Countdown-Uhr für den Unterricht.

“Ihr habt jetzt fünf Minuten Zeit, um…”

Immer wieder sage ich solche Sätze.
Oft hängt im Klassenraum keine Uhr. Und selbst, wenn ich auf meine eigene schaue, habe ich die Zeit schon im gleichen Moment wieder vergessen, in dem ich woanders hinschaue.
Auch die Schüler interessiert die Zeit herzlich wenig. Sie arbeiten einfach, bis ich mich vorne bemerkbar mache. Eine pfiffige Idee – die zumindest mir neu war – mag dem ein oder anderen helfen. Eine Countdown-Uhr:

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Batterie rein – und schon läuft sie rückwärts ab. Die kleiner werdende rote Scheibe zeigt an, wieviel Zeit noch bleibt. Obwohl ich selbst nicht zu den Hobby-Bastlern gehöre (auch Plakate etc. sind nicht so meins…) ist das hier schnell gemacht.

Am Anfang steht für zwei Euro “Rusch” Stomma, die IKEA-Uhr. [Rusch gibt es seit einiger Zeit nicht mehr]

Die Uhr auspacken und weitestgehend zerlegen. Dazu die Frontscheibe (von hinten mit einem Schraubenzieher die drei Plastiknippel durchdrücken) und die Zeiger entfernen.  Leider kann man das Ziffernblatt nicht mehr entfernen und – noch blöder – die Zahlen sind hervorgestanzt.

Anschließend muss das neue Ziffernblatt mit der rückwärts laufenden Zeit vorbereitet werden.
Ich habe es – für die STOMMA-Uhr in passender Größe – als Word-Datei hier zum Download (und hier als .pdf) (Wenn der Download nicht funktioniert: Skripte erlauben) bereitgestellt. Ausdrucken. Auschneiden. (Fast) fertig. Denn wir brauchen noch einen Schlitz von der “12” bis zur Mitte. In diesem Schlitz verschwindet nachher die rote Anzeige.
Nun wird das Ziffernblatt in die Uhr geklebt – aber Vorsicht: den Kleber nur auf dem Absatz am Rand der Uhr auftragen (z.B. auf den kleinen Vorsprüngen über den Zahlen), nicht in der Mitte! Hier muss die rote Scheibe später drüber gleiten können. Danach setzt man den Minutenzeiger wieder ein. Den Sekundenzeiger habe ich abgeschnitten und nur die runde Ausgangsscheibe behalten.

Ist das geschafft, kommt jetzt die rote Scheibe dran.

Dafür eignet sich eine einfache, bunte und laminierte Pappe. Sie wird ausgeschnitten mit einem Radius, der kleiner ist, als der der Uhr. Sie muss sogar kleiner sein, als die hervorgestanzten Zahlen der Originaluhr, damit sich das Blatt nicht verhakt! Ist das geschafft, wird wieder ein Schlitz von der “12” bis zur Mitte geschnitten und in der Mitte ein kreisrundes, etwa 1-Cent-Stück großes Loch geschnitten.

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Jetzt ist es fast geschafft.

Das rote Blatt wird mit der linken Schnittkante in den Schlitz des Ziffernblatts eingefädelt. Die rechte Schnittkante wird mit etwas Tesafilm an den Minutenzeiger geklebt. Zwei Streifen Tesa reichen – außen und in der Mitte. Klebt man zu dicht innen, hängt die Uhr später.

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Dann die Frontscheibe auf die Uhr. Fertig.

Nun hat man einen schönen, weithin sichtbaren Countdown und muss sich nichtmal selbt merken, wie viel Zeit noch ist.

Sowas hätte ich mal vor meinem Staatsexamen kennen sollen. 😉