Restaurantkosten

27. Oktober 2010 4 Von Jan-Martin Klinge

Vor kurzem war meine Frau ein Freund zu einem Meeting in New York. Als ich gestern ihre seine Koffer durchwühlte weggeräumt habe, ist mir die Rechnung eines Restaurantbesuchs in die Finger gekommen.

UnbenanntSiebenundvierzigtausendzweihunderteinundzwanzig Dollar und neun Cent. Hui. Als erstes fällt mir auf, dass ich als Referendar gute vier Jahre würde arbeiten müssen, um die Kosten dieses Abends zu begleichen.
Immerhin noch sieben Monate, um auf das gezahlte Trinkgeld von 7300 Dollar zu kommen. Kellner müsste man sein – morgens lange schlafen und abends in der Kneipe abhängen. Ein echter Halbtagsjob eben… Winking smile

Beim genaueren Hinsehen fallen mir Unmengen an mathematischen Spielereien und Fermiaufgaben ein – aber wichtiger scheint mit die Frage, ob ein solches Beispiel für Schüler überhaupt sinnvoll ist.
In der Unterstufe sind schon 100 €uro völlig unvorstellbar – das ist einfach viel Geld. Mit zunehmendem Verständnis einer solchen Summe wächst dann aber vermutlich die Gefahr der Ablenkung: “Wow! Was haben Sie davon gekauft? Warum haben Sie…” etc.

Vielleicht wäre die Rechnung sinnvoller im Rahmen einer ethischen Diskussion im Religions- oder Erdkundeunterricht angebracht…