“Bist du… einer von denen?”

IMAG0005Vor einigen Tagen fand das traditionelle Lehrer-Schüler-Volleyball-Spiel unserer Schule statt. Eine 9er und eine 10er Klasse hatten sich formiert, um gegen die geballte Kraft unseres Kollegiums anzutreten.

Auf Grund der Luxation meiner Finger konnte ich nicht teilnehmen, aber um die Kollegen zu unterstützen, wollte ich sie zumindest anfeuern.
Und weil ich gerade eher wenig Zeit für meine Tochter finde, habe ich sie früher vom Kindergarten abgeholt und sie mitgebracht.

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Erziehung und so…

Gerade kämpfen wir uns durch eine schwierigere Phase der Erziehung. Was immer wir an Regeln aufstellen, wird von Carolina durchbrochen. Pullover zerschnitten, Wände angemalt, Spielzeuge zerstört.

Es erinnert mich an einen Auszug aus dem Buch “Fatherhood” von Bill Cosby, das ich jedem Vater nur wärmstens ans Herz legen kann (und zwar unbedingt im englischen original – für 1 Cent (!) bei Amazon gebraucht ;-))

 

After creating the heaven, the earth, the oceans, and the entire animal kingdom, God created Adam and Eve. … weiter

Spielerezension: Wer war’s?

imageSehr zum Leidwesen meiner Tochter bin ich kein Fan von Gesellschaftsspielen. Womöglich liegt das daran, dass ich ein schlechter Verlierer bin – vielleicht auch daran, dass ich ein noch schlechterer Gewinner bin ;-).

Gesellschaftsspiele sind daher meine Wahl, wenn es um Bücherstützen oder Staubfänger geht.
Ausnahmen bestätigen die Regel. Ein “neues” Spiel möchte ich an dieser Stelle allen Eltern, Tanten und Onkels vorstellen, die – ebenso wie ich – eher … weiter

Kindermut tut selten gut… oder so

Endlich kann ich meiner Tochter richtige Geschichten vorlesen.

Nicht mehr die ätzenden einfachen Kinderbücher über nackte Bären, sondern richtige Bücher. Otfried Preussler zum Beispiel. Den Räuber Hotzenplotz haben wir soeben beendet.

Zunächst wiederholt Carolina alles, was bisher geschehen ist (Großmutter, Kaffemühle, Räuber Plotzenhotz, Seppel, Kasperl, Kiste mit Sand, Gold, Zauberer Petrosilius Zwackelmann, gute Fee, Unke) und dann gibt’s ein neues Kapitel.

Bei diesen Geschichten macht mir das Vorlesen deutlich mehr Spaß. Klar, einen Räuber Hotzenplotz kann man viel besser theatralisch darstellen, als den dämlichen … weiter

“…du hast ne nackte Frau geküsst”

Heute kam meine Tochter aus dem Kindergarten und hatte einen jener klassischen Kinderreime auf den Lippen, die jeden von uns schon zu unserer Zeit begleitet haben.

“Sag mal Tomate”, forderte sie von mir. Ich grinste und ahnte, was da kommen würde.

Ich (erwartungsvoll): “Tomate.”

Sie (lacht auf, freut sich): “Du hast eine nackte Frau überfahren.”

Ich: “??? Bitte was?”

Sie: “Ja, dass sagen die im Kindergarten.”

Ich lachte auf und versuchte den Hintergrund zu erforschen.

“Warum ist denn da eine nackte Frau auf der Straße?“

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Memento mori

“Mama”, fragte Carolina neulich, “wen soll ich eigentlich anrufen, wenn ihr sterbt?”

Das Bewusstsein um die eigene Sterblichkeit ist ein Teil unseres Mensch-Seins. Einerseits – als Vater – verfolge ich die Entwicklungsschritte meiner Tochter mit Spannung. Andererseits stellt sie Fragen, die Tabuthemen anschneiden. Auch diesmal.

Der Tod beschäftigt meine Vierjährige. Vor wenigen Jahren ist meine Mutter gestorben, letzten Herbst ihr geliebter Hund, erst im Dezember ist ihre Ur-Oma gestorben (die Carolina immer liebevoll “Oma-Uhr” genannt hat…) und gerade im Umfeld einer … weiter

Kinderbücher

Es gibt Kinderbücher, die lernt man als Elternteil hassen. Richtig hassen!

Meist sind es jene Bücher, die die Kleinen am allerallerliebsten als Gute-Nacht-Geschichte hören. “Zieh dich an, kleiner Bär” von Helmut Spanner ist so ein Buch. Bei Amazon gibts das ab einem Cent (sic!) und die einzige Rezension sagt: “Für Kinder ab dem 2. Lebensjahr wird es schnell langweilig.”

Von wegen!

Meine Tochter ist vier und liebt es immer noch. Und ich hasse es. Mehr als je zuvor!

Das Geschichten-vorlesen ist für Eltern … weiter

Kindermund tut Wahrheit…

Vor einigen Tagen waren wir zum Mittagessen bei einem älteren Ehepaar eingeladen.

Carolina bemerkt eine Schnittwunde am Daumen des Gastgebers.

“Was hast du da?”, fragt sie interessiert und lauscht dann der Erklärung.

“Und hast du da geweint?”, fragt sie einfühlsam.

Der Gastgeber lacht, schaut erst seine Frau und dann uns an. “Nein. In meinem Alter, da weint man nicht mehr.”

Carolina nickt verständnisvoll und tätschelt ihm die Hand.

“Ich verstehe. Ich darf zu Hause auch nicht weinen.”

Wie sagen Erwachsene?

Im Frühjahr 2008 war meine Tochter Carolina gerade zwei Jahre alt und ich versuchte ihr zu dem Zeitpunkt gutes Benehmen beizubringen. „Bitte“, „Danke“ und so weiter, weil ich das für wertzuschätzende Tugenden halte.

Eines Abends sprach sie mich an und wollte etwas zu trinken.

„Trinken“ sagte sie.

Und ich entgegnete: „Wie sagen Erwachsene dazu?“.

Und man konnte den genervten Unterton in der Stimme nicht überhören, als sie ein enttäuschtes Gesicht machte und mir erwiderte: „Später…“.

Wann bin ich so geworden? Das meine Tochter „später“ als … weiter