HTC Leck bringt neue Handys für 2010

Die beiden Geeks unter euch werden es schon wissen, die Interessierten Drei werden sich freuen, und die restlichen zwei Leser dieses Blogs werden es ignorieren:

Durch ein Leck ist das Produktportfolio der Firma HTC für 2010 bekannt geworden. Zumindest ein kleiner Teil davon.

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Im Zuge der Wirtschaftskrise scheint alles ein wenig bescheidener zu werden.

Das HTC Photon (links im Bild) erinnert an einen “kleinen” HTC HD2. Der größte Unterschied besteht im langsamerem Prozessor und dem kleineren Bildschirm (nur noch 3,2” statt 4,3”).

Das HTC Tera wird wohl eine bescheidene Version des HTC Touch Pro 2, abgesehen vom kleineren Bildschirm (3”, statt 3,6”) gibts wohl keine Unterschiede.

Das HTC Trophy (im Bild ganz rechts) erinnert mit der Tastatur an den Blackberry. Definitiv nichts für mich.

Wem also TouchPro 2 oder HD2 zu teuer und/oder zu groß sind, kann sich im ersten Halbjahr 2010 auf eine etwas bescheidenere Variante freuen.

Quelle hier.

Es naut die Blacht…

Ich mag den Advent. Ich mag das Süße, das Knuffige, Kitschige. Ich mag diese Zuckerguß-Adventszeit. Ich mag diese Oberflächlichkeit, weil ich für mich sehr viel Tiefgründiges in der Weihnachstzeit gefunden habe. Und darum mag ich auch trockene Abrechnungen mit diesem süßen, knuffigen, kitschigen, bunten Advent.

Es blaut die Nacht, die Sternlein blinken
Schneeflöcklein leis’ herniedersinken.
Auf Edeltännleins grünem Wipfel
häuft sich ein kleiner, weißer Zipfel.
Und dort, vom Fenster her, durchbricht
den tunklen Tann ein warmes Licht.

Ich liebe Loriot.

Und als das Rehlein ging zur Ruh’
das Häslein tat die Augen zu,…

Und ich habe etwas übrig für Christen, die über sich selbst, die eigenen Rituale und den eigenen Glauben schmunzeln können.

Vom Knall geweckt rümpft nur der Hase
zwei, drei, viermal die Schnuppernase…

Ich kann es nur jedem empfehlen.

Die Silberschellen klingen leise,
Knecht Ruprecht macht sich auf die Reise.
Im Försterhaus die Kerze brennt,
ein Sternlein blinkt – es ist Advent!

Sonntag. Sabbat.

Der Sabbat erinnert uns daran, dass unser Wert nicht davon abhängt, wie hart wir arbeiten oder wie viel wir erwirtschaftet haben oder was andere von uns denken.

Der Sabbat erinnert uns daran, dass wir menschliche Wesen und nicht menschliche Maschinen sind.

 

Sabbath reminds us that our worth does not come from how hard we work or how good we are or how much we produce or what people think of us.

Sabbath reminds us that we are human beings not human doings.

Niklaus, Niklaus, guter Mann…

Heute Abend ist der Abend vor Nikolaus.

Aus pädagogischer Sicht bin ich nicht sicher, ob die Verbindung von “der Nikolaus bringt Schokolade” mit “hoffentlich sind die Schuhe auch geputzt” wirklich sinnvoll ist. Aber irgendwie gehört es dann doch dazu.

Punkt 19.20 Uhr sitzt Carolina auf der Treppe und poliert intensivst ihre Kindergartenstiefel.

“Mist, der Dreck geht nicht raus”, flucht sie.

Ich schmunzle.

Später beim Ins-Bett-bringen gehen wir nochmal die Checkliste durch. Carolina liegt schon unter der Decke.

“Sind die Stiefel geputzt?”, frage ich.

“Ja”, antwortet sie zuversichtlich.

“Zimmer aufgeräumt?”

