Was schlecht war.

Eine Freundin ist von den verschiedenen Social-Media-Kanälen genervt. Überall würde nur “heile Welt” vorgelebt. Jedes Foto auf Instagram oder Facebook sähe aus wie Urlaub, jeder private Statuseintrag handle von lustigen Anekdoten oder tollen Erlebnissen.

Natürlich fühle ich mich ertappt.

Denn natürlich veröffentliche ich nur ‘positive’ Bilder und keine, wo ich in der Nase bohre. Und natürlich schreibe ich eher lustige Dinge – wenn ich genervt/frustriert/müde bin, habe ich anderes zu tun, als auf Facebook zu schreiben, wie genervt/frustriert/müde ich bin.

Ich … weiter

Blogparade: Stress im Beruf.

Herr Mess ruft zu einer Blogparade (= thematische Aufsätze) zum Thema „Stress im Beruf“ auf. Ausgehend von zwei Leitfragen aus dem #EDchatDE geht es um:

  • Welche Situationen im Schulalltag empfindest du persönlich als belastend?
  • Welche Strategien hast du dir zurecht gelegt, um mit derartigen Situationen zurecht zu kommen?

Obwohl ich Blogparaden sehr mag, tue ich mich mit diesem Thema eher schwer. Denn tatsächlich empfinde ich im Grunde keinen Stress, aber ich möchte auch kein falsches Bild … weiter

Blogblumen…

Gerade ist echt viel.

Es kommt nicht so oft vor, dass ich das sage. Mit den Worten von Lippi: “Stress hat man nicht, den macht man sich.”

Aber gerade ist es wirklich viel. Gestern stand ein Elterngespräch spätnachmittags an. Heute abend gehe ich nochmal in die Uni, um einer Gruppe Lehramtsstudenten zu erzählen, wie grandios das Referendariat ist, wieviel Spaß der Lehrerberuf bereitet. Anschließend werde ich den Gottesdienst für Sonntag vorbereiten. Samstag dann morgens und abends Besuch (auf den ich mich … weiter

Mathe-Klassenarbeit

Klassenarbeiten in Mathematik gehören für einen nicht unwesentlichen Teil der Schüler zum großen Albtraum der Schule. Chemie und Physik kann man schon irgendwie aussitzen und sich auf eine 4 retten – in Deutsch kann man immer etwas schreiben. Englisch wurschtelt man sich irgendwie durch.

Aber Mathematik…
Immer wieder höre und erlebe ich, wie Schüler plötzlich versteinert vor dem Blatt sitzen und nichts mehr geht.

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Stress-Faktor

Vor ein paar Tagen unterhielt ich mich mit einer Freundin über die Kraft und Energie, die eine Familie, die die Arbeit und die eine Gemeinde kostet.

Und dann sagte sie etwas Bemerkenswertes.

“Weißt du”, sagte sie, “mein Stress-Faktor ist immer gleich hoch. Egal, ob ich – wie jetzt in den Ferien – den ganzen Tag im Sessel sitze oder ob ich gleichzeitig die Kinder versorge, den nächsten Gottesdienst gestalte und das Abendessen vorbereite. Ich bin eigentlich immer gleich gestresst.”

Da ist etwas dran, nicht wahr?

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Ministerial-Erlass vom 19. Januar 1900

imag0012[1]Heute beginnen in NRW die Sommerferien und ich möchte mich für ein paar Wochen von dieser Stelle verabschieden. Mein „Halbtagsjob“ macht eine Pause – da darf der Halbtagsblog auch eine machen. Weiter geht es hier am 30.8.

Zum  Schluss noch ein Fillet-Stück deutscher Pädagogik: Ein Auszug aus dem “Strafverzeichnis gemäß dem Ministerial-Erlass vom 19. Januar 1900, Verfügung der Königlichen Regierung zu Arnsberg vom 29.Januar 1900.”

Wundersame Dinge kann man da lesen – … weiter

… und was wir wahrnehmen. (2)

Also probierten sie es aus.

Der großartigste Violinist der Welt spielt auf der besten Violine der Welt eines der schönsten Stücke der Welt – mitten in einer U-Bahn-Station in Washington D.C.

Es gibt sogar eine Videoaufnahme davon. Wahnsinnig spannend zu sehen. Die Leute kamen… und gingen vorbei. 1097 Menschen. Nichts. Ohne Reaktion. Bell spielte acht grandiose Stücke. Unter anderen Umständen hätten die Menschen Schlange gestanden und hunderte Dollar gezahlt, um in den Genuss eines so persönlichen, so distanzlosen Konzertes von Joshua Bell zu gelangen. … weiter