Ferien. Reboot.

Ferien. Reboot.

17. Oktober 2018 4 Von Jan-Martin Klinge

Es sind Herbstferien. Mit etwas Disziplin habe ich es geschafft, meine beiden Klassenarbeitssätze nicht mit in die Ferien zu nehmen und kann mich völlig frei meinen Projekten widmen.

Weil ich eine Lerntheken-Tante bin, habe ich aus den zahlreichen Spielen und Informationen meiner Fortbildung in den letzten Wochen eine gewaltige Lerntheke erstellt. Alle Spiele sind nun nach Funktion und Schwierigkeitsgrad sortiert und ich habe die Hoffnung, dass sie nun nicht in einem dicken Leitz-Ordner in irgendeinem Regal verschwinden. Der Übersichtlichkeit beginnt jede Karte mit den Materialvoraussetzungen und oben links steht der zu erwartende Zeitaufwand.

In den nächsten Wochen muss ich dann noch für einige Euro Material kaufen – aber ich kann es kaum erwarten, dass alles in den nächsten Jahren immer wieder nicht nur in meinen Klassen auszuprobieren sondern auch den Kolleg*Innen ins Bewusstsein zu bringen. Mit Riza Kara bin ich im Hintergrund dabei, ein weiteres Buch zu veröffentlichen. Nachdem der Bereich Arbeitslehre: Technik nun einigermaßen erschöpfend abgearbeitet wurde, wird das kommende Werk seinen Fokus auf Hauswirtschaft legen. Spätestens Ende der Ferien darf das fertig sein.

Bei aller Energie und Begeisterung – ich spüre, dass mir eine kleine Auszeit gut tut. Darum werde ich das kommende Wochenende in Einsamkeit durch die Berge pilgern. Kein Laptop. Kein Internet. Kein Blog. (Weitestgehend) kein Handy. Und noch wichtiger: Keine Menschen. Drei Tage lang mein Hirn komplett runterfahren, rebooten und Langeweile erdulden zelebrieren. Entweder komme ich dann Montag zurück und bin von der Langeweile genervt und bereue die vergeudeten Tage – oder ich komme Montag zurück, bin von der Langeweile genervt und freue mich darauf, wieder arbeiten zu dürfen.

So oder so: Es wird Zeit. Und es wird großartig. Daran besteht überhaupt kein Zweifel.