Foto-Shooting für den Focus.

2012-02-05 07.30.06Nächsten Monat erscheint im Heft FOCUS Schule ein Artikel über mich bloggende Lehrer. Im Zuge dessen wurde ich vor einigen Tagen vier Stunden fünf Minuten interviewt und um den Artikel entsprechend zu illustrieren, wurde ich angefragt, mich auch fotografieren zu lassen. (Blöder SPIEGEL – die wollten nur ein ödes Foto von mir, dass ich auch noch selbst geschossen habe…)

Cool, dachte ich. Vielleicht kann man das in der Schule irgendwie in den Unterricht involvieren. Werbung für die Schule machen. Den Schülern ein Erlebnis bieten – abseits Germanys Next Topmodel.

Aber erstens kommt es anders, und zweitens als man denkt.
Meinen Blog schreibe ich ja von zu Hause, also sollten die Fotos mich auch beim Blog-Schreiben im heimischen Wohnzimmer zeigen. Okay. Gerne. Wenn es sein muss.

Nach acht Stunden durchgängig unterrichten hatte ich also genau 15 Minuten um nach Hause zu kommen, mich frisch zu machen und mit einem strahlenden Lächeln Marcus Thelen, den Fotografen zu begrüßen, der aus Frankfurt angereist kam.
Bevor es aber losgehen konnte, musste das Wohnzimmer renoviert umdekoriert werden.
“Schließlich soll es ja echt wirken.”
Also wurden alle Stühle, Bilder und Blumen aus dem Zimmer entfernt. Im Grunde blieb eigentlich nur ein leerer Tisch im leeren Wohnzimmer stehen. Um den Raum wieder zu füllen, wurden Schirme, Scheinwerfer und Kameras hereingekarrt und sorgsam verteilt. Etwa eine Stunde saß ich bewegungslos und lächelnd am Tisch vor meinem Notebook. “Wenn das Licht einmal eingestellt ist, geht es ganz schnell”, tröstete mich Thelen.
Ich wollte etwas antworten, aber ein Krampf hielt meine Wangen im Thomas-Hermanns-Gedächtnis-Lächeln-Griff. Keine Chance irgendetwas zu sagen. Ein unverständliches “ah da reue ih mih aba” war alles, was ich stammeln konnte.

Ungefähr zehn Millionen Fotos wurden in den folgenden zwei sieben Stunden geschossen. “Noch ein bisschen mehr Lachen, bitte.” Als ob wir Blogger immer lachend vor dem Computer sitzen. Lacht ihr anderen Blogger immer?
Abschließend eine etwas “entspanntere Szene”. “Vielleicht können Sie sich im Schneidersitz auf den Esstisch setzen”, schlägt Thelen gut gelaunt vor. ”Das Notebook im Schoß – und dann werfen wir mit dem Beamer ihren Blog hinter Ihnen groß an die Wand.”

Okay. So schreibe ich eigentlich immer. Auf dem Tisch sitzend, erhellt vom Licht meines eigenen Blogs.

Erm..?!

Ja?

Ich will antworten, doch eine Vision schiesst mir ins Hirn.

Thelen: Wow! Ich kann nur sagen, es macht so viel Spaß Dir zu zugucken. Erstmal kamst du da rein – wie aus’m All. Und so richtig so aus’m All.

Ich.: Wow! Toll!

Thelen: So richtig so “Wusch”, wie ich immer sage, “Wusch”!

Ich.: Wusch! Einfach Wusch war ich da.

Thelen: Wow!

Ich: Toll!

Thelen: Is’ super. Wer? Fast wie … fast wie ein Engel für Marcus, ne?

Ich: Wie drei Engel für Marcus? Wie drei Engel für Marcus!

Thelen.: Einigen wir uns: Marcus Angel.

