Noch eine Woche bis zu den Osterferien. Frust, Niedergeschlagenheit und Anspannung werden allenthalten größer – das kann auch das Wiedersehen in der Kinder in den Klassen nicht überspielen.

Endspurt vor Ostern 1Wie fast überall in Deutschland steigen auch im Siegerland die Inzidenzwerte immer weiter. Während die Grundschule meiner mittleren Tochter in Rheinland-Pfalz den Schulbesuch erst aussetzte und für die kommende Woche die Möglichkeit einer Befreiung gibt, muss die große Tochter in NRW weiterhin in den Präsenzunterricht.

Das passt zur Politik. Im Kreis Düren wird den Schulen – trotz Inzidenz 240 – die Schließung erst öffentlich verwehrt, später dann doch gestattet und der Oberbürgermeister von Dortmund wird von Laschet öffentlich zurechtgewiesen.

Währenddessen gewinnt Malu Dreyer in aller Ruhe die Landtagswahlen in Rheinland-Pfalz. Hat schonmal jemand was von ihrer Gesundheitsministerin Sabine Bätzing-Lichtenthäler gehört? Nein? Vielleicht liegt das Geheimnis ja auch darin, nicht ständig in Aktionismus zu verfallen, vor jede Kamera zu springen und heute dies und morgen das zu erzählen. Vielleicht einfach mal schweigen und zuhören.

Wir gehen jetzt in eine letzte Woche mit massiv steigenden Inzidenzen. Ich sehe eigentlich nur zwei Optionen:

  1. Augen zu und durch. Die Schulen bleiben kommende Woche offen, weil der Präsenzunterricht – und speziell diese Woche vor Ostern – entscheidend für die Entwicklung der Kinder ist. In Kombination mit den Ferien werden die Zahlen explodieren und die Schulen sind anschließend dicht bis Ende Mai.
  2. Montag oder Dienstag werden sich die Landesregierungen dem öffentlichen Druck beugen und die Schulen schließen. Leider ist es dann schon zu spät: In Kombination mit den Ferien werden die Zahlen explodieren und die Schulen sind anschließend dicht bis Ende Mai.

Abgesehen von Corona merke ich im Unterricht, dass meine Klassen ferienreif sind. Das Engagement geht zurück und es wird zunehmend mühsamer, die Schüler:innen kognitiv zu erreichen. Aber, die Schutzbrille der Pandemie mal abgesetzt: Das ist jetzt ehrlicherweise nicht anders als in all den Jahren zuvor auch: Zum Schluss rettet man sich irgendwie in die Ferien.

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Währenddessen laufen bei uns an der Schule im Hintergrund ganz aufregende Schulentwicklungsprozesse, über die ich hoffentlich bald mehr schreiben kann. Da wird gerade intensiv gearbeitet, aber alles ist noch im Wandel und nichts beschlossen und da mag ich nicht vorgreifen.

Zuhause gehen meine Töchter am entspanntesten mit der Situation um. Jeder hat so seine Tagesabläufe gefunden und seit paar Tagen das Baby durchschläft, sind auch wir Eltern nicht mehr so dauermüde.

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Da ist dann jetzt auch Raum und Zeit, die angedachte Terrasse im Garten anzugehen. Als ersten Schritt haben wir einen neuen Sandkasten zusammengeschraubt. Das Modell aus dem Katalog hätte ich 1:1 übernommen, aber für meinen Schwiegervater war das nicht viel mehr als ein Grundgerüst für die eigenen Vorstellungen.

Ob und wie der Sandkasten als Teil der Terrasse eingefasst oder danebengesetzt wird, diskutieren wir noch eifrig. Meiner Frau ist nur wichtig, dass man in der Sonne einen Latte Macchiato trinken kann.

Überhaupt wäre Sonne jetzt mal wieder schön. Dann wird die Vorfreude auf Ostern auch wieder größer.

3 Gedanken zu „Endspurt vor Ostern“

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