Das Surface im Unterricht – 2 Wochen Fazit

Seit zwei Wochen nun nutze ich das Surface im Unterricht – Zeit für ein kleines Zwischenfazit.
Hat sich der Kauf gelohnt? Welche Einsatzzwecke haben sich als sinnvoll herausgestellt? Ist das gewählte Surface-Modell auch im Nachhinein das richtige gewesen? Wo gibt es Probleme? Was ist Mist?

IMG_20160527_105059Vor zwei Wochen habe ich mir das Surface Pro 4 in der günstigsten Variante als Dienstcomputer gekauft. Diese Variante besitzt einen Mobilprozessor (M3), keinen Lüfter und eine 128 GB große Festplatte (etwa 90 GB zu Beginn nutzbar).

Das Gerät ist mein Arbeitscomputer. Daneben habe ich noch ein älteres Lenovo u440. Über diese Zweiteilung bin ich ganz dankbar, weil ich so Steuererklärung und Familienbilder nicht mit in die Schule schleppe. Auf dem Surface sind wirklich nur Schulsachen.

Unterrichtsvorbereitung läuft mit OneNote. Auf welchem Computer ich dabei arbeite, ist egal – beide) synchronisieren unentwegt alle Inhalte (hier steht wie das geht). Wichtig ist (für mich) vor allem ein zweiter Monitor zum effektiven Arbeiten. Rechts der Browser/das Arbeitsblatt/die Quelle und links der Unterrichtsplan.

Seit dem Kauf habe ich das Surface praktisch jeden Tag genutzt:

  • Nach der Mathematik-Vergleichsarbeit habe ich eine der Aufgaben abfotografiert, in OneNote eingefügt und dann über den Beamer angestrahlt. Anschließend mit einer jüngeren Klasse gemeinsam gelöst. Dabei mit dem Stift in das Dokument reingekritzelt.
  • imageIn Arbeitslehre: Technik pimpen wir gerade meine Wundermaschine. Die Pläne der einzelnen Gruppen fotografiert, angeworfen und reingemalt. Den Bildschirm über den Wireless Display Adapter an den Beamer geschickt.
  • In Physik eine Folge Quarks & Co geguckt. Außerdem über eine App das Periodensystem und eine elendig große Nuklidtafel angeworfen. Wunderbar reingezoomt und vergrößert.
  • Ein Experiment gefilmt, hinterher geschnitten und auf Youtube hochgeladen.
  • Noten eingegeben und Listen geführt über Tapucate und den Android-Emulator

All diese Aufgaben hat das Surface mit Bravour gemeistert. Es gab keine Verzögerungen oder Ausfälle, die Prozessorleistung hat für alles ausgereicht. Ich habe mir für die Schule ein Ersatznetzteil gekauft, dies bisher aber noch nie wirklich benötigt. Ohne, dass ich jetzt genaue Zeiten angeben könnte: Der Akku hält bei mir den vollen Arbeitstag locker durch.
Obwohl ich meinen Unterricht mit vielen Kollegen teile und haufenweise Filme in OneNote gespeichert habe (also ein sehr intensiver Nutzer bin), vermeldet mir das Surface noch 50 GB freien Speicherplatz – damit kann ich (im Zweitrechner!) leben.

Ich habe außerdem festgestellt, dass ich mein Android-Tablet gar nicht vermisse. Bis auf mein Notenprogramm habe ich keine einzige App überhaupt gestartet – ich bin allerdings auch kein Spieler oder Extrem-Nutzer. Auf Dauer wird mir diese Emulation aber zu blöd – Tapucate wird mich vermutlich als Kunden verlieren, wenn sie nicht bald eine Windows-Version veröffentlichen. Ein Kollege testet gerade Notenbox als (recht teure) Alternative.

Hat sich das Geld gelohnt?

Ich finde: Ja.
Hätte ich vorher gewusst, wie gut sich das Surface in meinen Arbeitsalltag einfügt, hätte ich es mir schon früher gekauft. Es ist genau die eierlegende Wollmilchsau, auf die ich gewartet habe. Mein Android Tablet habe ich inzwischen verkauft.

(Hinweis: Das Surface habe ich mir selbst gekauft. Es ist nicht gesponsort worden (außer von meiner Frau). Niemand hat Einfluss auf diesen Artikel genommen. Ich bin kein Angestellter von Microsoft.)

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