 

Ich schüttle mich. Werde wieder wach. “Hmm?”
Thelen wiederholt geduldig seine Anweisung: “Bitte die rechte Hand an den Bildschirm des Notebooks legen, sonst sieht man deine Hände nicht. Außerdem den linken Arm etwas spreizen… Jaaa. Noch etwas. Nun die Hand nach rechts abknicken, als würdest du schreiben. Ja genau. Das Knie muss weg. Könntest du deinen Arm unter dem Knie…? Genau. Und jetzt den rechten Fuß hinter dein linkes Ohr. Genau! Perfekt. Jetzt noch mehr Lachen. Das sind erst 60% – da geht noch mehr…”

Wie ein Häufchen Elend sitze ich auf dem Esstisch. Verkrampft und wie blöde grinsend – durch Thelens gut gelaunte Kommentare und Anfeuerungen auf skurille Art und Weise erheitert. Der Beamer blendet während er meinen Blog hinter mich an die Wand wirft – welch Ironie: mein eigener Blog lässt mich erblinden. Noch Stunden später sehe ich weiße Flecken in meinem Sichtfeld.

Schließlich ist es geschafft. Thelen packt seine Sachen ein und erzählt nebenher ein zwei Anekdoten aus seinem Fotografen-Leben. Hat Spaß gemacht. Würde ich ihm auch gerne sagen – aber ich grinse ihn nur dümmlich an. Der Krampf…

Hoffe, bis morgen ist das wieder okay. Smiley

DropBox – 5GB gratis

Die DropBox ist mittlerweile wohl den meisten bekannt – im Grunde ist es ein Dienst, der einen Ordner auf dem PC, Mac, iPhone oder Android-Handy oder Tablet synchron hält.

Ziemlich zuverlässig, simpel zu bedienen – aber leider in der Gratis-Version auf 2 GB beschränkt.

Die Leute von DropBox haben nun eine neue beta-Version ihrer Android-App herausgebracht. Und – für jene, die es noch nicht mitbekommen haben – der vermutlich beste Teil daran ist, dass man nach dem ersten Sync 500 MB gratis dazubekommt und anschließend  für jede 500 MB an Fotos und Videos die man hochlädt weitere 500 MB geschenkt bekommt – bis man die Grenze von 5 GB erreicht.

Auch sehr schön: Man kann einstellen, dass geschossene Fotos und Videos sofort in die DropBox geladen werden. Das mochte ich schon am GooglePlus-Client. Außerdem Hintergrund-Uploads für wahlweise ‘Nur-WiFi’ oder “Wifi & Data Connection’, keine Größenbeschränkung, fortsetzbare Uploads etc.etc.

Mit 5 GB kann ich persönlich schon mehr anfangen – zum Beispiel mein Unterrichts-OneNote Notizbuch zwischen dem HTC Fyler und meinem Notebook synchronisieren.

Die Android-App gibt es hier.

Kexe

IMAG1054Auch wenn durch die Ruhe der letzten Wochen der Eindruck entstehen mag, ich würde mein Blog in Richtung Ende des Internets schieben, so will ich diesen Eindruck nun korrigieren.

Ich habe die Ferien genutzt, um unfassbar viel neues Material zu digitalisieren und in mein OneNote einzuarbeiten, habe mir Gedanken über den Anteil von IKEA an der Lese-Rechtschreib-Schwäche unserer Schüler gemacht und auch schon den ein oder anderen Blogartikel verfasst, der in den kommenden Wochen das Licht erblicken darf.

Da ich an mich selbst auch ein wenig den Anspruch habe, ein innovativer Lehrer zu sein, freue ich mich besonders über eine neue Serie, mit der ich ab kommendem Montag starten will. Mehr soll an dieser Stelle aber noch nicht verraten werden.

HTC Evo 3D & Windows Explorer.

Mein neues Baby Handy ist geil, geil, geil.
Ich kann kaum noch unterrichten, weil ich ständig alles fotografieren muss. Schüler. Wände. Das Klassenbuch. Die Fenster, Räume, Tische.

Großartig.

Im Laden war ich von der 3D-Funktionalität nicht so überzeugt – aber da hing das Evo auch an der Sicherheitsstrippe und weil ich mich nicht getraut habe, andere Leute zu fotografieren, habe ich nur das dämliche Handyregal knipsen können – da war der Effekt eher mau.
Aber draußen. Und ohne Strippe. Wow!

