Die zweite Woche nach Ostern ist rum und der Vorwurf, Lehrer würden die Zeit ja nur genießen, hat mir bisher noch niemand ins Gesicht gesagt.

Unterricht
Wie auch in der letzten Woche haben wir vormittags Unterricht in den Hauptfächern durchgeführt. Zwei Stunden nur, weil man weder als Schüler noch als Lehrer längere Zeit aushält. Tatsächlich erreichen wir die allermeisten Schülerinnen und Schüler und die Rückmeldung der Eltern zeigt, dass sie für das regelmäßige Angebot dankbar sind: Es zwingt die Kinder aufzustehen und bringt Struktur in die Tage. Der Unterricht will vor– und nachbereitet werden.

„Neue 5“
Neben dem Unterricht habe ich diese Woche die Neuanmeldungen für das kommende Schuljahr sortiert und dann die neuen Eingangsklassen gebildet. Das ist leider nicht in 5 Minuten erledigt, denn einige Faktoren wollen beachtet werden:

  • die Anzahl der Mädchen und Jungen sollte etwa gleich sein
  • die Noten- und Prognoseverteilung der Grundschulen sollte etwa gleich sein
  • viele Kinder haben einen Wunsch-Freund angegeben, mit dem sie gerne in eine Klasse wollen.
  • aus Gesprächen mit den GrundschulkollegInnen weiß ich von einigen Kombinationen, die vermieden werden sollten.

Das hat einen ganzen Vormittag gekostet.

Neue Klassenlehrer
Als Schulleitung haben wir außerdem viel Zeit und Energie in die Besetzung der neuen Eingangsklassen gesteckt. Als Schule im Aufbau ist bei uns stete Veränderung die einzige Konstante. Dabei gilt es, die Wünsche der Kollegen zu beachten aber auch Fächerkombinationen im Blick zu haben. Trotz sehr intensiver Arbeit sind wir noch in einem sehr frühen Punkt der Planung.
Während bei großen Gesamtschulen tendenziell die abgebenden Lehrer der 10 einfach wieder unten anfangen, geht das bei uns noch nicht. Nur mit neuen Kolleginnen und Kollegen in ein Schuljahr zu starten ist dagegen keine gute Idee, aber Jahr für Jahr alle Klassenlehrerteams auseinanderzureißen drückt die Stimmung doch arg. Schwierig. Viel Zeit – wenig Ergebnis.

Neue Oberstufe
Wir haben uns in den vergangenen Wochen einige Oberstufen spannender Schulen herausgesucht und die in den letzten Tagen studiert. Was machen die anders und warum? Wie geht das? Was passt zu uns?
Recherchearbeit finde ich immer anstrengend, weil passiv.

Außerdem in dieser Woche
Schulkonferenz mit den Eltern über Teams (inzwischen routiniert), Kommunkation mit Eltern über die Leistungen ihrer Kinder und sinnvolle Anschaffung von Computern (Surface Go). Eingelesen in Bestimmungen für Finanzhilfen einkommensschwacher Eltern und einige Stunden erfolglos mit der Administration von Teams gekämpft (grrr! Frust!). Aber: Ich bin nun endgültig befördert worden und darf ab morgen mein Klingelschild neu bedrucken.

Hinweisen möchte ich außerdem auf ein Update: Konstantin Runte hat meine Abtenteuer-Lerntheke auf Padlet adaptiert und einen Filmtrailer erstellt, um seine Klasse anzufixen. Unbedingt sehenswert! Der ganze Artikel liegt hier, der Trailer ist unten eingefügt.