich zuletzt auch außerhalb des normalen Unterrichts zwei Vertretungsstunden in jener Klasse.

Statt wie üblich Stillarbeit zu machen, wollte ich ein Experiment wagen: Die Klasse hatte sich redlich verdient, auch mal auszuspannen und ihre harte Arbeit der vergangenen Stunden wollte ich honorieren.

Also brachte ich meinen TabletPC mit, einen Beamer und ein Computerspiel: Crayon Physics deluxe (das Video zeigt, worum es geht).

Im Grunde eine undankbare Situation: Über zwanzig Schüler und nur ein Computer sind suboptimal. Ein Experiment halt.

Und genauso habe ich es auch angekündigt – als Experiment. Wenn es Streitereien gäbe, es zu laut würde oder sonstige Probleme, würde ich abbrechen. Und los gings…

Ich habe einen ganzen Haufen schwieriger, mathematischer Aufgaben an die Tafel geschrieben und wann immer ein Tischpaar eine der Rechnungen gelöst hat, durften sie zu zweit an den PC. Alle anderen haben weitergerechnet und via Beamer zugeguckt.

Und es lief grandios! So gut, dass ich das ganze eine Woche später in einer zweiten Vertretungsstunde nochmal wiederholt habe. Das Spiel an sich ist einfach, ungewohnt und verblüffend. Ich habe für die gleichen Level schon die unterschiedlichsten Lösungen gesehen. Für die Kinder ist es eine gute Möglichkeit, ihre “social skills” zu trainieren – die Gefahr ungeduldig oder pampig zu werden, wenn andere dran sind, ist hier sehr groß.

Inzwischen erwäge ich bei jeder Vertretungsstunde, dieses Spiel rauszuholen, bin aber sehr vorsichtig. Das kann nur gutgehen, wenn die Klasse äußerst diszipliniert miteinander umgeht und da habe ich bei anderen Klassen (die ich auch nicht so oft sehe) noch einen weiten Weg vor mir.

Aber für Lehrer mit TabletPC und mit tollen Klassen kann ich diese Art der Vertretungsstunde nur empfehlen! Das hat einfach Spaß gemacht.