1 Woche „digitaler Unterricht“: Wie geht es den Kindern?

Die erste Woche Fernunterricht ist um und das habe ich zum Anlass genommen, meine Schülerinnen und Schüler (anonym) über ein Formular nach ihrem Befinden zu fragen: Wie geht es euch im digitalen Unterricht?
Im Hinterkopf habe ich die Nachrichtenschwemme und auch Fake-News-Lawine, die meine Schüler (und auch deren Eltern) jeden Tag bestürmt. Ich weiß um die Isolation der Kinder auf der einen und das Feriengefühl auf der anderen Seite. Manche mühen sich, die Aufgaben ganz sorgfältig zu bearbeiten – andere sind vollauf damit beschäftigt, ihre Geschwister zu hüten. Ich denke an die Eltern, die Angst um ihren Job haben und wie sie die Miete bezahlen müssen und gleichzeitig Sorge haben, dass ihre Kinder den Anschluss in der Schule verlieren.

Also: Wie geht es euch?

Ich bin positiv überrascht und ein Stück weit beruhigt: Insgesamt sind die Kinder gut drauf und erleben weder ein „zubomben“ mit Aufgaben durch alle Fachlehrer, noch langweilen sie sich zu sehr. Meinem Empfinden nach muss das die Grundlage für weiteres Arbeiten sein.

 

Für meine eigene Klasse gilt: Fast alle Schülerinnen und Schüler sind mit Tablet-Computern ausgestattet und arbeiten mit OneNote und kommunizieren mit Teams. Die Kinder ohne Computer nutzen ihr Handy zum kommunizieren. Jeden morgen um 9 Uhr starten wir mit einer gemeinsamen Videokonferenz via Teams (heute mit 31 Leuten gleichzeitig!). Auch hier wollte ich nachhorchen: Seid ihr mit der Kommunikation zufrieden? Braucht ihr mehr Abstand?

Ich bin über die Maße glücklich über das Ergebnis – werde es der Vollständigkeit halber nächste und übernächste Woche Freitag jedoch wiederholen. Mal schauen, wie es den Kindern dann geht.

Wie geht es den Schulleitungen? Darüber diskutiere ich heute Abend ab 20 Uhr mit Basti Hirsch (Link zum Teilnehmen an 19:45 Uhr). Die Kurzfassung lautet: Wenig Schlaf. Viele Sorgen. Rund um die Uhr-Ansprechpartner.

Disclaimer: Via Twitter bin ich auf den Projektvorschlag einer Geschichtslehrerin gestossen. In einem Fach, indem man viel mit unterschiedlichen Quellen arbeite, gab sie ihren Schülern auf, selbst eine Primärquelle über die aktuelle Zeit zu verfassen. Eine Art Tagebuch. In diesen Zusammenhang reiht sich dieser Artikel ein.
Um die Umfrage mit den eigenen Schülern selbst durchzuführen, einfach auf diesen Link klicken. 

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