Bei über 500 Schülern geht schonmal der ein oder andere Surface Stift kaputt – ich habe mir die Alternativen angesehen und ausprobiert.

An meiner Schule nutzen alle Schülerinnen und Schüler das Surface Go als täglichen Begleiter und Heftersatz in Kombination mit einem Surface Pen, der in einem speziell für unsere Schule ausgehandelten Deal Bestandteil eines Bundles ist. Inklusive Kollegium sind das an meiner Gesamtschule rund 600 Geräte und da bleibt es nicht aus, dass hier und da Ersatz benötigt wird.

Neue Stiftspitzen durch unsere Schülerfirma

StiftspitzeAm häufigsten benötigen die Schüler:innen neue Stiftspitzen. Anfangs war ich über den Verschleiß irritiert, aber schnell ist mir klar geworden, dass die Kinder im Laufe eines einzigen Schuljahres weit mehr schreiben in ihre Hefte schreiben, als ich in sechs Semestern Mathematikstudium. Hätte ich mir Augen geführt, wie viele Tintenpatronen ich in meinem Schulleben verbraucht habe, hätte ich mich weniger gewundert.

Sehr schnell hat sich eine Schülerinnenfirma (an dieser Stelle mehr darüber) gegründet, die das Kollegium als Ansprechpartner in Sachen „Ich brauche eine neue Spitze für meinen Surface Stift“ abgelöst hat. Weil die Original-Spitzen von Microsoft gerade zu absurd teuer sind, weichen wir auf eine günstigere Alternative von Amazon aus. Dabei fungiere ich als Schulhofdealer Zwischenhändler, der die Surface Spitzen in größerer Marge bestellt und an die kleine Firma übergibt.

Was aber, wenn doch der ganze Stift ersetzt werden muss?

Der Günstige: Heiyo Surface Stift

2 Alternativen zum Surface Stift 1Am günstigsten ist der Heiyo Surface Stift in rosa oder schwarz für aktuell 12 €. Auch er wird vereinzelt von unserer Schülerfirma vertrieben – hier liegt die Farbe schwarz klar in Fron. Ich habe ihn – wie schon meinen Taschenrechner – in rosa bestellt, weil ich ihn – wie auch eben jenen Taschenrechner – häufiger verleihe und so schneller wiederfinde.

Der Heiyo Surface Stift hat eine sehr harte (gefühlt unkaputtbare) Plastikspitze die sich nicht wechseln lässt und zwei Funktionstasten: Eine dient auf Druck als Radiergummi und kann Geschriebenes digital „wegradieren“, die andere Taste entspricht der rechten Maustaste. Benötigt wird eine AAAA Batterie, die unsere kleine Schülerfirma selbstverständlich auch im Angebot hat. Der Stift ist funktional – nach einigen Minuten geht er in einen energiesparenden Standby-Modus und benötigt zuweilen zwei, drei Sekunden, um wieder zu erwachen. Der größte Pluspunkt ist der unschlagbare Preis und für Kinderhände ist er bedenkenlos zu empfehlen.

Der Edle: Ciscle Stylus Pen

Surface StiftDeutlich eleganter in der Hand liegt der Ciscle Surface Stift. Mit rund 35 € ist er dreimal so teuer wie der Heiyo, aber immer noch viel günstiger als der Original Surface Stift. Er verfügt über die gleiche Tastenanordnung. Geladen wird er über einen MicroUSB-Anschluss, der Akku ist nicht wechselbar und die integrierte LED zeigt die Bereitschaft des Stifts an. Gefühl sind die Druckstufen beim Ciscle deutlicher zu spüren, aber ich bin ein schlechter Handschreiber.

2 Alternativen zum Surface Stift 2Die Spitze ist hart, wirkt aber nicht so „billig“ wie beim Heiyo, ich mag die harten Plastikspitzen persönlich lieber und habe mir selbige auch für meinen Originalstift besorgt: Das Schreiben fühlt sich präziser an.

Hilfreiches Feature welches den Preis zumindest für mein Gewissen eher entschuldigt: Der Stift hält magnetisch an der Seite des Surface und das empfinde ich im Unterrichtsalltag als wahnsinnig hilfreich. Den Unterschied merke ich besonders, wenn ich zu Hause mein Samsung Tablet nutze und mir den Eingabestift in die Hosentasche stecken muss, wenn ich die Hände voll habe.

Das Original: Der Surface Stift

2 Alternativen zum Surface Stift 3Unerreicht in Funktion, Qualität und Preis bleibt der Original Surface Stift. Für mich ehrlicherweise ein Unding, dass der seit einigen Jahren nicht mehr jedem Computer beiliegt. Platt gesagt, wer keinen Stift benötigt, braucht auch kein Surface kaufen und wer ein Surface kauft, sollte den Stift nicht noch extra bezahlen müssen. Aber in Zeiten von gestrichenen Netzteilen und Kopfhörern bei Handys bleibt einem wohl nichts anderes übrig.

Neben der magnetischen Arretierung am Surface direkt ist der digitale Radiergummi am hinteren Ende des Stifts der größte Pluspunkt für diesen Stift. Schreiben – radieren – schreiben geht so nahtlos wie nirgends sonst von der Hand. Für die Stiftspitzen gibt es bei Microsoft Ersatz mit unterschiedlichen Härtegraden. Für Schüler:innen ist das in meinen Augen Quatsch und ich selbst habe dafür nicht einmal bei richtigen Bleistiften Verwendung, aber für künstlerisch begabte Menschen mag das anders aussehen.

Vorteil Original Surface Stift: Der digitale Radiergummi ist auch auch ein frei belegbarer Knopf, mit dem sich bspw. direkt Screenshots anfertigen oder Programme starten lassen.

Fazit

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Mit allen Alternativen Surface Stiften kann man problemlos auf dem Gerät schreiben. Die Haltbarkeit erscheint bei allen gut – der originale Stift erscheint mir am fragilsten, allerdings ist er an meiner Schule auch am häufigsten zu finden.

Auf die magnetische Halterung an der Seite des Geräts mag ich persönlich nicht verzichten, die Preisunterschiede sind allerdings saftig. Als Schülerstift kann man den Heiyo bedenkenlos empfehlen.

 

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6 Gedanken zu „2 Alternativen zum Surface Stift“

  1. Kannst du noch was über die Rutschigkeit der Stifte sagen? Ich schreibe mit dem Surface Pen der zweiten Generation und der ist sehr rutschig.

    1. Ich finde den Heiyo am glattesten (weil Hartplastik auf Glas), dann den Ciscle und den Surface Stift mit der Originalspitze am „klebrigsten“.

  2. Ich kann mich erinnern, dass die alten Surface damals problemlos mit den Samsung S-Pens betrieben werden konnten, die gar keinen Akku benötigten. Hat sich das tatsächlich geändern?

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