Weshalb PowerPoint großartig ist!

9. September 2014 17 Von Jan-Martin Klinge

Man kann die vielen Abgesänge auf PowerPoint gar nicht mehr zählen. Ob der SPIEGEL (Schluss mit dem Powerpoint-Massaker) oder der Lehrerfreund (Powerpoint-Pest) – allenthalben wird über das Programm (und die Benutzer) geschimpft, dabei gibt es nicht nur unglaublich fantastische Präsentationen, wie bspw. der Vortrag “Identity 2.0” von Dick Hardt1 (wirklich sehenswert – so geht’s auch!), sondern Powerpoint bietet gerade Lehrern nahezu unerschöpfliche Möglichkeiten.

“nahezu unerschöpfliche…” bitte was?! Wo denn?

Beim Erstellen von Unterrichtsmaterial.

Viele Lehrer nutzen ausschließlich Word (bzw. ein äquivalentes Textverarbeitungsprogramm), um ein Arbeitsblatt zu erstellen. Dabei ärgert man sich dann stets mit der Formatierung herum: Immer fängt man oben links an zu schreiben. Möchte man dann rechts oder unten oder oben noch zusätzliche Informationen einbringen (z.B. das ‘erreichte-Punkte’-Feld neben jeder Aufgabe), muss man mit Textfeldern arbeiten, die sich immer wieder verschieben.

Es geht einfacher.

Mit Powerpoint kann man nicht nur langweilige Präsentationen vorführen, sondern auch Arbeitsblätter erstellen: Dazu muss man die Foliengröße nur auf “A4 – hochkant” ändern. Konkretes Beispiel:

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Man fügt einfach Formen ein (Einfügen –> Formen) und füllt diese mit dem passenden Text (anklicken – losschreiben). Ich kann überall passende Bilder einfügen und auch bearbeiten. Will ich viele einzelne Formen zusammenfassen (im Bild: die Reihenschaltung), dann kann ich sie gruppieren, damit ich nicht aus Versehen die Lämpchen verschiebe.

Natürlich ist PowerPoint nicht mit Adobes InDesign zu vergleichen. Aber wer nutzt das schon? Zusammen mit meinen Kollegen haben wir mehrere Workbooks (in NW und Arbeitslehre Technik) erstellt.

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Die Vorteile liegen auf der Hand: PowerPoint ist recht intuitiv zu bedienen und auf fast jedem Computer bereits installiert. Dadurch kann man sich ganz auf den Inhalt konzentrieren und muss nicht noch mit dem Programm kämpfen.

Nun also… beim nächsten Bericht darüber, wie schlimm die Welt durch PowerPoint geworden ist, denkt an diesen Artikel und daran, wie viel Zeit und Mühe es die Jungs von der NASA gekostet haben muss, ständig solche Tafeln vorzubereiten. 😉


Quelle: Life

1: Mir ist durchaus bewusst, dass Hardt nicht wirklich Powerpoint benutzt, sondern das Apple-Äquivalent. Der Kerngedanke (“Präsentationen sind buuh!”) bleibt jedoch der gleiche.