Glück. Glück. Glück.

Glück. Glück. Glück.

Ich erlebe gerade unglaublich intensive Tage. Es ist spannend, wie sich die eigene Perspektive auf das Leben mit dem Alter ändert, wie man – vielleicht bedingt durch die eigene Lebenserfahrung – das Leben aktiver, bewusster gestaltet. Ich genieße das gerade sehr.

Durch kindliche Naivität bin ich in Aufgaben und Projekte gestolpert, für die es mir an Wissen, Erfahrung und überhaupt allem mangelt, was es benötigt (mehr und genaueres dazu an anderer Stelle). Ich lese gerade viel und durchdenke und plane und strukturiere viele Stellschrauben neu. Aber das Beste daran ist, dass ich vieles im Gespräch mit meinen Kollegen Freunden durchdenken kann.
Erst heute saß ich – zwischen Unterricht und Konferenzbeginn – mit einer Handvoll Kollegen in der Sonne und besprach und durchdachte ein anstehendes Projekt. Wie könnte man dies gestalten? Welche äußere Faktoren gilt es zu beachten? Was bewirken andere Perspektiven? Wir saßen in den letzten Jahren häufiger zusammen. Planten erst Unterrichtsbesuche und später Examina, entwickelten die Lerntheken neu und starteten Unterrichtsprojekte. Mich durchströmt ein ganz tiefes Glücksgefühl, wenn ich daran zurückdenke (ich könnte euch knutschen!). Mit Arbeitskollegen gemeinsam reden, denken und den Berufsalltag kreativ mitgestalten – wie viel Glück kann man im Leben haben?

Ich frage mich, welchen Stellenwert diese Faktoren an einer gut funktionierenden Schule haben? Das Lehrer kreative Projekte starten können? Nicht weil sie müssen – sondern weil sie Lust drauf haben.
Lese ich bei Twitter quer, begegnen mir dort unendlich kreative und aktive Lehrer. Leute, bei denen ich vor Ehrfurcht erstarre. Wie wichtig ist das für eine gute Schule? Wie gelingt es, dieser Kreativität und „Lust auf Schulgestaltung“ Raum zu geben? Wie kann man es schaffen, dass – Idealvorstellung – alle Kolleginnen und Kollegen meiner Schule mit der gleichen Energie und Intensität ihre eigenen Projekte gestalten und damit Schule voran bringen? Gut gelaunt dasitzen und Lust auf Unterrichtsgestaltung gewinnen.

Zu Hause und nebenher genieße ich Familie und Gartenarbeit.
Der Alltag (will heißen: ein kaputtes Auto und ein Wasserrohrbruch) haben mein wunderbares Klavierprojekt direkt mal auf unbestimmte Zeit verschoben. Aber der Garten ist ein Traum. Meine Kinder aufwachsen zu sehen. Zäune zu streichen. Zäune zu setzen. Rasen mähen. Bäume fällen. Bäume pflanzen. Glück. Glück. Glück.

Ich bin gerne in der Schule. Und ich bin gerne zu Hause. Es ist diese Vielzahl an Details und Kleinigkeiten die ich einatme. Glück und Anstrengung sind für mich extrem präsent.

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