Die Fotos werden in einem neuen Format abgespeichert (so wie .jpg oder .png oder .bmp) – meine Fotos finden sich auf der Festplatte als .mpo Dateien. Und damit ergibt sich ein zunächst ärgerliches Problem:

bild 1

Im Windows Explorer werden mir keine Vorschau-Bilder der 3D-Fotos angezeigt. Und trotz meines fotografischen wegen meines schlechten Gedächtnisses weiß ich auch nicht mehr, was genau IMAG0028.mpo gewesen ist. Vielleicht das Bild vom Klassenbuch? Oder von der Schule? Oder von irgendeinem Stuhl?

Auf dem Handy will ich die Bilder nicht alle umbenennen – das ist mir zu umständlich. Abhilfe schafft ein kleines freies Programm: Download hier. Quelle hier. Öffnet man das Programm und navigiert einmal in das betreffende Verzeichnis, werden von da an alle .mpo-Dateien auch im Explorer richtig angezeigt:

bild 2

Und auf Wunsch wandelt der mpo-Viewer jedes Bild in ein klassisches Rot-Grün Bild o.ä. um.

Ich habe gerade viel Spaß – meine nächsten Lerntheken werden jetzt immer mit 3D-Brillen ausgeliefert und bearbeitet werden müssen :-D ..

 

Ein Influenzmaschine mit dem HTC EVO3D fotografiert.

Oops!… I Did It Again

 

Eigentlich hatte ich vor, die Post-Examens-Zeit für viele Blogeinträge zu nutzen.
Gerade für den ein oder anderen mitlesenden Studenten bzw. Referendar ist ein Einblick in diese Zeit sicher spannend:

Wie findet man eine Stelle? Wo bewirbt man sich? Wird man irgendwelchen Schulen zugeteilt (‘Listenverfahren’) oder sucht man sich selbst Schulen aus (‘schulscharfe Bewerbung’)?

Statt dessen ist bei mir alles irgendwie binnen weniger Stunden gelaufen. Meine großartige Schulleitung hat meinen Stundenplan so geschickt verschoben, dass ich einen freien Tag vor der Nase hatte und diesen nutzen konnte, um mir eine neue (?? !!) Schule anzusehen.
Nun genieße ich die letzten Tage und Wochen an meiner jetzigen Schule und freue mich auf die kommende.

Soviel dazu.

Und außerdem.. Ja. Ich gestehe. Ich habe es schon wieder getan. Auf die Ankündigung, mein altes HTC Desire HD zu verkaufen, schrieb mir mein Bruder per SMS:

Nachts ist es dunkel. Beides so Informationen, die man irgendwie als selbstverständlich nimmt ;-)

Etwas ernüchternd.
Trotzdem habe ich mich von diesem Arsch vernünftigen jungen Mann nicht aus der Ruhe bringen lassen. Das Desire ist weg. Nach zehn Monaten. So lang hat noch kein Handy gehalten. Aber jetzt… ist eine neue Liebe da.

Das HTC Evo 3D.

Und diesmal bin ich mir absolut sicher, dass es das letzte Handy für einen langen Zeitraum ist. Frontkamera. 3D-Kamera. 3D-Bildschirm.

Wuhaaaaaa. Ich bin sehr begeistert.

Lehrermobbing und Mathematik.

Gleich zu Beginn: Mobbing ist ein ernstes Thema. Ich reagiere empfindlich auf Ausgrenzung einzelner Schüler und lege in meinen Klassen sehr großen Wert auf ein vernünftiges Miteinander.

Auch mir begegnet zuweilen Mobbing in Facebook (Schüler vs. Schüler) und selbstverständlich hat so etwas immer Konsequenzen.

Aber.

imageSeit gestern lechzt der “Norton Online Family Report 2011” nach Aufmerksamkeit. Es geht um Cyberbaiting. Ein typischer Fall wäre ein Lehrer, der zu einer unbedachten Äußerung oder einem Wutausbruch provoziert wird und sich anschließend – durch einen Schüler gefilmt – bei Youtube wiederfindet.

Dramatisch ist das angeblich deswegen, weil knapp ein Fünftel der Pädagogen in Deutschland mit dieser Form des Online-Mobbings bereits Erfahrung gemacht hat oder einen Betroffenen kennt.”