Sie blickt kritisch auf das völlig chaotische Zimmer. Kleine Plastikfiguren versuchen sich aus der Trümmern einer Playmobilkirche zu befreien, ein entgleister Holzzug hat auf seiner Fahrt alle Schienen durch das Zimmer geschleudert, nackte Puppen scheinen ihre Kleider, Accessoires und Schuhe zu suchen. Ihre Miene verdüstert sich. Direkt vor der Zimmertüre steht ihr geputzter Stiefel.

“Nein”, gesteht sie ein.

“Oh weh”, gebe ich mit zerknirschter Miene zurück.

“Ich weiß, Papa! Du machst einfach die Tür zu. Dann sieht der Nikolaus das nicht!”

Ich lache. Normalerweise steht ihre Tür immer halb offen. Kinder brauchen das.

“Wir können doch nicht den Nikolaus betrügen!”

“Doch. Der merkt das nicht.”

Ich will protestieren. Aber da hat sie sich schon hingelegt.

Und nun verbleiben wir in der Hoffnung, dass der Nikolaus nichts merkt.

Familie und so…

Neulich hatte meine kleine Tochter Besuch.

Und wie das so ist, wenn Vierjährige miteinander spielen, war es laut und wild und turbulent. Eines aber ist mir von diesem Nachmittag deutlich in Erinnerung geblieben.

Gleich zu Beginn schaute die Freundin meine Tochter erstaunt an und sagte:

Ach, dein Papa wohnt ja auch hier…!?”

Vermutlich bin ich im Innern zu naiv.

Aber es tut mir in der Seele weh, wenn ein kleines vierjähriges Mädchen davon überrascht ist, dass Mama und Papa im gleichen Haus wohnen können. Familie ist ein Geschenk.

Siehe auch hier.

Nerd-Humor (11)

Zum dritten Dezember meines Blog-Weihnachtskalenders öffnet sich ein Türchen für alle Nerds. Alle Nerds? Nein, nur ein paar ganz, ganz wenige.

Woran merkt man, dass man Nerd ist? Man lacht zum Beispiel über Witze, die alle anderen dämlich finden.

Zu Beginn meines Mathematikstudiums habe ich mir geschworen, mich sofort zu exmatrikulieren, wenn ich beginne, über eine bestimmte Art von Witz zu lachen.

Ein Beispiel:

Die Funktionen feiern eine Party. Alle haben spaß nur die e-Funktion sitzt alleine in der Ecke. Kommt die Parabel zu ihr: “Mensch e-Funktion, integrier dich doch mal” Darauf die e-Funktion resigniert: “Das würde doch auch nichts bringen”

Nicht lustig? Zugegeben, die Pointe ist eher platt und wird wohl schon in der Schule rumerzählt. Vielleicht ist er deswegen etwas abgedroschen.

Der Punkt ist der: Man sagt speziell Ärzten – und im Besonderen: Chirurgen – nach, einen besonders makaberen Humor zu entwickeln. Immer mit der Entschuldigung “die müssen ja kompensieren, was sie da tagtäglich erleben.”

Und wir Mathematik-Nerds? Müssen wir etwa nichts kompensieren?

Tag für Tag, Woche für Woche lesen wir Bücher, anhand deren Titel normale Menschen keine Rückschlüsse auf den Inhalt ziehen können. Hier ein Beispiel eines solchen Buches meines ehemaligen – und sehr geschätzten – Professors für Stochastik, an dem ich sogar in bescheidenem Maße mitwirken durfte.

Wir Mathematik-Nerds sind zertreut (ich lasse hin und wieder den Haustürschlüssel außen stecken und suche ihn dann später wie bescheuert) und umgeben von anderen Naturwissenschaftlern, die stets sagen: “Mathematik? Pah! Das ist doch nur eine Hilfswissenschaft…!”

Es scheint, als reagiere jede Berufsgruppe mit ihrer eigenen Form von Humor auf den ihr typischen Alltag.

Ich bitte also um ein gewisses Verständnis, wenn ich nun einen der coolsten Scherze erzähle, die die Analysis je hervorgebracht hat. Die Pointe ist der Hammer!

