Morgen haben wir eine sogenannte SchiLF – eine „Schulinterne Lehrerfortbildung“.
Eingeladen haben wir Harald Philipp, einen Extrem-Sportler, der uns einen Vortrag über Herausforderungen und den Mut, Veränderungen anzugehen, halten wird. Das ist im ersten Aufschlag weiter entfernt als eine Fortbildung über „sprachsensiblen Unterricht“ o.ä. – aber am Ende vielleicht doch nicht so weit entfernt: Nicht nur steht die „Behörde Schule“ vor gewaltigen Herausforderungen – auch wir Lehrkräfte müssen mit den Belastungen von Kriegen, Weltpolitik, Klima, sozialen Ungleichheiten und fehlenden Mitteln klarkommen: Jahr für Jahr quitieren rund 70.000 Lehrkräfte den Dienst vorzeitig (Quelle).
Ich freue mich sehr auf den Vortrag, habe ich von Philipp doch im Vorfeld viel Gutes gehört.
Gerahmt wird der Tag von einer Überarbeitung unserer Lernbüroaufgaben und unserem Kurskiosk: Dabei bieten verschiedene Lehrkräfte des Kollegiums ihre Expertise in einer kleinen Fortbildung an und interessierte Teilnehmer können sich dazu anmelden: Das geht vom Umgang mit dem 3D-Drucker über Sonderpädagogik bis zum intensiven Einsatz von Künstlicher Intelligenz.
Auch ich biete morgen einen Kurs an – sinngemäß: „eskalierende Gespräche managen“.
Nach einer groben Einführung in die Theaterpädagogik werden wir uns mit Körpersprache, Mimik und Gestik im Hinblick auf Hoch- und Tiefstatus beschäftigen und Strategien erlenen, wie man Statusspieler wird und de-eskalierend agiert.
Den Abschluss meines Kurskiosks bildet dann – darauf freue ich mich insgeheim besonders – ein Rollenspiel: Ich nehme die Rolle eines auf Krawall zielenden, aggressiven Gesprächsteilnehmers ein und werde versuchen, mein Gegenüber zunächst mit sachlichen, dann zunehmend persönlichen Anschuldigungen aus der Fassung zu bringen („ich glaube, Sie haben etwas gegen meinen Jungen“) , ehe ich zu Drohungen übergehe („Sie werden von meinem Anwalt hören!“). Das wird mega-spannend.