Das sind so Aussagen, da werde ich als Mathematiker wahnsinnig. Ein Fünftel. Oha!
Als ziemlich junger Lehrer kenne ich aus dem Stegreif rund 100 Lehrer, bei älteren Kollegen sind das sicher noch mehr, aber lassen wir mal die 100 Lehrerfreunde stehen. In der Studie wurden 2379 Lehrer befragt. Ein Fünftel von denen (also 500) kennen jemanden, der “Erfahrung” (Welcher Art Erfahrung???) damit gemacht hat.

Diese 500 Lehrer kennen nach meiner Annahme insgesamt (Überschneidungen in den Freunden grob eingerechnet) etwa 30.000 unterschiedliche Kollegen.

imageUnd von diesen zigtausend Kollegen haben etwa fünfhundert schonmal “Erfahrungen” damit gemacht. Das ist dann etwa 1%.

Klingt jetzt nicht mehr so spektakulär.

Noch “besser” gefällt mir die Warnung vor Facebook: Zwei Drittel aller Lehrer sehen sich “Risiken ausgesetzt”, wenn sie über Facebook mit Schülern befreundet sind.

Bei allem Respekt.
Niemand zwingt mich, mit Schülern befreundet zu sein. Habe ich da keine Lust drauf, lasse ich es halt sein.
Und natürlich ist das “riskant”. Wann immer ich jemandem einen Einblick in mein Privatleben gebe, ist das riskant. Die Frage ist doch eher, ob ich der Typ Lehrer bin, der Beruf und Privates komplett trennt. Oder bin ich jemand, der den Schülern eher mal einen Schwank aus seinem Leben erzählt.

So eine Aussage ist in meinen Augen völliger Quark. Denn ja, es ist riskant. Und trotzdem bin ich mit zahlreichen Schülern befreundet. Es gibt nämlich auch eine ganze Menge Vorteile, mit seinen Schülern unkompliziert kommunizieren zu können.

Aber damit kann man schlecht Schlagzeile machen, gell?

Take this lollipop…

Seit einigen Tagen gibt es ein unheimlich gutes verstörendes krasses Facebook-Horror-Video, durch dass ich auf einen Artikel bei SPIEGEL-Online gekommen bin.

Wenn man auf der Seite www.takethislollipop.com auf den Button “Connect with Facebook” klickt und der Seite Zugriff auf den eigenen Facebook-Account gestattet, wird ein Video gezeigt, in dem der eigene Account kunstvoll eingebunden ist.

Ein Horror Video.

image

Natürlich habe ich das ausprobiert.

Und es ist… erschreckend. Sensationell. Verstörend. Ich kann es jedem Neugierigen nur empfehlen. Ganz besonders allen mitlesenden (angehenden) Lehrern. Anschließend kann man in den Facebook-Einstellungen den Zugriff für “takethislollipop” ja wieder sperren.

image

Beruhigt hat mich indes, dass die Verknüpfung mit meinem Account vor allem viele leere Bilder ergeben hat (s.Screenshot). Meistens ist nur ein weißer Bildschirm zu sehen – meine Privatssphäre-Einstellungen scheinen zu funktionieren.

Indes…

Das ist nur ein schwacher Trost.
Denn das Video trägt sicher nicht dazu bei, mein Vertrauen Online-Präsenzen zu bestärken. Egal ob es sich um meinen Account bei Facebook, Amazon oder google+ handelt.

Wer kein Facebook-Profil hat oder sein eigenes Gesicht lieber nicht mit einem Horrorfilm verknüpft sehen möchte, der kann sich das Video hier mit James Lawsons Facebookprofil verknüpft ansehen:

 

Wirklich schwierig interessant ist für mich nun folgende Frage: Im Hinblick auf den Erziehungsauftrag der Schule (und ein bisschen muss ich an “DEN SCHULMETZGER VON RATEKAU” denken) – könnte man so ein Video in einer höheren Klasse einsetzen?
Verknüpft mit dem Profil des Lehrers. Oder gar… einem freiwilligen (vorher abgesprochenen?) Schüler? Darf Schule verstören? Erschrecken? Aufwecken?
Und an die Eltern: Stellt euch vor, eure Kinder würden dies im Unterricht zu Gesicht bekommen und auswerten. Wie würdet ihr das empfinden?

