BiZ

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22. Juni 2016 5 Von Jan-Martin Klinge

Ich weiß nicht, wie das Schulleben an anderen Schulformen und in anderen Bundesländern aussieht – aber das Leben an meiner jetzigen Gesamtschule ist nicht mit meinem eigenen Schulleben an einem altsprachlichen Gymnasium zu vergleichen.

Ich erinnere mich an keine Form der Beratung – bei uns machten eigentlich alle Abitur und danach hieß es „Tschö“. Wer was danach gemacht hat – war für meine Lehrer völlig irrelevant.

An meiner Gesamtschule ist die Berufsberatung ganz eng mit dem Schulleben verzahnt. Zu Beginn des Jahres hatten wir eine Potenzialanalyse, bei der die Stärken und Interessen der Kinder herausgearbeitet wurden. Im Februar folgten die 3-Tages-Praktika, an denen man jeweils einen Tag lang in drei unterschiedliche Berufe reinschnuppern durfte. Anfang der 9 wird meine Klasse für zwei Wochen in ein Praktikum entschwinden und Mitte der 9 dann noch einmal für eine Woche. Außerdem bietet das Arbeitsamt bei uns eine konkrete Berufseinstiegsbegleitung für Schüler an, bei denen ein unsicherer Abschluss und fehlende Perspektive schon zu erahnen ist.

Office Lens 20160622-110017_1Heute waren wir im Arbeitsamt (es ist gut, solche Orte früh kennengelernt zu haben – das senkt die Hürde, sie später aufzusuchen) zu einer Berufsberatung – Thema: „Was kommt nach der Schule?“

Unser Berufsberater erklärte anhand von einfachen Schaubildern die Schulkarriere. Wann kommt man in die Oberstufe, wann sollte man sich eher anderweitig orientieren? Ab wann schreibt man eigentlich Bewerbungen? Wie viele Bewerbungen muss man schreiben? Wie läuft eine Berufswahl ab?

Insgesamt ein überaus sinnvoller Termin der einigen Schülern sicher weiterhilft – wenn ihnen das auch jetzt noch nicht bewusst ist.

Im Augenblick übersteigt die Zahl der Sondertermine die Routine bei weitem. Gut, das bald Ferien sind – die echten Herausforderungen kommen aber noch.