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Ich habe einen eReader :-)

Vor einiger Zeit schrieb ich bereits ├╝ber meinen Hang zu eBooks (ich wollte mich schon immer mal selbst zitieren *g*):

ÔÇťDu liest auf deinem Handyyyy?ÔÇŁ

Ein angeekelter Blick. Ich f├╝hle mich wie ein Auss├Ątziger und gerate sofort in die Bedr├Ąngnis, mit rechtfertigen zu m├╝ssen.

ÔÇťNeee. Das k├Ânnte ich nicht. Wo bleibt denn da das Leseerlebnis? Ich brauche das rascheln von Papier!ÔÇŁ

Kurz ├╝berlege ich, anzumerken, dass mein Handy beim Umbl├Ąttern eben jenes Ger├Ąusch ausgibt (so wie es beim Fotografieren auch wie eine echte Kamera klickt), ahne aber, dass ich damit nicht punkten werde.

ÔÇťUnd der Geruch von Papier. Ein gutes Buch riecht doch nach Papier und Druckertinte.ÔÇŁ

Ich ziehe die Augenbrauen hoch und ├╝berlege, wann ich zuletzt ein Buch nach dem Geruch gekauft habe. Sage aber immer noch nichts.

ÔÇťUnd ich muss was in der Hand haben. Ein richtiges Buch.ÔÇŁ

P1070219

Seit einigen Tagen nun bin ich im Besitz eines fast richtigen Buches ÔÇô eines Sony PRS-505. Das ist ein (schon ├Ąlteres) Ger├Ąt zum lesen elektronischer B├╝cher (das silberne Dingsbums auf dem Bild :-))
Den gr├Â├čten Pluspunkt sieht man auch direkt: Bei direkter Sonneneinstrahlung (das Foto ist direkt unter dem Dachfenster bei Siegener Mittagssonne entstanden) ist auf meinem Handy kaum noch etwas zu erkennen ÔÇô der eReader hingegen gl├Ąnzt mit ausgezeichneter Lesbarkeit. Der Speicher von 200 MB ist mit Speicherkarten erweiterbar ÔÇô ich halte das jedoch f├╝r Unsinn. Ich brauche nun wirklich nicht mehr als meine zwei, drei aktuellen B├╝cher und vielleicht nochmal f├╝nf, die man immer dabei haben will. Dazu noch drei Kinderb├╝cher und die Literatur meiner FrauÔÇŽ Im Leben bekomme ich den Speicher nicht voll.
Und nein: Das will ich auch gar nicht. Die Vorstellung, anderthalb Stunden durch die langsamen Men├╝s zu scrollen, um bis zu meinem Buch zu gelangen, schreckt mich eher ab.
Unter Windows 7 64bit wird das Ger├Ąt direkt als Datenspeicher im Explorer angezeigt. TreiberCDs oder so braucht man nicht.

Der Reader liest jedes pdf, calibri bietet dazu ein kostenloses Programm an, um jedes Dokument in ein richtiges ebook umzuwandeln. In solchem Format braucht der Reader etwa eine halbe Sekunde zum umbl├Ąttern. Schneller bin ich bei einem echten Buch auch nicht.

Jetzt nach einigen Tagen wird mir vor allem eines deutlich: F├╝r fachwissenschaftliche B├╝cher, f├╝r Lexika oder den beliebten Gerthsen Physik eignet sich so ein Reader gar nicht, obwohl dieser Nutzen stets ├Âffentlich propagiert wird. Das Hin- und Herspringen zwischen Kapiteln, das Suchen einzelner Seiten und schnelle Umbl├Ąttern macht keinen Spa├č. Am PC gerne, hier nicht.
Aber wenn man einen ganz normalen Roman liest, Seite f├╝r Seite vorw├Ąrts kommt und nicht das Bed├╝rfnis hat, schnell mal die letzten Seiten vom Krimi zu lesen ÔÇô dann macht dieses Ger├Ąt sehr viel Spa├č. Der Akku h├Ąlt wohl 6000 Seitenumschl├Ąge, alsoÔÇŽ hmmÔÇŽ ewig? (Im Moment versuche ich herauszufinden, ob das Ger├Ąt tats├Ąchlich keinen Strom verbraucht, wenn es einfach so herumliegt ÔÇô ich schalte es also nachts nicht mehr aus. Bisher gibtÔÇÖs aber keine Ver├Ąnderung am Ladestand der Batterie zu bemerken ­čÖé ).

Wem also kann ich so einen eReader empfehlen?

  • allen die ausschlie├člich ein Ger├Ąt zum Lesen suchen. Spielereien ├á la iPad gibtÔÇÖs nicht (daf├╝r schaltet sich das Ger├Ąt aber in der Sonne auch nicht aus ­čśë ).
  • allen, die Zugang zu eBooks haben
  • allen, die es leid sind, dass ihre 1-mal-lesen-Romane dann f├╝r-immer-im-Regal-stehen.

Wirklich cool w├Ąre nat├╝rlich eine Anbindung ans Handynetz wie der KindleDX, verbunden mit einem Zeitungsabo und RSS-Feeds. Vielleicht in ein paar Jahren. So aber macht das Lesen mal wieder richtig Spa├č ­čÖé

Schlagw├Ârter:

4 Gedanken zu „Ich habe einen eReader :-)“

  1. T├Ânt ja alles ganz ├╝berzeugend, aber ich werde dennoch beim guten alten Buch bleiben. Auch wenn ich beim Lesen Asthmaanf├Ąlle bekommen, wenn die B├╝cher zu lange im Regal waren…

  2. Pingback: Urlaubslektüre « …ein Halbtagsblog…

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