Vorvergangene Woche wurde ich von hohem Besuch hospitiert – ausgesandt vom Medien- und Digitalisierungsteam der Bezirksregierung wollte man gerne mal in unsere Schule und auch gern in meinen Unterricht schauen: Klappt das eigentlich wirklich so, wie das immer verlautet wird?
Auch in der kommenden Woche bekomme ich Besuch: Über ERASMUS haben wir Kolleginnen und Kollegen aus Italien und Spanien zu Besuch und auch hier steht mein Unterricht im Plan.
Ich liebe das, denn es fordert mich stets ein wenig heraus: Die Leute kommen nicht herangereist, um Allerweltskram zu sehen und ich möchte auch niemandes Lebenszeit verschwenden.
Freude bereitet mir eine Mischung aus digital unterstütztem, stark individualisiertem Unterricht mit den Tablets und einer Phase aus dem „Thinking Classroom“: In Dreigruppen wird diskutiert und auf Fenster, Tische und Whiteboards gekritzelt.
Ganz besonders gefallen mir solche Stunden, wenn sie „leicht“ aussehen:
Es erinnert Chaos, aber auf einen Blick erkennt man, dass die Kinder die Abläufe kennen und permanent arbeiten. Überall wird diskutiert und hier und da sogar leidenschaftlich gestritten. Phasenwechsel gehen nahtlos ineinander über und zu jedem Zeitpunkt weiß jeder – Teilnehmer wie Beobachter – was gerade passiert und warum.
Und ich stehe daneben, schaue zu, lenke hier und da ein wenig – und mache ansonsten gar nichts.
Klar: Das gelingt nicht immer. Oft genug muss ich Dinge erklären oder zusammenfassen. Es gibt genügend Stunden, in denen die Kinder auch einfach in Ruhe gelassen und still arbeiten wollen.
Aber manchmal… manchmal gelingen mir Unterrichtsstunden, die wie ein Kunstwerk aussehen. Und Donnerstag kommt (hoffentlich) wieder so eine.

Viel Erfolg!