Osterferien

In NRW haben die Osterferien begonnen und ich tauche tief ein.
Die vergangenen Wochen waren wirklich kräftezehrend und der Ausblick zum Sommer gibt nur wenig Anlass zur Hoffnung, das würde sich ändern.
Einen Satz Korrekturen habe ich mit in die Ferien geschleppt – plus einer langen Todo-Liste an Unterrichtsvorbereitungen und Lerntheken, die noch erstellt werden müssen.

Bisher habe ich jedoch vor allem Zeit am und im und ums Haus verbracht.

Als Kind habe ich es gehasst, wenn ich Freunde zu Besuch hatte, die von meinen Eltern für Landarbeiten zwangsrekrutiert wurden. „Ah, Sebastian, schön, dass du auch da bist. Der Zaun muss repariert werden und wir können jede Hand gebrauchen!“
Ungefähr gleich auf der Beliebtheitsskala, wenn ich bei ihnen rekrutiert wurde.

Heute bin ich derjenige mit den Kindern. Und völlig ohne schlechtes Gewissen, habe ich meine eigenen und deren Freunde für die Gartenarbeit herangezogen. Vielleicht werde ich wie meine eigenen Eltern (nicht unwahrscheinlich) – oder aber die Sache ist nicht so schlimm, wie sie scheint (auch nicht unwahrscheinlich). Der Pool geht in sein viertes Jahr und es hat sich zu einem schönen Ritual entwickelt, ihn in den Osterferien einem Frühjahrsputz zu unterziehen. Zu dritt ging das ratzfatz – es fehlt noch das jährliche Einölen der Holzterrasse und das Streichen des Unterstands. Das hat aber Zeit.

Wichtiger ist, dass der Pool nach der Entleerung schnell wieder mit Wasser gefüllt wird. Die Seitenwände drücken ordentlich und ohne den Gegendruck des Wassers, wird er früher oder später einstürzen und wieder so aussehen, wie vorher.
Auf das neuerliche Anstreichen verzichte ich dieses Jahr – es gibt zwar schon ein oder zwei Macken, aber diese Poolfarbe ist mir ein Graus: Damit sie richtig trocknet, muss sie einige Tage bei voller Trockenheit aushärten können und während der ganzen Zeit, soll es nicht kälter als 12°C werden. Nicht kälter als 12°C? Auch nachts? Das ist dann also ungefähr im Juli soweit – und dann lohnt sich der Pool auch nicht mehr.

Heute steht eine Restaurierung des Hühnerhauses an. Das hat unter dem Winter etwas gelitten und das Dach muss erneuert werden. Habe dazu Dachpappe gekauft und werde versuchen, die heute anzubringen. Ist mit der Konstruktion des Daches nicht ganz einfach, aber ich denke mir was aus.
Immerhin: Alle Hühner leben noch und legen mehr Eier, als wir essen können (der Kindergarten freut sich über die Eier und die Hühner über die Reste vom Mittagstisch der Kinder, die sonst im Müll landen würden).

Außerdem haben Riza Kara und ich einen neuen Band unserer Reihe „Naturwissenschaft unterrichten“ fertiggestellt, den es hier zu kaufen gibt: „Recycling und Nachhaltigkeit“.
Wir hatten vor einiger Zeit unter diesem Link gefragt, welches Thema von großem Interesse wäre und haben uns genau davon leiten lassen. Ich glaube, die biologischen, chemischen und physikalischen Aspekte sind alle gleichermaßen eingebracht und auch so formuliert worden, dass man sie fachfremd unterrichten kann.

Ganz gut gelungen ist uns (finde ich, hehe), dass wir versucht haben, klassische Elemente eines Workbooks (Recherchearbeit, Lückentexte, Lesetexte, Diskussionen) mit amüsanten Methoden (Anleitung ins Sketchnoting) und zeitgemäßen Ideen (Arbeit mit Padlets, SHared Documents und LearningApps) zu verbinden. Zu allem und zu jedem gibt es ausführliche, bebilderte Anleitungen und ein paar didaktische Hinweise, so dass wirklich jeder damit arbeiten kann.
Ich warte darauf, dass sich eine E-Learning-Plattform etabliert (so etwas wie iTunes U) um die Bücher experimentell auch digital veröffentlichen zu können. Aber ich schätze, dass wird noch eine Weile dauern. Weiter herzliche Einladung an Interessierte, hier weiter abzustimmen für die nächsten Bände. Ob man die Bücher direkt einsetzt oder als Stütze für den Unterricht nimmt, sei jedem unbenommen. Auch über Feedback und Rezensionen freuen wir uns 🙂

Fazit der Osterferien bisher:

Schulkram: 0%                          Haus & Garten & Familie: 100%

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