Eine benachbarte Grundschule feierte heute ein „Gesundheits-Schulfest“ und durch eine Fügung hat einer unserer Hauswirtschaftskurse angeboten, die Kolleg*innen in der Küche zu unterstützen. Weil mir viel an gegenseitiger Wertschätzung liegt, habe ich den Vormittag außer Haus verbracht und das Fest besucht. Mit aktuellen und zukünftigen Eltern gesprochen („Hallo, Herr Klinge, ich habe mich so gefreut, dass…“), mit zukünftigen Schülern („Bist du nicht von der Gesamtschule? Nach dem Sommer komme ich auch zu dir!“) und ein paar fachliche Worte mit Kolleginnen der Schule gewechselt.

Wie bei einem richtigen Fest durften weder ein Rettungswagen noch die Freiwillige Feuerwehr fehlen. Unter letzteren traf ich eine Feuerwehrfrau, die auch bei uns an der Schule ein paar Stunden unterrichtet. Fachkenntnis und Freude im Umgang erzeugen tiefe Demut in mir – ich würde den Job keine Woche durchhalten. Trotzdem habe ich mich brav in die Schlange stellt, bin ins Führerhäuschen geklettert und habe ein Selfie gemacht. Näher komme ich diesem Beruf nie.

Aber auch das gehört zu den Aufgaben einer Schulleitung: Den Stadtteil wahrnehmen und unterstützen. Präsent sein.

Bei meinem Twitter-Netzwerktreffen habe ich mit Kolleginnen gesprochen, die an Schulen unterrichten, die von Klasse 1 bis 13 alles dabei haben. Die Vorstellung finde ich sehr charmant: Wie gerne wäre ich enger mit den Grundschulen verzahnt, hätte fließende Kommunikation in alle Richtungen. Hach.