Ich bin für den „Goldenen Blogger“ nominiert!

Vergangenen Mittwoch überraschte mich die Nachricht, dass dieses Blog für den „Goldenen Blogger“ nominiert worden ist und das sorgt bei mir nicht nur für Freude sondern auch familiären Ärger.

Bildquelle: Die Goldenen Blogger

Der Goldene… was?
Der „Goldene Blogger“ ist eine Auszeichnung, die erstmals im Jahre 2007 für nicht-kommerzielle Blogs vergeben wurde. Im Laufe der Jahre wuchsen Reichweite und Beachtung des Preises immer weiter. Fand die erste Preisverleihung im Wohnzimmer eines Gründers statt, werden die Preisträger mittlerweile in größerem Rahmen eingeladen und auch in den klassischen Printmedien findet das Ereignis ein Echo.
Noch nicht ganz die Oscar-Verleihung aber auch nicht mehr der kleine Mudersbacher Kürbiswettbewerb.

Das Halbtagsblog ist in der Rubik „Nischenblogs“ nominiert, was es ganz gut trifft: Bildung und Schule sind und bleiben eine kleine Sparte, auch, wenn wir Lehrer das gerne anders hätten. Neben mir sind auch das ganz wunderbare (und traurige) Blog „Alzheimer und wir“ von Peggy Elfmann und „profashinal“ nominiert.

In anderen Kategorien findet sich weniger Nische und mehr Bekanntheit. Und während ich noch jauchzend durch die Wohnung springe und mich meiner Nominierung erfreue, verfinstern sich die Gesichter meiner Familienangehörigen zunehmend.
„Hast du gesehen, wer noch nominiert ist?“, fragt die wunderbarste Ehefrau von allen spitz und während die Temperatur im Raum schlagartig um einige Grad fällt, fügt die tollste große Tochter der Welt hinzu: „Triffst du all diese Leute etwa?“

Sie betont das „du“ auf eine Art, als sei ich völlig unwürdig.

„Charlotte Roche ist für ihren großartigen Podcast nominiert.“ sagt meine Frau. Sie ist ein Fan.
„Und Rezo!“, sagt meine Tochter. Sie ist auch ein Fan.

„Ja! Die und ich auf der gleichen Veranstaltung! Ist das nicht cool?“, versuche ich noch zu retten. Aber ich ernte nur mitleidige Blicke. „Du. Ausgerechnet du!“

Jedenfalls – ganz so doof ist das ja alles nicht.
Seit zehn Jahren gibt es dieses Blog und in diesen zehn Jahren wurde hier durch hunderte von Artikeln ein positives Bild von Schule und Bildung geprägt. Hier finden sich zahlreiche Unterrichtsmaterialien die zehntausende Male heruntergeladen wurden. Ich habe euch durch dieses Blog ein Stück weit mitgenommen in zahlreiche aufregende und absurde Projekte und während ich in den ersten Jahren noch meinen eigenen Unterricht entwickelte, darf ich heute die Richtung einer ganzen Schule mitgestalten. All das immer mit maximaler Transparenz. Um Lust zu machen. Auf diesen Beruf. Auf diese Berufung. Um Mut zu machen. Auf Experimente. Und Projekte. Und zu inspirieren. Um Schule voranzubringen. Um Menschen voranzubringen.

Ich liebe, was ich mache und ich mache, was ich liebe!

Vielen Dank, wer auch immer mich für diesen Preis vorgeschlagen hat!
Vielen Dank euch allen fürs Lesen und Kommentieren!

Es ist mir eine Freude.

 

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