Workbook “Elektronik”

imageNur noch wenige Tage Ferien, bis es wieder losgeht. Neben all dem renovieren und umbauen habe ich mir Gedanken über meinen WP-Technik-Kurs gemacht.
Nach dem Bau des großen Schulmodells im vergangenen Jahr (hier ein Video davon) mit einfachen elektrischen Schaltungen steht in diesem Jahr etwas mehr Elektrik auf dem Plan.

Ich habe einige Tage darüber gegrübelt, welche Methode hier sinnvoll wäre.
Normalerweise arbeite ich intensiv mit Lerntheken und Stationen. Sie ermöglichen ein differenziertes Arbeiten, d.h. ich kann die sehr guten Schüler genauso beschäftigen, wie die schwachen. Im Technikunterricht ist das ungleich schwieriger – ich kann das Material nicht in 25facher Ausfertigung bereitstellen, um jedem gerecht zu werden. Denn anders als in Mathematik kann man sich nicht direkt auf die komplizierten Schaltungen (= hohen Stationsnummern) stürzen, sondern fängt immer am Anfang an.

Im vergangenen Jahr habe ich überaus positive Erfahrung mit meinem NW-Workbook gemacht. Das Heft wird inzwischen von vielen Kollegen in ihren Klassen genutzt und beständig verbessert. Entsprechend versuche ich das dieses Jahr auch im Technikunterricht.

Ein Workbook bietet mir die Möglichkeit, alle Schüler mit Sachtexten, Schaltskizzen und Aufgaben zu versorgen und gleichzeitig komplexere Aufgaben so einzubauen, dass nur die “Nerds” sich damit beschäftigen dürfen müssen (“Wie funktioniert ein Transistor auf atomarer Ebene?”).
Abgesehen davon erschaffe ich gerne Unterrichtsmaterialien. Ein kurzer Überblick:

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Das Heft wird in den nächsten Monaten anwachsen, bisher sind erst mal nur die Grundlagen eingebaut. Dinge wie Lichtschranken, Radios und Alarmanlagen kommen später. Realisiert wird alles mit billigem OPITEC-Material. Das kann man auch mal gut im Klassensatz bestellen.

Interessierte Kollegen lade ich wie immer ein, das Workbook zu durchwühlen, zu kritisieren und für eigenen Unterricht zu benutzen – es findet sich an der üblichen Stelle bzw. schreibt eine Anfrage als Kommentar.

Lucy und die 10% Gehirnaktivität

Dieser Tage kommt ein Film ins Kino, bei dem es um den Mythos geht, wir würden nur 10% unseres Gehirnes nutzen. Scarlett Johansson kann durch eine Droge die vollen 100% nutzen und erfährt dadurch mächtige Fähigkeiten.

Bevor ich lang quatsche, erst mal der Trailer:

Bestimmt ein cooler Film.

Was steckt dahinter?

Der Mythos über diese 10% geht womöglich auf den Anfang des 20. Jahrhunderts zurück, als der Psychologe Karl Lashley Ratten einige Tricks beibrachte und anschließend Teile ihrer Gehirne entfernte. Er fand heraus, dass er Teile der Großhirnrinde  zerstören konnte, ohne dass die Ratten die Tricks verlernten.

Zurück zu Scarlett Johannson.

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Obwohl das menschliche Gehirn nur rund 2% unserer Körpermasse ausmacht, verbraucht es bis zu 20% der Energie (Bei Klassenarbeiten bis zu 30%). 

Wenn nun – wie im Film angenommen – einem Menschen einer sexy Blondine plötzlich das zehnfache an Denkprozessen zur Verfügung stünden, dann bräuchte ihr Gehirn auch das zehnfache an Energie.

Woher kommt diese Energie?

Genau.

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Eigentlich müsste Lucy einen guten Teil des Films bei MacDonalds verbringen.

Ich bin gespannt.

Politik & Ukraine & Blogs & Pressefreiheit & …

Während so manche Kollegin nun erst in die Ferien startet, komme ich so langsam wieder in Arbeitslaune. Dabei waren die vergangenen Wochen ganz spannend und ich möchte euch gerne auf eine kleine, politische Reise mitnehmen.
Angefangen hat alles mit dem Cover des 31. SPIEGEL-Magazines von Ende Juli. Da ich den SPIEGEL nicht abonniert habe, wurde mir erst später klar, dass auf dem Cover die Opfer des über der Ukraine abgeschossenen Passagierflugzeuges MH17 abgebildet sind.
Ich finde Opfergalerien ekelhaft. Das ist auch etwas, das ich eigentlich nur von der BILD-Zeitung kenne. Trotzdem – und dass muss ich zu meiner Schande gestehen – habe ich mir keine weiteren Gedanken über das Cover gemacht.

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OneNote (vs. Evernote) (mobile)

Nach wie vor verwalte ich meine Unterrichtsvorbereitung mit OneNote. Es ist und bleibt die eierlegende Wollmilchsau unter den Computerprogrammen und weder Evernote noch (beliebige Alternative einfügen) vermag mich davon abbringen.

Die Synchronisation ausgewählter Notizbücher mit meinem Tablet verläuft problemlos, obwohl die mobile App von OneNote mit dem Wort “rudimentär” allenfalls höflich beschrieben ist.
Seit kurzem bin ich in der Beta-Tester-Gruppe für die Android-App von OneNote und darf zukünftige Features schon jetzt ausprobieren. Und tatsächlich gibt es neues:

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