Tag der Bildung

Heute ist Tag der Bildung.
Die Industrie- und Handelskammer zur Aus- und Weiterbildung feiert heute ganz groß in Chemnitz. Und um all die klugen Köpfe zu motivieren, die Lehrer zu motivieren, den Eltern Verständnis abzugewinnen und den mitlesenden angehenden Lehrern jegliche Illusion zu rauben, möchte ich euch heute das Deckblatt “einer mittelmäßigen Arbeit” präsentieren:

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Besonders auffallend ist hierbeit die sprachliche Geschliffenheit, nicht wahr?

Hach… das sind die alltäglichen Freuden des Lehrerberufs Smiley

#OER–Lerntheke “Flächen und Körper”

Vor einiger Zeit habe ich ein paar Gedanken zu OER aufgeschrieben – dass ist unter uns coolen Internet-Lehrern die Abkürzung für “Offenes Lehrmaterial”. Also Material, dass jeder Kollege von jedem anderen kopieren und verändern darf, ohne dass er dafür verklagt wird.

Ich selbst habe in meinem Unterricht extrem positive Erfahrungen in der Arbeit mit Lerntheken gemacht. Die Schüler haben die Möglichkeit, auf ihrem Niveau zu üben – es gibt kein “im Gleichschritt: Marsch” mehr.

Aus diesem Grunde versprach ich, zukünftige Lerntheken – wenn möglich – hier zu veröffentlichen und jedem zur Verfügung zu stellen.
Aufmerksame Leser werden bemerkt haben, dass die erste Lerntheke schon seit einigen Wochen hier abrufbar ist (Danke, Ruth!) – für alle anderen möchte ich es nun publik machen: Auf der Homepage dieses Blogs findet sich oben unter meinem Namen ein Pull-Down-Menü (d.h. einfach mit der Maus darüber fahren) und damit die Möglichkeit, aktuelle und zukünftige Lerntheken abzurufen.

Eine ist schon drin. Eine weitere kommt jetzt hinzu: “Flächen und Körper”.
Das Material ist frei von geschütztem Material, dafür aber bestimmt mit jeder Menge Fehlern und missverständlichen Aufgabenstellungen.

Ich möchte ausdrücklich zum Download aufrufen. Zum kopieren. Weitergeben. Verändern. Mit oder ohne Namensnennung. Ist mir völlig egal. Aber frei muss es bleiben.

Über Rückmeldung und Verbesserungsvorschläge freue ich mich. Wer die Sammlung erweitern möchte ist herzlich eingeladen. Mit den Jahren könnte das richtig gut werden.

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Highlights im Physikunterricht.

Durch ein unfassbar grandioses Buch habe ich den Eindruck gewonnen, bisher nur bescheidenen Unterricht gestaltet zu haben.

Aber nun wird alles anders.

Zu gegebener Zeit werde ich das Buch (bzw. die Bücher) ausführlicher rezensieren und euch anempfehlen, für heute nur ein kurzer Einblick in eine sehr aufregende Physikstunde letzte Woche:

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Rechts im Bild eine Wanne mit Salzwasser, an der eine Spannung von 24 Volt Wechselspannung anliegt. In der Mitte der Wanne liegt meine Münze. Die hat der Bär da reingeworfen. 24 Volt sind etwa ein zehntel dessen, was aus der Steckdose kommt, aber schon schmerzhaft deutlich spürbar. Zwecks Dramatik steht ein Schüler am Notschalter und meine Kollegin (und ausgebildetete Rettungsassistentin) steht mit dem Erste-Hilfe-Koffer bereit. Trotzdem trauen sich viele Schüler, die Hand ins Wasser zu stecken. Aber nicht alle schaffen es, die Münze herauszuholen.

Links im Bild ein weiterer Versuch: Eine Bockwurst wird an 230 Volt Wechselspannung angeschlossen. Den Schülern wird deutlich klar, was mit dem menschlichen Körper passiert, wenn er von Strom durchflossen wird. Diese Versuche bitte auf keinen Fall nachmachen! Auf. Keinen. Fall!

Immer dabei (Danke, Herr Kramer!), Trottelbär Bruno. Er ist sich für keine dämliche Frage zu schade und bereit, jeden Fehler mehrfach zu machen.

Ich habe außerdem den Würstchen-Versuch mit meinem HTC in 3D gefilmt und auch hochgeladen. Auch das hat prima funktioniert. Das Ergebnis gibt es hier (Direkt auf Youtube kann man zwischen 2D und verschiedenen 3D-Möglichkeiten wechseln):

Würstchen unter 230V Wechselspannung.

Apps für den Unterricht (Folge 2)

An dieser Stelle folgt zukünftig (und dann ohne einleitende Worte) eine lose Sammlung von Smartphone-Apps, die sich sinnvoll im Unterricht einsetzen lassen. Dabei soll es weniger um Programme wie “Wikipedia” oder “Leo” gehen, sondern um wirklich spezielle Apps, die ansonsten in der schieren Masse an Programmen verschwinden würden.

  • SPARKvue (Messwerterfassungssystem – iOS)
    Mit dem kostenlosen SPARKvue lassen sich verschiedene Messreihen durchführen. Dazu können neben den im iPhone/iPod/… eingebauten Beschleunigungssensoren auch per Bluetooth angeschlossene PASCO-Sensoren verwendet werden. Laut Webseite gibt es über 70 verschiedene Sensoren, die sich hier koppeln lassen – das iPhone übernimmt die Rolle des Auswertprogramms und bietet die Möglichkeit, die Daten zu exportieren.

    Der Screenshot unten zeigt beispielsweise einen Temperaturverlauf – dafür braucht man dann jedoch zusätzliche Sensoren. 

     iPhone Screenshot 2
    (App-Store-Link)

 

 

  • Accelogger (Beschleunigungsmesser – Android)
    Das kostenlose “Accelogger” liest die im Smartphone eingebauten Beschleunigungssensoren aus und stellt die Messwerte für alle Raumrichtungen sowohl grafisch als auch numerisch dar. Ein Datenexport ist möglich.

    (App-Store-Link)

Jeden Montag werden hier Android- und iPhone-Apps vorgestellt, die sich im Unterricht sinnvoll einsetzen lassen. Einen Überblick aller bereits besprochenen Programme findest du rechts unter “Schule”.

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