Zwei Wochen der Sommerferien sind rum – von echter Ruhe ist noch nichts zu spüren. Dafür war das Jahr zu anstregend.

Wirklich zu Hause bin ich erst seit eine Woche und (leider) merke ich das auch. Immer wieder kreisen meine Gedanken um anstehende Aufgaben und Dinge, die „ich auf keinen Fall vergessen darf!!“ Das ärgert mich selbst, finde aber doch kein geeignetes Gegenmittel um wirklich abzuschalten.

Ich weiß genau, dass ich am Ende der Ferien zurückblicken und mich fragen werde, wo denn die Zeit geblieben ist. Worin ich diese kostbaren Wochen meines Lebens investiert habe.

Sommerferien - Halbzeit. Immer noch müde. 1Obwohl ich eigentlich nicht der Typ dafür bin, habe ich mit einer Art „Bullet Journal“ begonnen, einem Ferientagebuch.

Jeden Abend schreibe ich auf, was ich an dem Tag Produktives oder (wertfrei) Sinnfreies gemacht habe. Das ist im besten Sinne subjektiv und wertfrei gemeint und führt auch Dinge auf die „Regenrinne gereinigt“ oder „Friseurbesuch“ – weil es schließlich gemacht werden muss.

Obwohl es wie eine Spielerei anmutet, ist meine Hoffnung, dass mir diese Liste hilft, nicht verbittert zurückzublicken: Viele meiner geplanten Ideen werde ich nicht umsetzen können, weil ich mit drei Kindern schlicht zu oft eingebunden und dann abends zu müde bin, um noch am nächsten Buch und der übernächsten Unterrichtsreihe zu arbeiten. Aber zumindest weiß ich dann, wie ich die Zeit verbracht habe.

Erholung auf jeden Fall: Ich lese gerade jeden Tag ein Buch mit dem Dienst Blinkist quer. Oft viele gute Ideen, manchmal bin ich auch motiviert, die Gedanken im echten Buch noch einmal ausführlicher nachzuverfolgen. Meist reicht mir jedoch der Fokus auf die paar Kernaussagen und noch öfter weiß ich schon am nächsten Tag nicht mehr, worum es ging. Aber ein paar Perlen sind dann doch dabei, z.B. „Die Chancen unserer Kinder“ von Paul Tough (Amazon*). Er beschreibt, wie sinnvoll (oder sinnlos – genau mein Thema hrhr) das Fördern der (eigenen) Kinder ist, also: „Ist ein Chinesisch-Kurs im Kindergarten eine gute Idee?“

Die Zusammenfassung hat auf jeden Fall Lust auf mehr gemacht und die Aspekte sprechen mich sowohl als Vater, als auch als Lehrkraft an. Werde das die Tage mal hier aufgreifen.

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