DHMO – Der unsichtbare Killer

DHMO – Der unsichtbare Killer

1989 – Eric Lechner, Lars Norpchen und Matthew Kaufman, drei einfache Studenten aus Santa Cruz, entdecken den unglaublich gefährliche Stoff “DHMO”. Schnellstmöglich drucken sie Flugblätter und veröffentlichen einen Bericht in ihrer Lokalzeitung.

Innerhalb von Tagen erfährt ganz Amerika über die Gefahren für Mensch und Umwelt. Es kommt zu Massenprotesten. Tausende gehen auf die Straße und protestieren. Gefordert wird ein Verbot von DHMO. Der damalige Umgang mit diesem Gefahrenstoff sei eine Katastrophe. Die anorganische Chemikalie ist farblos, geruchlos, geschmacklos und tötet jedes Jahr Tausende von Menschen. Die meisten dieser Todesfälle treten durch unbeabsichtigtes Inhalieren von DHMO ein. Dennoch sind die Gefahren von DHMO viel weitreichender. Fortgesetzter Kontakt mit seiner festen Form führt zu schweren Gewebeschäden. Die Symptome von DHMO-Einnahme sind starkes Schwitzen und Urinieren, möglicherweise auch Sättigungsgefühle, Übelkeit, Erbrechen und Unregelmäßigkeiten der Körperelektrolytwerte. Für Abhängige bedeutet der DHMO-Entzug den sicheren Tod.

DHMO…

  • ist auch bekannt als Hydroxylsäure und ist der Hauptbestandteil des sauren Regens.
  • trägt zum „Treibhauseffekt“ bei.
  • kann schwere Verbrennungen verursachen.
  • trägt zur Erosion natürlicher Landschaften bei.
  • beschleunigt die Korrosion vieler Metalle.
  • kann Versagen elektrischer Geräte verursachen.
  • kann dazu beitragen, die Wirksamkeit von Automobilbremsen herabzusetzen.
  • ist in Tumoren tödlich erkrankter Krebspatienten gefunden worden.
  • Anteile sind in nahezu jedem Fluss oder See gefunden worden. Die Verschmutzung ist jedoch schon weltweit verbreitet, und die Substanz ist sogar im ewigen Eis der Antarktis nachgewiesen worden. DHMO war im vergangenen Jahr in der Schweiz für Sachschäden in Höhe von über hundert Millionen Euro verantwortlich.

Trotz der Gefahr wird DHMO häufig verwendet:

  • als Lösungs- und Kühlmittel in der Industrie
  • in Kernkraftwerken
  • bei der Produktion von Styropor
  • als Feuerhemmschutz
  • bei vielen Arten von grausamen Tierversuchen
  • bei der Verteilung von Pestiziden: nach jeder Behandlung bleiben die Produkte von dieser Chemikalie verunreinigt
  • als Zusatzstoff in vielen Arten von „Fast Food“ und anderen Nahrungsmitteln

Doch nach wenigen Jahren gerät DHMO in Vergessenheit. Bis 1997. Tom Way gründet die “DHMO-Research-Division”, ein Forschungsinstitut, das sich ausschließlich der Forschung an DHMO widmet. Durch die Homepage des Instituts werden tausende Internetnutzer hellhörig und es kommt zu erneuten Protesten auf der ganzen Welt. Es bilden sich Foren und die Forderung nach einem Verbot wird immer größer.


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