Mit Frau und Kind „The Tomorrow War“ gesehen.
Es gilt weiterhin das alte Gesetz: Filme, die bei SPIEGEL ONLINE schlecht wegkommen, unterhalten mich prächtig und mit jenen, die in den Himmel gelobt werden, kann ich nichts anfangen.

Ja, es war Popcorn-Kino. Aber im Unterschied zum langweiligen „Godzilla vs. Kong“ war er lustig, selbstironisch und hatte – hurray – einen Naturkundelehrer als zentralen Helden. Gefiel mir. Den Bechdel Test hat er leider nicht bestanden, aber das ist auch das einzige, was ich ihm ankreide.

Es gäbe eine Reihe von Ideen, sich über Zeitreisen und ihre Problematik zu unterhalten.

  • Astronomisch: Die Erde bewegt sich unentwegt. Springe ich in die Zukunft, lande ich dann auf der Erde oder irgendwo im Weltall?
  • Ethisch: Wenn sich meine Moleküle auflösen, in Energie verwandelt und wieder neu zusammengesetzt werden – bin ich dann noch ich oder eine Kopie meiner selbst?
  • Wieviel Energie muss in dem Armband stecken, um einen Menschen durch die Zeit zu teleportieren?
  • Wie sieht es mit dem Großvaterparadoxon aus, wenn Soldaten in die Zukunft und wieder zurück reisen? Klar, es werden nur Menschen mit geringer Lebenserwartung genommen – aber es macht doch einen Unterschied, ob ich zehn Jahre fröhlich lebe oder spontan in einem zukünftigen Krieg…

Naja.

Statt dessen hat mich meine älteste Tochter auf eine Sequenz in der Mitte des Films aufmerksam gemacht. Chris Pratt springt während eines Countdowns dramatisch von einer Brüstung. In welchem Verhältnis stehen Countdown und Fallstrecke?

Zeit für eine neue Episode der Filmphysik.

Filmphysik: The Tomorrow War 1

Den Film und weitere Aufgaben wie diese findest du in „Die Physik von Hollywood“ bei Amazon.

2 Gedanken zu „Filmphysik: The Tomorrow War“

  1. Wieder ein schöne Idee. Zu was einem Kinder immer wieder inspirieren können. Leider bin ich in Physik nicht gut genug, um die Lösung ohne weiteres herauszufinden.
    Wollte dich auf das fehlende „l“ in Drittel aufmerksam machen.
    Viele Grüße und noch schöne Ferien.

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