Wir feiern.

Wir feiern.

Ein ganz interessanter Tag liegt hinter mir.
Die Schulministerin Nordrhein-Westfalens, Yvonne Gebauer, hat es sich nicht nehmen lassen, alle Lehrerpreisträger des Landes ins Ministerium einzuladen und ihnen zu gratulieren. Meine Erwartungen waren eher gering – ich bin vielleicht einfach nicht Typ für sowas. Eher so Marke „steht-auf-einer-Party-in-der-Ecke-und-redet-mit-den-Blumen“ – Mensch.
Tatsächlich war die Veranstaltung aber ganz toll. Und zwar ganz, ganz toll.

Eingeladen wurden wir vier Kollegen samt Schulleiter.
Vor dem Ministerium treffen wir viele Kolleginnen und Kollegen von anderen Schulen. Einfach nette Leute. Es wurde sich direkt begrüßt, Freundlichkeiten ausgetauscht und hier und da nachgefragt. In der Kürze der Zeit überaus nett und entspannt –  der ein oder andere wird das von zahlreichen Fortbildungen kennen. Wir treffen Adriane Langela-Bickenbach aus Aachen wieder, der wir am Abend vor der Preisverleihung in Berlin in der Hotellobby begegneten. Es ist immer toll, neue Leute kennenzulernen – aber wenn dieselben einen beim zweiten Treffen immer noch freundlich grüßen, ist das ganz besonders schön. Augenzwinkernd versuchen die mitgereisten Schulleiter die anderen Kollegen an die jeweils eigene Schule zu locken. Hach.. einmal im Leben fühle ich mich wie der prachtvollste Ochse auf dem Viehmarkt.

Begleitet von einem kleinen musikalischen Rahmenprogramm (Wow! Wow!) hielt Frau Gebauer eine wirklich tolle Ansprache. Sie wertschätzte ganz allgemein die Arbeit an den Schulen, ermunterte die Anwesenden in ihrem Engagement und ihrer Freude im Beruf und ließ dabei durchblicken, sich mit jedem einzelnen der preisgekrönten Projekte beschäftigt zu haben. Eine wirklich schöne Zeremonie, bei der sich jeder der Kolleginnen und Kollegen gewürdigt fühlen durfte. Ich bin sehr beeindruckt.

Zuhause am Schreibtisch kann ich das alles besser einordnen.
Weder bin ich besonders schlau noch in einem auffälligen Maße talentiert. Auch heute habe ich halb damit gerechnet, dass mir an der Pforte der Eintritt verwehrt wird („Entschuldigung, Herr Klinge – das muss ein Missverständnis sein! Aber… da hätten Sie auch selbst drauf kommen können, hm?“) Statt dessen habe ich das unverschämte Glück, mit Kollegen Freunden zusammenarbeiten zu dürfen. Menschen, die über sich selbst lachen. Die mich aushalten. Aus unserer Freude am Beruf, dem Spaß miteinander und einer ordentlichen Portion kindlicher Naivität entstehen beständig neue Ideen und Projekte.

Wir feiern diese Zeit.

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