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Familien-Challenge

Disclaimer: Gerade fühlt sich vieles sehr anstrengend an. Ungewissheiten all-überall. Es kostet mich mehr Kraft als üblich, Zuversicht zu bewahren. Weil schulisches gerade an die Nieren geht, fehlt mir auch die Lust, abends im Blog noch weiter über Pädagogik, Didaktik oder auch nur 5 Minuten Schulleitung nachzudenken. Darum gerade mehr Spökes.

Familien-Challenge 1

Am 1.1. dieses Jahres bin ich mit meiner ältesten Tochter in einen weiteren Wettkampf gestartet.

Nach einem verfressenen Dezember mit „Herzen, Sterzen, Brezen“, Plätzchen und viel zu viel Schokolade, haben wir uns in einen „Wer kann länger auf Süßigkeiten verzichten“-Vorsatz gestürzt.

Die Regeln sind unklar,  wachsweich und im Zweifel gnadenlos.

Wenn die Oma Samstags den sogenannten Probekuchen für den eigentlichen Sonntagskuchen backt und uns ein Stück anbietet, gilt das nicht als Süßigkeit.

Umgekehrt bedeutet aber der Griff zu nur einer einzigen, gerösteten Erdnuss bei einer Teenager-Geburtstagsparty schon das endgültige Aus.

Hin und wieder schicken wir uns gegenseitig Fotos: „Gilt das jetzt als Süßigkeit?“

Gekämpft wird um einen stetig wachsenden Pott Geld. Wann immer irgendwo Bargeld übrig bleibt, wandert es in den Topf. Und das ist nicht wenig und wird auch nicht weniger.

Große Gewinnerin der Geschichte ist vor allem die mittlere Tochter. Genüsslich isst sie all das Eis, welches von Weihnachten noch übrig geblieben ist. Verzehrt schmatzend Kekse und Naschzeug vor unseren Nasen.

Ärgerlich ist, dass meine älteste Tochter viel ehrgeiziger ist, als ich es an meinen besten Tagen je gewesen bin. Im Grunde kann ich das Geld jetzt schon abschreiben.

Aber mir tut es ganz gut.
Nicht, weil ich großartig mit meinem Gewicht zu kämpfen hätte, sondern weil ich das Zeug Gift aus Langeweile gegessen habe. Gesund war das nicht. Meine Frau meint immer „Die Summe aller Laster ist bei den meisten Menschen gleich!“ und vermutlich hat sie recht damit.

Aber bei weniger Süßkram kann ich mir vielleicht umso mehr von meinem wahren Laster gönnen.

Aber dazu vielleicht ein andernmal mehr.

4 Gedanken zu „Familien-Challenge“

  1. Tja, wieviel in eurem Topf genau drin ist, weiß ich natürlich nicht – aber eines weiß ich durchaus: Für deine Tochter ist es subjektiv mehr wert als für dich! Als Teenager ist man doch öfter knapp bei Kasse, und ein Betrag von meinetwegen 100 € ist schon ein ordentlicher Batzen Geld. Aber für einen Erwachsenen, der nicht unbedingt zu den Geringverdienern zählt, ist es doch letztlich ein Betrag, den man sich leicht einmal irgendwo abzwacken kann. Das Sankt-Petersburg-Paradoxon lässt grüßen.

    Das könnte zumindest EIN Grund für ihren größeren Ehrgeiz sein. 😉

  2. Ihr wahrer Laster? Sie brauchen gar nicht später mehr schreiben, wir wissen dass es irgendein Tecknikzeugs ist (und das ist die langweiligste Artikelkategorie auf diesem Blog. …Jedenfalls die einzige die ich nicht immer sofort lese)
    Aber ja, meine Bauchschmerzen sagen mir dass ich das mit den Süßigkeiten unbedingt auch machen muss, hoffentlich denk ich noch länger daran

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