Ich hasse Spiele. Ich empfinde sie als unproduktive Zeitverschwendung meiner beschränkten Lebenszeit. Amüsanterweise empfindet meine große Tochter oft ähnlich – sie hat alle Spiele von ihrem Handy geschmissen und prüft vieles auf den Nutzen hin. Zu den meistgenutzten Apps auf ihrem Handy gehört SPIEGEL ONLINE.
Mit meiner jüngeren Tochter finde ich mich dagegen immer wieder in Diskussionen wieder. „Papa, alle lieben spielen! Du willst immer nur arbeiten!“

„Schatz“, versuche ich zu erklären, „für mich ist die Schule wie spielen. Ich liebe das!“

Familiäre Diskussionen 1

Einen Moment schaut sie mich mit ihren haselnussbraunen Augen an. Ich sehe, wie es hinter ihrer Stirn arbeitet. „Gut. Dann spielen wir…“, sie holt tief Luft, „die monsterstarke Musikschule! Das ist ein Spiel für mich und Arbeit für dich!“

Ich erkenne, wenn ich verloren habe. Auch gegen eine fünfjährige.

 

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3 Gedanken zu „Familiäre Diskussionen“

  1. „Der Mensch spielt nur, wo er in voller Bedeutung des Worts Mensch ist, und er ist nur da ganz Mensch, wo er spielt.“

    Friedrich Schiller

  2. Ich bin gestolpert! Wer diesen Blog öfter liest, der kennt bereits die Abneigung gegen die Beschäftigung „Spiele“. 😉 So geht es ja vielen Menschen mit anderen Beschäftigungen wie Musik, Sport, Theater, Musical, Beruf oder zum Beispiel Schule. Jeder muss das für sich herausfinden. Ich mag das Wort „Hass“ in dem Zusammenhang einfach nicht. Darüber bin ich gestolpert.

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