Die “Siegener Zeitung” war da.

2013-03-12 08.43.16Heute war eine Redakteurin der Siegener Zeitung in meiner Inklusions-Klasse. Die Redakteurin stellte sich zunächst den vielen Fragen der Kinder und beantwortete sie geduldig. Bei “Wie viel Papier verbrauchen Sie pro Tag?” fiel mir spontan eine Fermi-Aufgabe dazu ein, die Frage “Lügt Ihre Zeitung auch manchmal?” wurde geschickt mit einer Anekdote umschifft und bis schließlich die Kinder interviewt wurden war schon die halbe Stunde vergangen.

Ob es etwas besonderes an dieser Klasse gäbe. Wie die Kinder das empfunden hätten, in einer Inklusionsklasse zu sein. Was der Schule noch fehle, um der Inklusion noch mehr gerecht zu werden. Auch ich wurde ein bisschen ausgefragt und musste mich zurückhalten, um nicht Quatsch zu erzählen. “Ja, seit das Wetter besser sei, würde ich die Schüler auch weniger schlagen.”

Der tatsächliche Hintergrund ist jedoch ein ernster. Von der Stadt aus haben meine Zwillinge nur die Erlaubnis, die Klassen 5 & 6 an unserer Schule zu besuchen. Wie es danach weitergeht… keine Ahnung. Ohne Aufzug kommen sie nicht in die Fachräume und oberen Etagen der Schule und die Stadt ist von den notwendigen Investitionen wenig begeistert. Die beiden nach zwei Jahren an eine andere Schule zu schicken, ist aber sicher auch nicht so elegant.

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2 Responses to Die “Siegener Zeitung” war da.

  1. Jürgen sagt:

    So ist das aber mit der Inklusion, tut mir leid.
    Groß in den Mund genommen, bewerkstelligt von MitschülerInnen und Lehrkräften.
    Aber von Staat und Kommune nicht die entsprechenden Ressourcen zur Verfügung gestellt.
    Deswegen ist unsere Schule dagegen, Inklusionsschule zu sein, obwohl wir seit über 10 Jahren mit einem Förderzentrum kooperieren.
    Soll doch die UNO ruhig dem deutschen Staat eins auf die Mütze geben. Vielleicht denken dann die Verantwortlichen (und die Ausführenden=i.e. wir) mal darüber nach, warum alles so schleppend voran geht.
    Geld und Lehrerstunden contra Good Will!

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