“Sei ε < 0.”

In diesem Sinne, fröhlichen dritten Dezember.

Verfassungsrichter schützen den Advent

Die Kirchen haben gegen die Möglichkeit, an jedem Sonntag in Berlin einzukaufen geklagt – und gewonnen. Die vier verkaufsoffenen Adventssonntage sind verfassungswidrig.

Sei man nun Christ oder nicht, Arbeitnehmer oder nicht. Das Signal der Richter ist eindeutig und meines Erachtens auch vernünftig: Der Sonntag als gemeinsamer Ruhetag bleibt bestehen.

Ob das Wochenende, der Sonntag oder die längeren Öffnungszeiten zur Disposition stehen, Kern der Frage ist doch immer:

Dürfen wir uns den Luxus gönnen, mal nicht zu arbeiten?

Unbedingt!

Ich freue mich zwar, wenn ich auch um 21.50 Uhr noch schnell in den Laden fahren kann, aber wenn ich an die müden Mitarbeiter des Supermarkts denke, wird mir anders. Nicht nur, dass sie den ganzen Dezember ununterbrochen von Weihnachtsmusik zugedröhnt werden, ihnen jetzt auch noch den freien Sonntag im Advent zu nehmen halte ich für menschenverachtend.

Zum Schluss nur noch folgendes:

Kultur (zu Lateinisch cultura, „Bearbeitung“, „Pflege“, „Ackerbau“, von colere, „wohnen“, „pflegen“, „den Acker bestellen“) ist im weitesten Sinne alles, was der Mensch selbst gestaltend hervorbringt, im Unterschied zu der von ihm nicht geschaffenen und nicht veränderten Natur. Kulturleistungen sind alle formenden Umgestaltungen eines gegebenen Materials, wie in der Technik, der Bildenden Kunst, aber auch geistiger Gebilde wie etwa im Recht, in der Moral, der Religion, der Wirtschaft und der Wissenschaft.

Ich bin stolz, Teil einer Gesellschaft zu sein, die Raum und Zeit für Kultur lässt und dem Streben nach Kommerz Einhalt gebietet.

Abstimmung gegen Minarette…

Die Schweizer haben in einer Volksabstimmung entschieden, dass keine Minarette mehr in ihrem Land gebaut werden dürfen. Das Ergebnis wird nun von den Medien großspurig als Überraschung dargestellt. Niemand hätte mit so etwas gerechnet…, nicht wahr?

Ich empfinde die jetzige Diskussion als scheinheilig.

Wenn man sich überlegt, wie der Islam in den Medien dargestellt wird, dann geht es doch ausschließlich um Fundamentalismus, Gewalt, die Unterdrückung der Frau, Selbstmordanschläge und Problemviertel in deutschen Großstädten. Dabei empfinde ich die Berichterstattung nicht als – durchaus berechtigte – kritische Auseinandersetzung mit dem Islam, sondern als reinen Populismus.

Und natürlich stellt sich jeder insgeheim die Frage:

“Wie hätte ich eigentlich entschieden?”

Welche Vorurteile und Ressentiments beherrschen mich?

Und auch – und erst recht – wenn die “Kultur des christlichen Abendlandes” vorgeschoben wird, werde ich misstrauisch. Muss ich als Christ nicht per se gegen Minarette sein? Steht womöglich das ganze Abendland auf dem Spiel? Wie viel Angst habe ich vor etwas, von dem ich eigentlich keine Ahnung habe?

Ich bin eigentlich kein Fan von frommen Bibelsprüchen, aber ich darf ausnahmsweise die Losung des heutigen Tages, des 30.11.2009, empfehlen, sie steht in 2. Mose 23, 9.

“Die Fremdlinge sollt ihr nicht unterdrücken; denn ihr wisst um der Fremdlinge Herz, weil ihr auch Fremdlinge in Ägyptenland gewesen seid.”

Na dann – einen gesegneten Start in den Advent :-)