Da würde ich gerne zum Nachdenken anregen.

(und anschließend können wir uns weiter über den Schultrojaner aufregen!)

Ich bin ein guter Lehrer.

Manchmal muss man sich das selbst sagen. Manchmal muss ich meine Kollegin bezahlen bitten, damit sie mir das sagt. Wenn ich ganz verzweifelt bin, frage ich einen Fünftklässler. Die sind immer begeistert.
Aber es gibt Sternstunden in der Schule. Augenblicke, in denen die Zeit still steht. Und heute war so einer. Ein richtig guter.

Zur “Freude” meiner Schüler habe ich nämlich die Angewohnheit, Facebook-Freundschaften rigoros auszunutzen. Ich kommentiere peinliche Bilder (“Christian bückt sich vor einer Nashorn-Statue”), gebe hilfreiche Tipps bei Statusupdates (“Laaaaangeweile”) und frage nach, wenn bestimmte Apps (“Würdest du mit Jan-Martin Klinge ein Date wollen?”) mir eine Antwort schuldig bleiben.

Ich liebe das.

Meine Schüler nicht.

Heute hatte ich in einer zehnten Klasse Mathematik. Eine Schülerin bat mich, ihr die Lerntheke zukommen zu lassen. “Schreib mir eine E-Mail”, entgegnete ich, “oder noch einfacher: Via Facebook. Da gibt es keinen SPAM-Ordner.”
Die Schülerin verharrt kurz. Vor meinem Account-Reset waren wir auf Facebook ‘befreundet’. Auch sie wurde schon Opfer meiner Kommentarkultur.

“Wenn ich Ihnen auf Facebook schreibe, muss ich dann nicht wieder mit Ihnen befreundet sein?”, fragt sie stirnrunzelnd. Ich lache. “Nein, du kannst mir einfach so schreiben.” 
Erleichterung spiegelt sich in ihrer Miene.

“Gut. Ich habe nämlich daraus gelernt!”

Yes!
Ich bin ein guter Lehrer!

How to: Facebook-Logging vermeiden…

Vor ein paar Tagen hat Facebook einige Änderungen verkündet. Ein paar finde ich richtig toll, einige andere sind eher Besorgnis erregend. So wird der “Like”-Button stellenweise überflüssig, weil Facebook nun im Hintergrund automatisch übermittelt, was man so mag, tut, denkt oder anhört.

Höre ich auf meinem Notebook also gerade meine Lieblingsplatte von Louis Armstrong, erscheint auf Facebook unter Umständen der Eintrag “Jan-Martin Klinge hört gerade xyz.” Auf jeden Fall weiß Facebook, was ich gerade tue.

Zwischendurch wurde vermutet, ein stetes Ausloggen würde helfen, dieser Sammelwut beizukommen. Nik Cubrilovic hat recht eindrucksvoll nachgewiesen, dass dies nichts bringt:

With my browser logged out of Facebook, whenever I visit any page with a Facebook like button, or share button, or any other widget, the information, including my account ID, is still being sent to Facebook. The only solution to Facebook not knowing who you are is to delete all Facebook cookies.

Für Laien ausgedrückt: Die Daten, die unser Browser so während des Surfens sammelt, werden nebenher zusamen mit meiner Facebook-ID an Facebook geschickt.

Bleibt also viel Verunsicherung. Was kann Facebook alles sehen und wie verhindere ich das?

Kurz und knapp:
Für den Browser Firefox gibt es eine Erweiterung namens ShareMeNot, die das Mitschneiden meiner Aktivitäten verhindert, für Chrome gibt es Facebook Disconnect.
Ich habe zu wenig Ahnung, um im Detail zu überprüfen, ob die Erweiterungen mich wirklich “schützen”, da müssten wir wohl Maik Riecken oder Herrn Rau mal fragen. Aber ich bin voller Vertrauen in die Community.