Karrierepläne

Ali Agca dürfte den meisten eher durch seine Taten, als seinen Namen im Gedächtnis sein: Am 13.5. 1981 schoss er auf Papst Johannes Paul II. und verletzte diesen lebensgefährlich.

Heute wird er nach 29 Jahren Haft entlassen.

Zeit genug, um Buße zu tun, Einsicht zu erlangen und ein anderer Mensch zu werden.

Das Wort Gefängnis-“zelle” kommt ursprünglich von der Kloster-zelle. Denn Ziel der Haft waren einst tatsächlich mehr Buße und Einkehr als Strafe. Man sollte als geläuterter Mensch zurück in die Gesellschaft entlassen werden.

In 29 Jahren sollte Agca doch ein wenig davon verinnerlich haben.

Möchte man meinen.

Denn Ali Agca hat nun mit einem, wie er meint, “Spezialisten für den Vatikan” Kontakt aufgenommen: Dan Brown. Er wolle – ab heute – das “perfekte Evangelium” schreiben. Es soll die Apocalypse schildern und außerdem das Christentum erklären, welches “der Vatikan nie verstanden” habe.

Nunja. Da hat er sich mit Dan Brown ja einen echten Fachmann geholt, nicht wahr? (Ein Historiker sagte einmal recht unverblümt, dass “Sakrileg” das einzige Buch sei, nach dessen Lektüre man dümmer sei als vorher..)

Die Offenbahrungen des Ali Agca bekommen wir allerdings nicht umsonst. Und auch nicht kostenlos. Rund 3.500.000 $ schweben ihm als Gage für sein autobiographisch gefärbtes, apokalyptisches und christlich-lexikares Werk vor.

Scheint, als hätte er genau verstanden, worauf es im wahren Christentum ankommt. 🙂

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One Response to Karrierepläne

  1. Nils says:

    Nicht schlecht!
    Dan Brown, als mein lieblings Autor, scheint mit seiner Oligophrenie perfekt zu diesem Herr Agca zu passen.
    Dan Brown präsentiert eine Überzeugung,die logisch inkonsistent ist oder wohlbestätigtem Wissen über die reale Welt widerspricht und trotz gegenteiliger Belege aufrechterhalten wird, weil die persönliche Gewissheit Dan Browns so stark ist, dass er rational nicht mehr zugänglich ist. Man könnte dies auch als eine psychischen Störung namens „Wahnsinn“ bezeichnen.
    Sollte also wirklich ein Evangelium auf den Markt kommen, geschrieben von zwei psychisch labilen Menschen, werde ich diese Buch mit freuden nicht lesen.

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