Die freien Ostertage und das aktuell gute Wetter nutze ich nicht nur für aufregende Unterrichtsprojekte, sondern auch etwas Seelenpflege. Ich verbringe viel Zeit mit den Kindern und im Garten und bei Spaziergängen mit dem Hund. Weil ich mich seit Beginn der Schulschließung nicht mehr rasiert habe, lässt mich meine Familie nicht mehr in die Öffentlichkeit – und ich stelle fest: Ich kann mit der Isolation ganz gut leben. (Instagram macht alle Menschen schöner – das Bild trügt. In der Realität sehe ich inzwischen aus wie ein naturverbundener Sittenstrolch.)

Neulich las ich in einem Artikel, dass eine „erzwungene Entschleunigung“ selten etwas Gutes sei. Ein Stau auf der Autobahn sei „auch eine erzwungene Entschleunigung“ und da würden wir ja auch nicht begeistert denken „endlich habe ich mal etwas Zeit für mich und kann ein wenig in mich gehen.“

Auf dem Landlebend ist der ganze Corona-Kontaktsperre-Mist etwas einfacher auszuhalten – bei dem Wetter allemal.
Mein unerlässlicher Versuch, aus meinem Australischen Schäferhund Bailey einen Australischen Hühnerhund zu machen, lässt Licht am Horizont erahnen. Bedauerlicherweise hat der Hühnerhabicht eines meiner Hühner geschnappt, so dass ich sie nur noch selten draußen herumlaufen lasse. Aber hin und wieder geschieht es doch und ich bilde mir ein, dass Bailey inzwischen verstanden hat, wo die Hühner hinsollen, wenn ich theatralisch rufe und auf die zeige.

Heute habe ich den Tag für ein Blog-Upgrade genutzt und die ganze Seite mit einem frischen Design ausgestattet. Es ist dem Alten nicht unähnlich, aber in den Details deutlich besser. Ich bin noch unschlüssig, was die Auflistung der Artikel auf der Startseite angeht: Lieber viele kleine Teaser-Artikel in Rasterform oder breite Vorschaufenster untereinander (wie aktuell)?
Blöd ist, dass ich aufgrund der DSGVO Google Analytics nicht mehr nutzen darf – gerne wüsste ich, ob meine Seite eher von Computern, Tablets oder Smartphones angesteuert wird. Je nachdem, würde sich der Schwerpunkt des Designs verschieben.

Ich kann mich nicht entscheiden, ob ich Facebook endgültig absägen, oder als Multiplikator für meine Seite nutzen soll und habe erstmal eine Facebook-Seite für meinen Blog erstellt. Beim Aufräumen habe ich außerdem bewusst gemacht, wie sehr ich das Schreiben liebe und wie sehr einzelne Rubriken verloren gegangen sind. Viel zu lange habe ich nicht mehr einfach geschrieben, worauf ich Lust hatte. Vieles ist (zu?) reflektiert formuliert und geschliffen. Zu professionell vielleicht.

In Zukunft also nicht weniger Artikel über Schule, sondern mehr Artikel über Blödsinniges wie meinen Australian Chickherd, wie es sich für einen unprofessionellen Blog auch gehört.