Zum Inhalt springen

Radioaktive Trinkgläser

Meine 10er befinden sich im Endspurt: Ein Teil der Klasse wird an der Schule verbleiben und in die Oberstufe wechseln, der andere Teil ins Berufsleben wechseln.

Das aktuelle Thema in unserem Physikkurs ist die Atomphysik mit einem Schwerpunkt auf Radioaktivität. Vor zwei Jahren bin ich mit einem Geigerzähler durch einen Haushaltsauflösungs-Laden gepilgert und habe alles eingesammelt, was ausgeschlagen hat.

Auf der Zielgeraden werden Abschlussklassen stets verträglich: Die Stimmung ist ein bisschen „themengeleitetes Kaffeekränzchen“. Man plaudert, hilft sich gegenseitig – Unterrichtsstörungen gibt es gar nicht mehr. Auch jene, die jahrelang auf Konfrontation und Krawall aus gewesen sind, bemühen sich nun um einen versöhnlichen Abschluss. Antreiben muss man niemanden mehr.

Radioaktive Trinkgläser 1Spannend ist Physik immer dann, wenn man sich viel Zeit nimmt, Experimente zu durchdenken: Was genau möchte ich herausfinden? Wie geht das? Welches Ergebnis erwarte ich?

Die radioaktiven Weingläser haben jede Menge Fragen aufgeworfen: „Wie stark strahlen die?“ „Was für eine Strahlung senden die aus?“ usw. Jeweils verbunden mit der Frage: Wie kriegen wir das raus?

Mit einem halben Dutzend Geiger-Müller-Zählrohren haben wir dann Versuchsreihen gestartet. In den kommenden Wochen werden wir das mit den stärker strahlenden Armbanduhren wiederholen und untersuchen, inwieweit Sand, Aluminium, Salz und Blei die Strahlung abschirmt.

Das Thema lässt sich gerade sehr schön auch mit tagesaktueller Politik verknüpfen und auch das Zwischenlager Asse gibt mir Jahr für Jahr die Gelegenheit, über die Problematik der Entsorgung zu sprechen.

Schlagwörter:

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert